Kämmerin kalkuliert mit Liquiditätsverlust von 12,365 Millionen Euro



Die städtischen Finanzen – oft ein Reizthema in Politik und Verwaltung, oft eng, oft angespannt, auf jeden Fall immer in der Diskussion. Umso wichtiger ist die Information für die Bürgerinnen und Bürger, in diesem Fall für die Unternehmen. Am Dienstag Abend lud die Wirtschaftsförderung mit Unterstützung der IHK Nord Westfalen interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer zu einem Informationsabend zum städtischen Haushalt 2023 in die IHK-Geschäftsstelle Bocholt ein.

Ludger Dieckhues, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft und Sven Wolf, IHK Geschäftsbereichsleiter Unternehmensförderung und Leiter des IHK-Standortes Westmünsterland, war es wichtig den Bocholter Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und Branche mit diesem Informationsangebot die Gelegenheit zu bieten, sich aus erster Hand über die finanzielle Situation des städtischen Haushalts zu informieren und Kontakte mit anderen Unternehmen bzw. Vertretern der Stadtverwaltung zu knüpfen. Rund 30 Unternehmer und Unternehmerinnen aus Bocholt waren diesem Aufruf gefolgt. „Es ist schön zu sehen, dass dieser Austausch von beiden Seiten gerne angenommen wird“, freut sich Sven Wolf über das rege Interesse. „Dies sei auch wichtig und richtig, denn immerhin hätten die Bocholter Unternehmen im vergangenen Jahr über Gewerbesteuerzahlungen gut 70 Millionen Euro zum städtischen Haushalt beigesteuert“, so Wolf weiter.

Jennifer Schlaghecken stellte den interessierten Zuhörern den Haushalt 2022 und Planzahlen für 2023 vor. Unter dem Motto „Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.“ (Goethe) gliederte Jennifer Schlaghecken ihren Vortrag in drei Schwerpunkte: 1. Rückblick auf den Jahresabschluss 2021, 2. Haushaltsplanung 2023 sowie 3. Neuausrichtung der Finanzen. Zum Thema Neuausrichtung der Finanzen schilderte die Stadtkämmerin, welche Instrumente und Maßnahmen sie mit ihrem Team bereits auf den Weg gebracht hat. Hier waren die Schlagworte Neuausrichtung des Schuldendeckel sowie erste Erfolge bei der Neuausrichtung wie z.B. ein aktives Liquiditätsmanagement, Akquirierung und Koordinierung zusätzlicher Fördermittel.

Erste Zahlen für 2023 sehen einen Liquiditätsverlust von 12,365 Millionen Euro vor. Dies begründet Jennifer Schlaghecken u.a. mit steigenden Ausgaben für Investitionen für Kindergärten und Schulen, Flüchtlingskrise sowie der zentralen Finanzwirtschaft (z.B. steigende Zinsen und sinkende Schlüsselzuweisungen).

Im Anschluss an den Vortrag wurde angeregt diskutiert. Dabei beantworteten die Stadtkämmerin und der Bürgermeister weitere Fragen. Thomas Kerkhoff lobte die Veranstaltung. „Es ist nicht nur auf Zahlen geblickt worden, sondern Jennifer Schlaghecken hat mit uns zusammen über den Tellerrand hinausgeblickt. Hierbei ist noch einmal deutlich geworden, dass wir unseren starken Mittelstand weiter fördern und die Stadt attraktiv halten müssen, um in Zukunft weiter positiv bestehen zu können. Gute Instrumente dafür haben wir bekommen. Jetzt müssen wir an die Umsetzung gehen“.

Foto: Thomas Kerkhoff, Bürgermeister Stadt Bocholt; Ludger Dieckhues, Wirtschaftsförderung Bocholt; Jennifer Schlaghecken, Stadtkämmerin und Sven Wolf, IHK Nord Westfalen und begrüßen die Bocholter Unternehmer zur Haushaltsvorstellung 2023. Aufnahme: Wirtschaftsförderung Bocholt

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