Januar 27, 2023

Grüne fordern neue Planungen für Supermarkt in Lowick

Die Bocholter Grünen haben es sich anders überlegt. Ihrer Meinung nach sollte auf den bereits beschlossenen Neubau des Edeka-Marktes an der Werther Straße in Lowick verzichtet und stattdessen rund 200 Meter weiter auf dem Gelände der Volksbank-Filiale ein komplett neues Gebäude für einen Supermarkt errichtet werden. Grund für die Sinneswandel: Die Fraktion glaubt nicht nur, dass der Alternativstandort besser ist, sie fühlt sich zudem von der Verwaltung nich ausreichend genug informiert.

Der Standort an der Volksbank böte deutlich mehr Vorteile, heißt es in einem Antrag an den Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr. Zum einen müsse ein wertvolle Streuobstwiese nicht für den Bau eines Parkplatzes in Anspruch genommen werden. „Es wäre ein fatales Zeichen für den Klima- Umwelt- und Naturschutz in Bocholt, sollte hier eine ökologische Ausgleichsfläche überplant werden, obwohl es eine deutlich bessere Alternative gibt“, so Grünen-Sprecherin Monika Ludwig.


Zudem ist nach Ansicht der Grünen die Verkehrssituation auf Höhe des Altstandortes schon jetzt prekär. „Auch bei der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Bocholt, ist die enge und unübersichtliche Verkehrssituation beanstandet worden“, heißt es zur Begründung.

Weiterhin sei der Schutz der Anwohner*innen vor Belästigung am Alternativstandort deutlich höher als am Altstandort, schon allein durch die enge Bebauung am dort. Der Standort Volksbank sei zudem seit 2018 im Einzelhandelskonzept aufgeführt. Auch gehöre der er an zu 100 Prozent1 zum Allgemeinen Siedlungsbereich, was bei dem Altstandort nicht der Fall sei. 

„Uns ist bewusst, dass schon viel Zeit und Geld in die Planungen am Altstandort investiert worden ist. Die Planungen befinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium und solange der Bebauungsplan nicht verabschiedet ist, kann er noch geändert werden. Bei der erheblich geänderten Faktenlage zu dieser Maßnahme, muss eine Ruhestellung oder eine Aufgabe der Planungen zum Altstandort erwogen werden, so die Grünen.

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  1. Tja, was denken die Grünen sich denn auch? Ist doch klar, dass die Informationen die der Verwaltung oder dessen Chef nicht passen auch nicht mitgeteilt werden, schliesslich kann man dann sicher gehen die eigene präferierte Lösung durchzusetzten. Oder was gibt es sonst für eine Erklärung für diese Vorgehensweise?

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