September 22, 2021

Feuerwehren im Katastrophengebiet werden jetzt psychosozial unterstützt

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Wenn Feuerwehrleute im Einsatz sind, werden sie mit vielerlei Gefahren konfrontiert. Das gilt nicht nur für ihren Körper, der immer wieder Stresssituationen ausgesetzt ist, da Entscheidungen bisweilen blitzschnell getroffen werden müssen. Auch die Seele kann leiden: Es gibt Einsätze, die an den Feuerwehrleuten nicht spurlos vorübergehen. Etwa wenn die Einsatzlage im Katastrophenfall kaum zu ertragen ist. Selbst gestandene Feuerwehrleute können solche Situationen überfordern. Die Psychosoziale Unterstützung (PSU) der Feuerwehren soll dann den Einsatzkräften dabei helfen, belastende Eindrücke zu verarbeiten. Dazu rücken nun sechs PSU-Mitglieder aus dem Kreis Borken an diesem Wochenende nach Erftstadt aus – eine Kommune, die sehr stark von den Hochwasserfluten betroffen war mit allen Folgen für Leib und Leben, Hab und Gut von Menschen.

Zwei PSU’ler (aus Bocholt und Heiden) sind bereits seit heute (30.07.2021) vor Ort. Vier weitere (aus Borken, Ramsdorf und Velen) folgen morgen. Sie werden bis Sonntag zusammen mit weiteren Kameraden aus dem Ruhrgebiet tätig.
Michael Köjer von der Freiwilligen Feuerwehr Borken hat den Einsatz der dafür besonders ausgebildeten Feuerwehrkameraden organisert. Zusammen mit Nicole Mühle von der Stadtlohner Freiwilligen Feuerwehr obliegt ihm auch die Gesamtleitung der im Mai 2019 ins Leben gerufenen PSU-Teams im Kreisgebiet. Drei davon gibt es: Team-Nord, Team-Mitte und Team-Süd.

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“Unsere Arbeit soll die Stabilität der Kameraden bei ganz schrecklichen Ereignissen wiederherstellen”, erklärte Köjer. “Sie sollen von unserem Konzept profitieren.” Das sieht auch vor, die Angehörigen der Feuerwehrleute mit ins Boot zu nehmen, da sie es miterleben, wenn ihre Partner oder Verwandten derartige Ereignisse verarbeiten müssen. Köjer schränkte jedoch ein: “Die PSU-Kameraden – PSU-Assistenten und PSU-Helfer – sind keine Therapeuten.” Falls nach den Einsätzen weitere Therapien notwendig seien, greife die Feuerwehr auf ihr Netzwerk zurück und helfe den betroffenen Kameraden auf diese Weise weiter.

Foto: Feuerwehr Bocholt

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