Regionales Wirtschaft

„Heimat shoppen“ setzt auch auf KI im Handel

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Wie lassen sich Innenstädte stärken und lokale Angebote besser sichtbar machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Netzwerkveranstaltung „Heimat shoppen“ bei der IHK Nord Westfalen in Münster. Eine Antwort darauf ist der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz. Sie soll Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam machen, was die Städte zu bieten haben. Wie attraktiv sie sind, wird auch bei den bundesweiten „Heimat shoppen“-Aktionstagen deutlich werden. Sie finden diesmal am 11. und 12. September statt – mit einer Besonderheit im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region: Hier soll der gesamte Monat im Zeichen der Kampagne für attraktive Innenstädte stehen. Bisher beteiligen sich 1.900 Unternehmen in 49 Städten, Gemeinden und Ortsteilen.

Vertreterinnen und Vertreter aus Werbegemeinschaften und Wirtschaftsförderungen sowie aus dem Citymanagement und dem Stadtmarketing trafen sich, um die Aktionstage vorzubereiten. „Unsere Innenstädte stehen unter großem Veränderungsdruck. Umso wichtiger ist es, dass wir die lokalen Akteure zusammenbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, betonte Christoph Berger, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses. Sein Modehaus ebbers in Warendorf ist auch in diesem Jahr wieder ein „Heimat Shop“. Er sieht in der Künstlichen Intelligenz gerade für kleinere Händler und lokale Initiativen große Chancen, „um im digitalen Wettbewerb besser wahrgenommen zu werden und gezielt neue Kundengruppen anzusprechen“. Beim Modehaus ebbers in Warendorf zeige sich, wie KI im stationären Handel konkret Nutzen stiftet: „Algorithmen unterstützen Warenplatzierung und Preisgestaltung, damit Entscheidungen weniger aus dem Bauch heraus und stärker auf Basis von Daten getroffen werden.“

Vertieft wurde das Thema durch Miriam Sauerborn, Expertin für Onlinemarketing aus Bonn. Sie lieferte praktische Tipps, wie KI zu mehr Sichtbarkeit verhilft. „KI ist im Handel kein Ersatz für Strategie oder Persönlichkeit, aber ein enormer Beschleuniger für Ideen, Struktur und Umsetzung“, unterstrich sie. „Den Unterschied macht am Ende immer der Mensch.“

Außerdem ging es beim Netzwerktreffen um erste Pläne für Aktionen im September. „Heimat shoppen lebt vom Engagement vor Ort. Die besten Ideen entstehen im Austausch zwischen Kommunen, Handel und Stadtmarketing“, erklärte IHK-Projektleiterin Lena Majnaric. „Heimat shoppen“ biete eine Plattform, um das Bewusstsein für die Rolle des lokalen Einzelhandels, der Gastronomie und der Dienstleister für lebendige Innenstädte zu stärken. „Die Unternehmen sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze und prägen die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden maßgeblich.“ Damit sei „Heimat shoppen“ mehr als eine Aktion, sondern vielmehr eine Haltung. „Wer vor Ort einkauft, stärkt bewusst die eigene Stadt und trägt dazu bei“, so Majnaric.

Die Aktionstage bilden den Höhepunkt der Kampagne. Sie bieten den Betrieben die Möglichkeit, ihre Vielfalt, Servicequalität und Innovationskraft sichtbar zu machen und gleichzeitig den Dialog mit den Kundinnen und Kunden zu stärken.

Foto: Die Innenstädte sichtbarer machen: Wie KI dabei helfen kann, darüber sprachen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Heimat shoppen“-Aktionstage, darunter Christoph Berger (7.v.r.), Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses, IHK-Handelsexperte Jens von Lengerke (3.v.r.), IHK-Projektleiterin Lena Majnaric (l.), Philipp Böckmann (5.v.r.) vom Handelsverband Westfalen-Münsterland, und KI-Expertin Miriam Sauerborn (4.v.r.). Foto: Reitz/IHK

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