November 29, 2021

Immer mehr Unionspolitiker wollen Wüst als Ministerpräsidenten

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Von BERTHOLD BLESENKEMPER

Das Münsterland hat er schon so gut wie auf seiner Seite. Nach der Bocholter CDU und zahlreichen Bürgermeistern sowie Landräten in der Region hat sich jetzt mit Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in Rheine erstmals auch ein Spitzenpolitiker der Union in NRW klar für den Rheder Hendrik Wüst als neuen Ministerpräsidenten des Landes und damit Nachfolger von Armin Laschet ausgesprochen. Damit steigen die Chancen des Verkehrsministers, den nach Berlin wechselnden Parteivorsitzenden beim Landesparteitag am 23. Oktober in Bielefeld zu beerben. Innenminister Herbert Reul und Bauministerin Ina Scharrenbach gelten als schärfste Konkurrenten. Die beiden haben jedoch das Manko, kein Landtagsmandat zu haben und laut Verfassung nicht Regierungschef in Düsseldorf werden zu können.

Derzeit wird viel spekuliert. Der einzige, der da nicht mitmacht, ist Wüst selbst. Schlau von ihm, wie auch der Spiegel meint, der heute einen Artikel über den Verkehrsminister mit dem Titel „Der Pfiffikus“ überschrieben hat. Der Verkehrsminister gebe sich als hipper Newcomer, obwohl er den Machtbetrieb am Rhein bestens kenne. Der Rheder war schließlich schon mal Generalsekretär der NRW-CDU. Das war von 2006 bis 2010. Dann übernahm er in der Affäre um Schreiben der NRW-CDU, in denen verschiedenen Sponsoren Gesprächstermine mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gegen Bezahlung angeboten wurden, die politische Verantwortung uns trat zurück. Manche Parteifreunde haben das nicht vergessen.

Auf der anderen Seite hat Hendrik Wüst einen gewaltigen Vorteil. Mit 46 Jahren zählt er zum Nachwuchs innerhalb der Partei und steht damit für einen Generationswechsel. Den propagiert derzeit mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lautstark ein anderer CDU-Spitzenmann aus dem Westmünsterland. Schon wird gemutmaßt, dass auch er sich Chancen ausrechnet Armin Laschet zu beerben – und zwar für den Fall, dass der auch in Berlin scheitert und dann als Bundesvorsitzender der Union zurücktritt.

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