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Hoverboards im öffentlichen Straßenverkehr? Die Polizei sagt: Besser nicht!

Hoverboards im öffentlichen Straßenverkehr? Die Polizei sagt: Besser nicht!
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Kreis Borken (ots) – (fr) Am Montag befuhren zwei Kinder in

Begleitung ihrer zu Fuß gehenden Mutter gegen 16.35 Uhr mit

Hoverboards die Krechtinger Straße in Rhede, wo sie durch

Polizeibeamte kontrolliert wurden. Da die Hoverboards eine

Geschwindigkeit von mehr als 6 km/h aufwiesen, stellte die Benutzung

eine Straftat dar, sodass die Mutter nun mit einem Strafverfahren zu

rechnen hat.

Nachfolgend einige Informationen zu dem Thema:

Was ist überhaupt ein “Hoverboard”?

Es handelt sich bei einem “Hoverboard” oder auch “Hyerboard” um

ein elektrisch angetriebenes zweirädriges und zugleich zweispuriges

Board. Der Benutzer steht freihändig auf einer zwischen den Rädern

befindlichen Trittfläche, wobei dieser durch Gewichtsverlagerung das

Board beschleunigt, bremst und lenkt.

Rechtliche Einordnung:

Nach Herstellerangaben erreichen die elektrisch angetriebenen

Boards oft eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6

km/h. Rechtlich gelten sie dann als Kraftfahrzeuge, unterliegen den

Vorschriften der “Fahrzeug-Zulassungsverordnung”, der

“Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung”, dem Pflichtversicherungs-,

Fahrerlaubnis- und Steuerecht.

Aufgrund nicht vorhandener Bremsen, Beleuchtung und einer

fehlenden Lenkeinrichtung können “Hoverboard” keine

“Straßenzulassung” erhalten.

Folge: Ein Hoverboard mit einer bauartbedingten

Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h darf im öffentlichen

Verkehrsraum nicht genutzt werden! Auf die gefahrene Geschwindigkeit

kommt es dabei nicht an.

Was ist noch zu beachten?

Nach dem Pflichtversicherungsrecht müsste für zulassungspflichtige

Kraftfahrzeuge (also auch für Hoverboards, die schneller als 6 km/h

fahren können) ein gültiger Haftpflichtversicherungsvertrag bestehen.

Eine derartige Versicherung wird jedoch seitens der Versicherer

bislang nicht angeboten. Bei einem möglichen Unfallschaden verweigert

die private Haftpflichtversicherung generell eine

Schadensregulierung, da dieser durch ein Kraftfahrzeug verursacht

wurde. Wird das “Hoverboard” ohne eine gültige

Kraftfahrzeugversicherung im öffentlichen Straßenverkehr geführt,

begeht der Fahrer oder auch derjeinige, der den Gebrauch des

Fahrzeugs gestattet, eine Straftat.

Im öffentlichen Straßenverkehr benötigt der Nutzer eines mehr als

6 km/h schnellen Hoverboards eine Fahrerlaubnis, der sogenannten

Motorradklassen oder der Klasse “B”. Ist die erforderliche

Fahrerlaubnis nicht vorhanden, begeht der Nutzer und auch der

Fahrzeughalter eine Straftat gem. § 21 I Nr. 1 Straßenverkehrsgesetz

(StVG).

Die Nutzung eines nicht zugelassenen “Hoverboards” im öffentlichen

Straßenverkehr kann zudem zu steuerrechtlichen Forderungen führen.

Die Polizei rät:

1. Nutzen Sie “Hoverboards” nur auf Privatgrundstücken bzw. lassen

Sie dort nur eine Nutzung zu!

2. Beugen Sie schweren Verletzungen durch das Tragen einer

Schutzkleidung / eines Helms vor!

3. Beachten Sie die Produktbeschreibung des Herstellers!

4. Infomieren Sie sich vor dem Kauf eines “Hoverboards” über die

verkehrsrechtlichen Bestimmungen!

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