Grenzüberschreitende Partnerbörse für Betriebe und Wissenschaftler mit 1,18 Millionen Euro gefördert

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Der offizielle Startschuss für den Aufbau einer digitalen Plattform zur Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen in der deutsch-niederländischen Grenzregion TECH.LAND ist gefallen. Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte heute (20. Mai) in Münster den Förderbescheid für das Projekt mit dem Titel „Interaktive Wissens- und Technologieräume“. Die Plattform wird mit 1,18 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE.NRW) gefördert und ist nach Angaben der IHK Nord Westfalen das erste deutsch-niederländische EFRE-Projekt überhaupt. Das gesamte Projektvolumen beläuft sich auf 1,49 Millionen Euro.
Der Aufbau der Plattform läuft unter Federführung der IHK. Projektpartner sind die FH Münster und die Universität Münster sowie auf niederländischer Seite die Wirtschaftsförderungseinrichtungen Twente Board und Oost NL. „Wir wollen transparent machen, wer woran forscht oder arbeitet, wer was liefern kann und wer mit welchen internationalen Beziehungen helfen kann“, erläutert Sebastian van Deel. Der Leiter des Geschäftsbereichs Digitalisierung, Industrie und International der IHK Nord Westfalen, der den Förderbescheid entgegennahm, untermauert die „Notwendigkeit, Transparenz herzustellen“. Nur so lasse sich das vorhandene Potenzial für neue Geschäftsbeziehungen wie auch für Innovationen und Wertschöpfung in der Region vollständig nutzen.
Bislang sind Wirtschafts- und Wissenschaftsdaten beiderseits der Grenze laut van Deel „nur schwer zugänglich, erst recht für kleine und mittelständische Unternehmen“. Sein Ziel ist „eine Art Partnerbörse“ für Unternehmen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen, die möglichst einfach zu bedienen ist. Die Online-Plattform soll mehrsprachig angelegt werden und strukturierte Daten bereitstellen. Geplant sind sowohl ein öffentlicher Informationsbereich als auch ein geschützter Bereich für individualisierte Empfehlungen. „Künstliche Intelligenz ermöglicht dabei eine automatisierte und gezielte Vernetzung“, verrät van Deel. Die Unternehmen sollen so personalisierte Partnervorschläge erhalten, die auf ihrem individuellen Bedarf basieren.
Das Projekt ist eingebettet in die deutsch-niederländische TECH.LAND-Initiative, in der sich insgesamt 23 Partnereinrichtungen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region auf der deutschen sowie aus den Provinzen Gelderland und Overijssel auf der niederländischen Seite zusammengeschlossen haben. „Der Aufbau der digitalen Plattform ist ein zentraler Baustein, um TECH.LAND zu einer der am besten vernetzten Innovationsregionen Europas zu machen“, betont van Deel. Auch inhaltlich orientiert sich das Projekt an TECH.LAND. Schwerpunkte der Plattform bilden die Themen: Energie und Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und Recycling, Advanced Manufacturing und Robotik sowie Gesundheit und Medizintechnik.
TECH.LAND ist eine Initiative von 23 niederländischen und deutschen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Unter dem Dach der Initiative bündeln die Partner die Technologiekompetenzen beiderseits der Grenze und machen sie für Unternehmen sowie für internationale Investoren sicht- und nutzbar. TECH.LAND umfasst das Münsterland und die Emscher-Lippe-Region auf deutscher Seite sowie die Provinzen Gelderland und Overijssel auf niederländischer. Das Leitmotiv der Initiative lautet „Transforming borders into connections“.
