Jährliches Treffen der Jugendverbände auf Kreisebene

Kreis Borken. Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Jugendverbände und -vereine aus dem Kreis Borken, die über einen entsprechenden Kreis- beziehungsweise Bezirksvorstand verfügen, haben sich jetzt im Kreishaus in Borken getroffen. Dieses Treffen findet jährlich statt, um einen regelmäßigen Austausch zwischen den Akteuren der Jugendverbandsarbeit zu ermöglichen. Das Kreisjugendamt Borken unterstützt die Verbände und Vereine finanziell und steht ihnen auch bei fachlichen Fragen beratend zur Seite. “Die Jugendverbandsarbeit im Kreis Borken ist fast ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient unsere Anerkennung und Unterstützung”, betonte Ute Isferding, Leiterin der Kinder- und Jugendförderung beim Kreis Borken.
Die Jugendverbandsarbeit sei seit geraumer Zeit im Umbruch und nehme die veränderten Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen deutlich wahr, stellten die Vertreterinnen und Vertreter aus der Kinder- und Jugendarbeit bei ihrer Besprechung fest. Faktoren wie die Digitalisierung, aber auch beispielsweise der flächendeckende Ausbau der Ganztagsangebote stellen die Arbeit der Jugendverbände und -vereine im Kreis Borken vor neue Herausforderungen. Während des Treffens wurde deutlich, dass Jugendliche immer weniger Zeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Zudem müssen Gruppenstunden weiter in den Abendbereich oder in die Wochenenden verlagert werden. Schule nehme einen großen Stellenwert bei den Jugendlichen ein. Der damit verbundene Zeit- und Leistungsdruck lasse die Anforderungen an die Jugendlichen deutlich steigen, so der Tenor der Runde.

Auch die Digitalisierung stelle eine große Veränderung dar. Das Smartphone – oft ständiger Begleiter der Jugendlichen – werde für die Kommunikation mit den jungen Erwachsenen auch im Bereich der Vereins- und Verbandsarbeit immer stärker genutzt. Für die Durchführung der eigentlichen Vereins- beziehungsweise Verbandsangebote seien mittlerweile klare Regeln im Umgang mit dem Handy unerlässlich.
Insgesamt waren sich die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer einig, dass die Jugendverbandsarbeit –insbesondere durch die Veränderung der Schullandschaft und der damit verbundenen zeitlichen Auslastung der jungen Menschen – derzeit einem deutlichen Wandel unterliege. Je nachdem in welchem Bereich der Jugendverband inhaltlich unterwegs sei, bieten sich Möglichkeiten an, mit den Schulen beziehungsweise den Ganztagsangeboten zu kooperieren – in Form regelmäßiger, aber durchaus auch punktueller Angebote wie zum Beispiel zu Projekt- oder Präventionstagen.
Im Vordergrund stehe nach wie vor jedoch die eigene Vereins- und Verbandsarbeit außerhalb von Schule. Jugendverbandsarbeit biete Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren und schaffe für sie eigene Erfahrungsräume. “Politik und Gesellschaft müssen Bedingungen schaffen, unter denen Jugendliche und junge Erwachsene die Herausforderungen meistern können, die mit der Lebensphase Jugend verbunden sind”, merkte die Abteilungsleiterin für Kinder- und Jugendförderung an. “Gerade durch ehrenamtliches Engagement können junge Menschen erleben, dass ihr Handeln bedeutsam ist”, ergänzte sie.
Neben den inhaltlichen Aspekten wurden auch die Fördermodalitäten des Kinder- und Jugendförderplanes des Kreises Borken und des Landes Nordrhein-Westfalen vorgestellt sowie auf weitergehende Förderprogramme hingewiesen. Die Fachabteilung Kinder- und Jugendförderung bietet Beratung und Unterstützung bei Fragen zu Fördermöglichkeiten sowie zu rechtlichen Themen in der Kinder- und Jugendarbeit an. Mehr Informationen zur Kinder- und Jugendförderung gibt es unter www.kreis-borken.de/kinder-und-jugendfoerderung.

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