Entscheidung zu strengeren Solarpark-Regeln in Bocholt vorerst vertagt

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Die Entscheidung über verschärfte Vorgaben für Solarparks in Bocholt ist im Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr am Mittwochabend vertagt worden. Auslöser war ein Antrag der SPD, die weitere Beratungen als notwendig erachtete. CDU und Grüne hatten ursprünglich gefordert, dass die Stadtverwaltung kurzfristig einen strengeren Kriterienkatalog für Photovoltaik-Freiflächenanlagen erarbeitet. Ziel ist es, landwirtschaftliche Flächen stärker zu schützen und den Ausbau der Solarenergie besser zu steuern.
Die Verwaltung betonte im Ausschuss, dass der Ausbau der Solarenergie in Bocholt weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Stefan Uebbing vom Fachbereich Stadtplanung verwies auf das im Jahr 2025 beschlossene Klimaschutzkonzept „Bocholt 3.0“. Demnach soll die Leistung der Photovoltaik-Freiflächenanlagen bis 2030 auf 60 Megawatt Peak steigen, bis 2040 soll ein Zielwert von 131 Megawattstunden pro Jahr erreicht werden.
Uebbing erläuterte außerdem die begrenzten Flächenressourcen für Solarprojekte in Bocholt: Von rund 12.000 Hektar Stadtgebiet werden etwa 65 Prozent landwirtschaftlich genutzt. Doch große Teile dieser Flächen seien aufgrund von Landschaftsschutz oder Überschwemmungsgebieten für Solarparks ungeeignet, hieß es. Nach Verwaltungsschätzungen stehen allerdings etwa 3.900 Hektar landwirtschaftlicher Fläche grundsätzlich als Potenzialflächen zur Verfügung. Wichtig bei der Beurteilung dieser Flächen sei dabei nicht die Bodenqualität – Bocholt verfügt laut Uebbing über „keine hochwertigen Ackerböden“– sondern vielmehr Faktoren wie die Größe, der Zuschnitt und die Erreichbarkeit der Flächen für landwirtschaftliche Nutzung.
Besonderes Augenmerk richtet die Stadtverwaltung auf die ehemalige Deponie in Lankern. Dort sieht sie gute Möglichkeiten, um Photovoltaikanlagen und Speichersysteme zu errichten. Berechnungen zufolge würden die bis 2040 geplanten Anlagen etwa 3,1 Prozent der potenziell verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen beanspruchen. Die Verwaltung arbeitet derzeit an der Weiterentwicklung des Kriterienkatalogs. Dabei steht auch eine ausgewogene, stadtweite Verteilung der Anlagen im Fokus, da geeignete Flächen regional sehr unterschiedlich verteilt sind. Insbesondere im Bocholter Westen könnte es dafür große potenzielle Flächen geben, hieß es

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