Innovative Behandlungsmethode erfolgreich bei ukrainischem Soldaten angewandt



Bocholt. Mit einer bemerkenswerten medizinischen Leistung setzten der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie im St. Agnes-Hospital Bocholt, Dr. Bernd Hinkenjann, sowie der Leitende Oberarzt Dr. Markus Mischo eine innovative Behandlungsmethode zur Wiederherstellung eines ukrainischen Soldaten nach schweren Kriegsverletzungen ein. Dieser erlitt bei einem Angriff im Donezk-Gebiet Verletzungen, die zu einer langstreckigen Defektfraktur seines rechten Unterschenkels führten. 

Die Anfangsversorgung des Patienten erfolgte im Militärkrankenhaus in Kramatorsk, wo zunächst die Arterie durch Abbinden mit einem Faden verschlossen und eine spezielle Vorrichtung zur Stabilisierung der Knochen angebracht wurde. Anschließend erfolgte eine umfassende Untersuchung sowie Evaluierung der Verletzungen sowie die Verlegung nach Deutschland für den komplizierten Eingriff. Die Verletzungen des ukrainischen Soldaten, die durch einen Angriff mit einer russischen Drohne verursacht wurden, beinhalteten Knochenbrüche und erhebliche Gewebeschäden am rechten Unterschenkel. „Unter Berücksichtigung der Art und des Ausmaßes der Verletzungen sowie des zerstörten Gewebes haben wir gemeinsam im Team die Behandlung sorgfältig geplant und uns letztlich für die sogenannte „MACIS“-Methode entschieden. Sie besteht aus einer Kombination verschiedener chirurgischer Techniken“, erläutert Dr. Bernd Hinkenjann den ungewöhnlichen Fall.

„Dieser Fall bestärkt uns darin, mutige, neue Wege zu gehen und unterstreicht mit seinem hervorragenden Ergebnis die Bedeutung von Innovationen in der medizinischen Versorgung.“

Dr. Bernd Hinkenjann, Chefarzt

Die „MACIS“-Methode, bei der eine spezielle Vorrichtung namens „Cage“ verwendet wird, zeigte sich als vielversprechende Option zur Wiederherstellung des Knochens. Durch die Entnahme von Knochenmark aus einem anderen Teil des Körpers konnte der Knochenbruch repariert und stabilisiert werden. Diese innovative Methode ermöglichte eine schnelle Heilung der Weichteile und bot dem Patienten die Chance, bereits nach kurzer Zeit wieder mit dem Belastungsaufbau zu beginnen.

„Dieser Fall bestärkt uns darin, mutige, neue Wege zu gehen und unterstreicht mit seinem hervorragenden Ergebnis die Bedeutung von Innovationen in der medizinischen Versorgung“, ergänzt Hinkenjann. 

Der Leitende Oberarzt Dr. Markus Mischo operierte gemeinsam mit Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann in diesem ungewöhnlichen Fall. Zufrieden darüber, die Lebensqualität des Patienten auf einem sehr hohen Niveau wieder hergestellt zu haben ergänzt er: „Die „MACIS“-Methode zeigt auch, wie wir mit fortschrittlichen Techniken und multidisziplinärem Fachwissen das Leben und die Mobilität von Menschen nach schweren Verletzungen verbessern können.“

Die Erfolgsgeschichte des ukrainischen Soldaten ist ein beeindruckendes Beispiel für den Einsatz modernster medizinischer Techniken und das Engagement des Personals, das multidisziplinär zusammenarbeitet und kontinuierlich danach strebt, die Genesung und Rehabilitation der Patientinnen und Patienten zu fördern. 

 

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie

  • Bocholt

Quelle: Klinikum Westmünsterland

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