Jahresabschluss der ver.di-Seniorinnen und Senioren mit Bürgermeister Mangen

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Rund 60 Mitglieder der Gewerkschaft ver.di trafen sich am Donnerstagnachmittag (18. Dezember) im Gasthaus „Zur Glocke“ zum Jahresabschluss der Seniorinnen und Senioren. Besonders erfreulich war die Teilnahme des neuen Bocholter Bürgermeisters Christian Mangen, der eigens einen anderen Termin absagte, um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Seniorenbeauftragte von ver.di, Bärbel Sauer, eröffnete den Nachmittag mit einer kraftvollen Begrüßung. Sie hob hervor, wie wichtig es ist, auch im Alter ein würdiges Leben führen zu können, die Miete bezahlen, Einkäufe erledigen und sich frei bewegen zu können, ohne jeden Cent umdrehen zu müssen. Dabei machte sie deutlich, dass die Gewerkschaft weiterhin für die Interessen der Seniorinnen und Senioren eintritt und dass ihre Stimmen gesellschaftlich und politisch unverzichtbar sind.

Anita Lohberg stellte den Fragebogen zur Themenabfrage 2026 vor und motivierte die Anwesenden, ihre Prioritäten einzutragen. Sie erläuterte, wie die Seniorinnen und Senioren die Arbeit der Gewerkschaft aktiv mitgestalten können. Die Auswertung zeigte, dass besonders Mobilität im Alter, Steuern im Ruhestand, Rente und Rentenpolitik, Pflegegeld und Pflegegrade sowie Wohnen im Alter im Fokus stehen und als Schwerpunkte für die ver.di-Seniorenarbeit 2026 dienen.

Bürgermeister Christian Mangen würdigte das langjährige Engagement der Seniorinnen und Senioren beruflich, gesellschaftlich und gewerkschaftlich. Er betonte die Bedeutung älterer Menschen als gestaltende Stimmen und politische Mahner, stellte Maßnahmen der Stadt für seniorengerechtes Wohnen, barrierefreie Infrastruktur und altersgerechte Freizeitangebote vor und machte deutlich, dass die Seniorinnen und Senioren eine wichtige Rolle in Bocholt spielen. Dabei begrüßte er jedes Mitglied persönlich per Handschlag, was von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aufgenommen wurde und die Wertschätzung für ihr Engagement unterstrich.

Zum Thema Mobilität informierte Rainer Sauer, ehemaliger ver.di-Gewerkschaftssekretär im Ruhrgebiet, der dort in Essen, Mülheim und Oberhausen für den Nahverkehr zuständig war. Er lobte die Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Düsseldorf, plädierte für eine durchgehende Verbindung von Bocholt Richtung Münster und wies kritisch auf die Einschränkungen durch Baumaßnahmen an der Betuwe-Bahn hin. Besonders betonte er die Notwendigkeit, den öffentlichen Personennahverkehr in Bocholt am Wochenende auszubauen, um die Mobilität älterer Menschen sicherzustellen, sowie die Bedeutung barrierefreier Verkehrsmittel.

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