Ex-Sicherheitsberater erwartet US-Rückzug aus Nato durch Trump



Washington (dts Nachrichtenagentur) Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater von Donald Trump in dessen erster Amtszeit als US-Präsident, John Bolton, geht davon aus, dass Trump im Fall seiner Wiederwahl im November die USA aus der Nato führen wird. „Er versteht nicht, dass ein gut funktionierendes Bündnis wie die Nato die Sicherheit aller Bündnismitglieder erhöht“, sagte Bolton am Mittwoch dem TV-Sender „Welt“ beim Nato-Jubiläumsgipfel in Washington. „Ich denke, dass er im Falle eines Wahlsiegs leider den Rückzug der Vereinigten Staaten anstreben wird.“

Trump sei in seiner ersten Amtszeit kurz davor gewesen und werde es nach einer Wiederwahl erneut versuchen. Der Ex-Präsident verstehe das Konzept einer kollektiven Verteidigungsorganisation nicht, so Bolton zur Begründung seiner Prognose. „Er hat eine sehr einfältige Vorstellung davon, was das bedeutet. Er glaubt, dass die Vereinigten Staaten Europa verteidigen und Europa nicht dafür bezahlt.“

Der Ex-Diplomat schilderte den Politikstil Trumps als eher sprunghaft. „Er hat keine Philosophie. Er macht keine Politik, wie wir sie üblicherweise verstehen“, so Bolton. „Er sieht alles als ein Geschäft an.“

Für falsch hält Bolton Versuche, die Nato und das Engagement für die Ukraine gegen eine mögliche neue Präsidentschaft Trumps abzusichern. „Ich denke, dass die Bemühungen, die Nato Trump-sicher zu machen, wovon einige europäische Regierungen sprechen, ein großer Fehler sind. Das wird Trump nicht freundlicher stimmen gegenüber der Nato.“

Scharf kritisierte der ehemalige Nationale Sicherheitsberater die Vorstellung im Trump-Lager, dass europäische Nato-Staaten, die ihre Beitragspflichten nicht erfüllen, im Ernstfall von den USA nicht verteidigt würden. „Das Bündnis würde zusammenbrechen, wenn man diesen Ansatz versuchen würde.“ Dies zeige die „mangelnden Ernsthaftigkeit“ Trumps gegenüber der Nato.

Bolton hatte auch einen sehr pragmatischen Rat für die Bundesregierung für ihren Umgang mit einem wiedergewählten Trump. Sie solle sich am Beispiel des ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe orientieren, der mit Trump in dessen erster Amtszeit am effektivsten umgegangen sei. „Er war sehr hartnäckig und hat jede Gelegenheit genutzt, um mit Donald Trump zu sprechen, persönlich oder per Telefon.“ Abe habe immer wieder die japanische Position wiederholt und damit beträchtlichen Erfolg gehabt. „Je mehr Zeit man damit verbringt, mit Donald Trump zu sprechen, desto besser sind die Chancen“, so Bolton. Seiner Ansicht nach wäre hilfreich, wenn Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Golf spielen würde. „Das wäre ein Plus. Shinzo Abe hat das die ganze Zeit gemacht.“

Foto: Donald Trump (Archiv) – via dts Nachrichtenagentur

  1. Herr Bolton ist ein Dummkopf, der nicht begriffen hat, dass Herr Trump ein Geschäftsmann ist. In dieser Funktion betrachtet der die NATO, von der die USA 16% der Kosten tragen. Wofür, um die seit 2010 korrupte und insolvente Ukraine vor dem Ruin zu retten? Dies hat der Sohn von Mr. Biden seit 2013 versucht, dessen Vater nun versucht zu retten, was zu retten ist, wobei Russland seine Interessen seit damals durch Waffengewalt gesichert hat.
    Übrigens, Herr Scholz ist kein Geschäftsmann sondern ein Arbeitsrechtsanwalt aus Hamburg. Der wirft dem verlorenen Geld immer mehr gutes Geld hinterher, in der Hoffnung, dass die Ukraine doch mal irgendwann seine Kredite bedienen kann.

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