Energieversorgung muss sicher und bezahlbar bleiben

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„Am Wirtschaftsstandort NRW brauchen wir eine wettbewerbsfähige Energieversorgung und eine kompromisslose Versorgungssicherheit. Wichtig dafür ist unter anderem der massive Ausbau von Erzeugungs- und Speicherkapazitäten.“ Wim Abbing, Unternehmer aus Emmerich und stellvertretender Vorsitzender des Unternehmerverbandes Metall Ruhr-Niederrhein, bringt damit auf den Punkt, was die NRW-Wirtschaft von einer neu gewählten Landesregierung erwartet.

Abbing ist Geschäftsführer der PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH in Emmerich. Für den Hersteller von Kaffeeröstmaschinen ist die Energiesicherheit so wichtig, weil Kaffee ohne Gas nicht geröstet werden kann und weder Strom noch Wasserstoff kurzfristig in der benötigten Menge zur Verfügung stehen. „Wir sehen heute, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur mit Blick auf künftige Generationen, sondern auch zur Sicherheit der Energieversorgung im Hier und Jetzt beschleunigt werden muss. Dennoch können wir kurzfristig weder aus der Kohleverstromung aussteigen noch auf russisches Gas verzichten.“ Es brauche einen runden Tisch zur Energietransformation, der die politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger verknüpfe, so Abbing.

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmverbandes, bekräftigt Abbings Aussage, dass die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien vervielfacht werden muss: „Wir brauchen hier einen grundlegenden Mentalitätswechsel – bei Befürwortern und Gegnern, in der Politik und auch in der Gesellschaft.“

Dass ein Industrieland wie NRW auf absehbare Zeit seinen Energiebedarf aber nicht vollständig mit alternativen Energiequellen wird decken können, darauf macht Dirk Engels, Sprecher der Geschäftsleitung der Industrie Holding Isselburg GmbH, aufmerksam: „Fest steht: Wir werden immer auf Energieimporte angewiesen sein.“ Seine Gießerei, die in Isselburg im Eisenguss z. B. Gehäuse, Achsen, Schwungräder, Bremsscheiben und Ölwannen fertigt, ist sehr energieintensiv. Engels fordert deshalb: „Die deutsche Energiepolitik darf sich nicht dadurch auszeichnen, überall auszusteigen, ohne vorher in Alternativen eingestiegen zu sein.“ Die Konsequenz sei Versorgungsknappheit – und die treibe in einer Marktwirtschaft immer die Preise.

Die grundsätzlichen Preistreiber für Energie sind laut Engels politischer Natur: „Zwar wurde die EEG-Umlage abgeschafft, aber die deutsche Besteuerung der knappen Energie treibt die Preise jenseits einer realistischen Marktfähigkeit. Zudem macht die einseitige deutsche CO2-Besteuerung es am Standort Deutschland nahezu unmöglich, energieintensive Güter herzustellen.“ Wenn sich hier nichts tue, so der Unternehmer, würden die energieintensiven Industrien abwandern – und mit ihnen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Der Krieg in der Ukraine und die erneute Explosion der Energiepreise sowie die Herausforderungen in Sachen Versorgungssicherheit wirkten noch einmal als Katalysator für diese Entwicklung.

Bei all diesen Herausforderungen und aktuellen Unsicherheiten pocht Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz für das Industrieland NRW auf einen verlässlichen Rahmen – etwa was Investitionsbedingungen und praxisgerechte Genehmigungsvoraussetzungen betrifft. „Mit der NRW-Energieversorgungsstrategie liegt ein grundsätzlich schlüssiges Konzept vor. Dieses umzusetzen und auf die neuen Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg sinnvoll anzupassen, muss in der nächsten Legislaturperiode oberste Priorität genießen – und zwar ressortübergreifend“, sagte Schmitz.

Ansprechpartner

Quelle: Unternehmerverbandsgruppe

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