Euregio-Gymnasium will keine Gesamtschule werden



Mit Unverständnis reagiert die Schulgemeinde des Euregio-Gymnasiums auf den Antrag der Bocholter SPD, aus den Nachbarschulen Hohe-Giethorst-Hauptschule und Euregio-Gymnasium auf dem Wege einer Elternbefragung eine zweite Gesamtschule zu machen. Die rund 800 Schülerinnen und Schüler des Euregios hätten bewusst die Schulform Gymnasium gewählt, heißt es in einer Stellungnahme. Das gelte ebenso für die circa 100 Neuanmeldungen.

„Sollte das Gymnasium in eine Gesamtschule umgewandelt werden, missachtet man damit massiv den Willen der Eltern- und Schülerschaft. Auch die Lehrerinnen und Lehrer haben sich bewusst für die Schulform Gymnasium entschieden und identifizieren sich in hohem Maße mit dem Euregio-Gymnasium“, schreiben die Betroffenen. Bocholt brauche zudem das dritte städtische Gymnasium. Das sei nicht nur das Ergebnis der jüngsten Schulentwicklungsplanung der Stadt Bocholt, sondern entspreche auch der Anmeldesituation der letzten Jahre. 

„Allein die 80 in diesem Jahr für die Klasse 5 angemeldeten Schülerinnen und Schüler könnten aus Kapazitätsgründen gar nicht auf die anderen Gymnasien aufgeteilt werden. So war es auch in der Vergangenheit immer: Trotz der Bocholt-üblichen Schwankungen war es nie so, dass die anderen drei Gymnasien ausgereicht hätten, um alle Kinder und Jugendlichen mit dem Schulformwunsch Gymnasium aufzunehmen“ Wenn die SPD argumentiere, dass das stärkste Argument für eine zweite Gesamtschule in Bocholt der sich jährlich wiederholende Anmeldeüberhang der bestehenden Gesamtschule sei, dann werde nicht berücksichtigt, dass es sich bei diesem Anmeldeüberhang vermutlich um Kinder mit einer Hauptschulempfehlung handele, so die Schulgemeinschaft weiter. 

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