Elskamp macht Drohung wahr und schließt 2020 Edeka in Lowick

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Von BERTHOLD BLESENKEMPER

Alexander Elskamp hat die Geduld verloren. Der Chef von mehr als 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in vier Bocholter Edeka-Märkten schließt – wie vor rund einem Jahr öffentlich angedroht – Ende September kommenden Jahres seinen Laden in Lowick. Grund ist die Weigerung der Stadt, ihm passende Flächen für die Erweiterung des Geschäftes zur Verfügung zustellen. Die FDP-Fraktion im Rat ist alarmiert. „Somit wird der wachsende Ortsteil Lowick einen wichtigen Nahversorger verlieren. Dieser Zustand ist nicht akzeptabel“, schreibt Sprecher Burkhard Henneken in einer Stellungnahme.

Elskamp kam und kam mit den Ausbauplänen des heute 450 Quadratmeter großen Geschäftes in Lowick nicht weiter. “Inzwischen hat sich die Lage dermaßen zugespitzt, dass der Markt nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist und wir, wenn keine andere Lösung in Sicht ist, den Markt zeitnah schließen werden”, schrieb der Unternehmer im September 2018 in einer Stellungnahme zum Bocholter Einzelhandelskonzept. Er wollte am liebsten auf einer benachbarten Wiese komplett neu bauen. Im Rathaus war man jedoch dagegen. Grund: Bei der Freiluftschneise zwischen Bocholt-West und Lowick handelt es sich um eine durch die Landesplanung geschützte Obstwiese. Ein so genanntes Zielabweichungsverfahren wurde nach Vorgesprächen mit der Bezirksregierung nicht befürwortet. Außerdem könne der benachbarte Aldi notfalls “den Grundbedarf der Nahversorgung zu einem großen Teil abdecken”, heißt es in der Prüfung der Verwaltung.

Wenn Elskamp die Türen in Lowick tatsächlich schließt, könnte das nicht nur nach Meinung der FDP-Fraktion, sondern auch nach der des Gutachterbüros Dr. Lademann und Partner erhebliche Folgen für die Nahversorgung im Bocholter Westen haben.

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