Entenrennen Doetinchem bringt fast 18.000 Euro für das Hospiz Sravana ein

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Die Oude IJssel verwandelte sich am Sonntagnachmittag während der Kadefeesten in Doetinchem kurzfristig in ein gelbes Meer – so viele Gummienten beteiligten sich an der Duckrace. Im Vorfeld konnten Besucher kleine Badeenten erwerben, deren Erlös vollständig an die Stiftung Sravana ging. Als das Startsignal ertönte und alle 6.000 Enten gleichzeitig zu Wasser gelassen wurden, war die Begeisterung unter Zuschauern wie Mitwirkenden spürbar. Für die Organisatoren stellte dieser Moment das absolute Highlight des Tages dar.
Vonseiten der Veranstalter zeigte sich Marcel Zaaijer beeindruckt von der Resonanz. „Es war ein großartiges Erlebnis. Ich stand selbst im Wasser, um den Start aus nächster Nähe mitzuerleben. Überall standen Menschen am Ufer – für diese Besucher machen wir das“, so Zaaijer. Das Ziel sei es, nicht nur die wichtige Arbeit der Stiftung Sravana zu unterstützen, sondern auch ein attraktives Erlebnis für das Publikum zu bieten. „Ich denke, das ist uns durchaus gelungen“, resümiert er.
Insgesamt kamen bei der Duckrace 17.951 Euro zusammen – eine beachtliche Summe, die Stiftung Sravana gut gebrauchen kann. Denn der Verein plant den Bau eines neuen Hospizes an der Keppelseweg in Doetinchem und ist weiterhin dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Jeder Beitrag hilft, aber tatsächlich benötigen wir noch rund zwei Millionen Euro, um das neue Haus realisieren zu können“, unterstreicht Silvia de Wolf-De Wolff aus dem Team der Stiftung.
Ein Umzug des Hospizes ist unumgänglich, da das derzeitige Gelände am Pflegeheim Den Ooiman in Kürze vollständig neu genutzt wird. Nach langer Suche fand die Stiftung ein passendes Grundstück an der Keppelseweg – ein ehemaliger Bauernhof, der gerade den Betrieb eingestellt hat. Die neue Einrichtung soll Platz für acht Gäste in der letzten Lebensphase bieten; bislang sind es nur fünf. Für die Verantwortlichen steht fest, dass der Wechsel dringend notwendig ist.
Wie sehr die Arbeit von Sravana geschätzt wird, zeigt sich nach Angaben von De Wolf-De Wolff fast jeden Tag. Besonders berührend sei die Begegnung mit einem Mann gewesen, dessen Mutter vor vier Jahren im Hospiz betreut wurde. „Obwohl sie inzwischen verstorben ist, ist er nach wie vor unglaublich dankbar für die Zeit, die seine Mutter dort erleben durfte“, erzählt De Wolf-De Wolff. Der Mann habe daraufhin angekündigt, Sravana in sein Testament aufzunehmen – als Ausdruck seiner tiefen Wertschätzung für die geleistete Fürsorge.
Auch die Organisatoren der Duckrace sind froh, dass die Einnahmen dem Hospiz zugutekommen. „Dieses Angebot ist nicht nur für Sravana selbst, sondern vor allem für Menschen in ihrer letzten Lebensphase von unschätzbarem Wert“, betont Zaaijer. Das unterstreiche die große Bedeutung solcher Einrichtungen in der Region.
Die Premiere der Duckrace lässt bereits auf weitere Veranstaltungen hoffen. Zwar kam es zu kleineren Startschwierigkeiten, etwa weil manche Teilnehmer die genaue Startzeit missverstanden oder sich einige Enten eigenständig vom Feld entfernten – doch am Ende wurden sämtliche 6.000 Badeenten wieder aus dem Wasser gefischt. Für Zaaijer und die restlichen Organisatoren steht schon fest: Die Duckrace soll auch in Zukunft wieder stattfinden. „Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Aber die Besucher hatten ihren Spaß und wir konnten ein erhebliches Ergebnis für die Stiftung erzielen. Dass uns das schon beim ersten Mal gelungen ist, macht mich sehr stolz“, resümiert Zaaijer
Quelle: Regio8
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