Grundstein für das Ergänzungsgebäude des Kreishauses gelegt

Grundstein für das Ergänzungsgebäude des Kreishauses gelegt
Regio

Das künftige Ergänzungsgebäude am Kreishaus in Borken nimmt allmählich Form und Gestalt an. Das überrascht auch nicht, denn die Rohbauarbeiten haben bereits im Juli dieses Jahres begonnen. Jetzt stand für den Auftraggeber Kreisverwaltung, das Architektenbüro SSP aus Bochum und das ausführende Bauunternehmen Schweers aus Borken die Grundsteinlegung auf dem Programm. Landrat Dr. Kai Zwicker, der trotz noch andauernder Genesungsphase diese Aufgabe übernommen hatte, konnte dazu auch Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und die Mitglieder der Planungsbegleitgruppe des Kreistages willkommen heißen.Vor Beginn dieses traditionellen Aktes wies der Landrat auf die intensive Vorbereitung des Bauvorhabens hin: Nach rund einjähriger Planungszeit hatte der Kreistag am 5. Juli 2018 einstimmig den Bau auf der Basis einer qualifizierten Vorentwurfsplanung beschlossen. Eine vom Kreistag eingesetzte Planungsbegleitgruppe bestehend aus Mitgliedern der Fraktionen und Gruppen des Kreistags begleitet seither den Umsetzungsprozess.
Aufnehmen wird das neue Gebäude künftig die neue Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie rund 60 weitere Büro- und Besprechungsräume. Unweit davon entsteht zudem eine Fahrzeughalle mit einer Grundfläche von 240 qm.
Dr. Zwicker betonte, der Neubau sei zwingend erforderlich. Die Kreisverwaltung brauche mehr Platz, weil ihr Aufgabenspektrum deutlich gewachsen sei: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Stellen um mehr als 100 auf insgesamt knapp 950 angestiegen. Auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist dabei kontinuierlich gewachsen. Personell stark ausgeweitet werden mussten vor allem der Ausländer- und der Sozialbereich. Zudem hat sich die Zahl der Auszubildenden verdreifacht. Hinzu kommt die Besonderheit Kreisleitstelle. Deren Einsatzzahlen haben sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt. Daher musste auch dort das Personal deutlich aufgestockt werden.
Der Ergänzungsgebäude hat eine Grundfläche von 4.850 qm. Aufgeteilt ist es auf drei Bürogeschosse und den Bereich der Leitstelle und der Technikzentrale. Kosten wird die Baumaßnahme rund 21,8 Mio. Euro, davon 0,4 Mio. Euro für die Fahrzeughalle. Der Kreis erwartet im Gegenzug rund 4,7 Mio. Euro an Fördergeldern. Die Kosten für die Leitstelle inkl. Technik belaufen sich überdies auf rund 3,2 Mio. Euro. Refinanziert wird dieser Teil soweit möglich über die Rettungsdienstgebühren.
Landrat Dr. Zwicker dankte allen an der Entscheidung, Planung und Durchführung des Bauvorhabens Beteiligten für ihr Engagement und schloss mit den Worten: „Möge der Bau mit Gottes Hilfe unfallfrei errichtet werden und seinen zukünftigen Nutzern Glück bringen!”
Zum Hintergrund:
Bereits vergebene Leistungsverzeichnisse:
Vorbereitende Arbeiten: Firma Bogenstahl, Legden
Rohbauarbeiten: Firma Schweers, Borken
Blitzschutzarbeiten: Firma Mauermann, Paderborn
Terminschiene:
Vorbereitende Arbeiten: Februar – Juli 2019
Beginn Rohbauarbeiten: Juli 2019
gepl. Fertigstellung des Ergänzungsgebäudes einschl. Fahrzeughalle: Ende 2021
Budget:
21.4 Mio. Hauptgebäude, 0,4 Mio. Fahrzeughalle
Bauvolumen:
Brutto-Grundfläche Ergänzungsgebäude ca. 4.850 m²
Brutto-Rauminhalt Ergänzungsgebäude ca. 18.000 m³
Aufgeteilt auf drei Bürogeschosse + Leitstelle und Technikzentrale
Brutto-Grundfläche Fahrzeughalle ca. 240 m²
Brutto-Rauminhalt Fahrzeughalle ca. 1.300 m³
Aufgeteilt auf drei Garagen sowie Technikbereich für den Notstromdiesel

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