Fit im Alter mit dem Gesundheitsprogramm „Check-Up und los!“

Zukunftsstadt-Projekt für Seniorinnen und Senioren // Menschen ab 60 // Bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglich

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Das Gesundheitsprogramm „Check-Up und los!“ als Teil des städtischen Zukunftsstadt-Projekts richtet sich an Seniorinnen und Senioren ab 60, die bislang eher wenig sportlich unterwegs waren. Bis zu 50 Teilnehmer können mitmachen und erhalten auf der Basis eines „Gesundheits-Check-Ups“ ein einfachen Einstieg für mehr Gesundheit durch Bewegung. Das Programm startet Mitte Mai und geht über zwölf Wochen.

Bewegung ist gerade für ältere Menschen unentbehrlich für die Gesunderhaltung und das Wohlbefinden, sie hat die Funktionen eines Medikaments ohne Nebenwirkungen. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass gerade ältere Menschen von Bewegung am meisten profitieren. Dies gilt für das Herzkreislaufsystem, für Rückenprobleme, die Reduktion von Sturzgefahren, für die psychische Gesundheit, die Reduktion von Krebsrisiken, auch für die Vorbeugung gegenüber Demenz und vielen anderen Beschwerden. 

Gesundheitlicher Neustart

In unterschiedlichen Befragung zum Sportverhalten geben zwar durchaus viele Menschen an, bewegungs- und sportaktiv zu sein – in der Praxis ist ein größerer Teil der Bevölkerung jedoch häufig eher inaktiv und hat mit körperlichen und gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Gerade in bestimmten Zielgruppen, wie etwa bei älteren Menschen mit internationaler Familiengeschichte, ist dies festzustellen. Die bislang wenig aktiven Menschen aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen will nun das Gesundheitsprogramm „Check up und los!“ erreichen. Über verschiedene Multiplikatoren wie Seniorenbüro, Integrationsbüro, Quartiersarbeit sowie Ärztinnen und Ärzte werden Menschen gesucht, die sich für einen gesundheitlichen Neustart interessieren. 

Vier Bausteine

Das Programm umfasst vier Bausteine: Zu Beginn und am Ende des Programms findet ein Gesundheits-Check-Up statt. Dabei werden vom BGM Forum Westmünsterland Gesundheitsuntersuchengen wie Wirbelsäulenvermessung, Körperfettanteil oder Herzinfarktrisiko-Score durchgeführt und es erfolgt eine individuelle Beratung über den Gesundheitszustand und sinnvolle Übungen für eine Verbesserung. Die Übungen können individuell umgesetzt werden, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in der Natur.  Ein weiterer Baustein sind Gruppenkurse in den Bereichen Walken/ Spazierengehen, Rücken, Yoga und Alltagstraining. Ein ehrenamtlicher Gesundheitsbegleiter des Vereins Leben im Alter e.V. (L-i-A) unterstützt auf Wunsch die Teilnehmer. Letztere wurden erst vor kurzem erfolgreich für solche Begleitungen ausgebildet. Ihr Vorteil: Sie haben ein besonderes Verständnis für die Situation von Seniorinnen und Senioren. Es ist der vierte Baustein des Programms.

Motivation ist groß – Gesund in den Ruhestand

Auf diesem Weg wurde unter anderem Abdulkadir Kis gewonnen. „Ich habe in jungen Jahren sehr gerne Fußball gespielt. Zuletzt habe ich versucht, mich durch laufen und joggen fit zu halten. Da ich in der letzten Zeit jedoch nicht regelmäßig dazu komme, möchte ich gerne am BGM-Programm teilnehmen, um irgendwann gesund in den Ruhestand gehen zu können“, sagt Kis. Seine Frau Eda nimmt – gemeinsam mit ihrer Freundin Nalan Yurdakul ebenfalls an dem Programm teil. „Ich möchte gesund alt werden, so wie mein Vater, der wurde 90!“, sagt Nalan Yurdakul. „Ich möchte beweglich, gesund und jung bleiben und mir die Energie erhalten“, ergänzt Eda Kis. Es sei klasse, dass im Vorfeld des Bewegungsprogramms eine Untersuchung erfolge, „da wissen wir gleich, wo wir stehen“.

Die Mittel für das Gesundheitsprogramm stammen aus dem Projekt „Zukunftsstadt“. Prof. Rittner von der Deutschen Sporthochschule, der dieses Projekt begleitet, meint hierzu: „Im Projekt Zukunftsstadt ging es von Anfang an um die Entwicklung kommunaler Strukturen und Netzwerke und darum, neue Wege für mehr Bewegung und Gesundheit zu finden. Die Menschen, die bislang eher zu wenig sportlich aktiv waren, über vorhandene Netzwerke und Kontakte zu finden, ist dabei naheliegend, aber durchaus schwierig umsetzbar. Dennoch wurden bereits über 20 Personen ausfindig gemacht und zur Teilnahme motiviert.“ 

Nina Kremer, seit Ende 2021 neue Leiterin des Geschäftsbereichs Senioren der Stadt Bocholt, ruft nun weitere Personen zur Teilnahme am Gesundheitsprogramm auf. „Wir haben noch Plätze frei und freuen uns über Interessenten. Voraussetzung zur Teilnahme ist das Ausfüllen des Fragebogens mit Angaben zum Fitness-Zustand und dem Bewegungsverhalten. Wir werden vielleicht nicht alle Interessenten nehmen können und müssten dann die auswählen, für die ein „Neustart für mehr Bewegung und Gesundheit besonders wichtig erscheint.“ 

Infomaterial zur Aktion

Infomaterial und Anmeldebögen sind zu erhalten bei Richard Förg vom Fachbereich Soziales; Tel. 953-522; E-Mail: richard.foerg@bocholt.de. Für die Anmeldung sind kurze Angaben zum bisherigen Sporttreiben und zur Einschätzung des eigenen Fitnesstands erforderlich.

Check-Up und los! – Bild 1

Auf geht’s! Abdulkadir und Eda Kis sowie Nalan Yurdakul (v.l.n.r.) freuen sich auf den Check-Up und das Gesundheitsprogramm und wollen fit ins Alter kommen – Foto: Bruno Wansing

Check-Up und los! – Bild 2

Nina Kremer, Leiterin des Geschäftsbereichs Senioren im Fachbereich Soziales der Stadt Bocholt, Richard Förg von der Stabstelle des Fachbereichs Soziales gemeinsam mit Nalan Yurdakul, Abdulkadir und Eda Kis (v.l.n.r.) – Foto: Bruno Wansing

Quelle: Stadt Bocholt

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