Katholische Kindergärten werden in Bocholt in der Liudger-Kitas gGmbh gebündelt

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Das Bistum Münster wird zum 1. August dieses Jahres eine Holding für die katholischen Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) in der Diözese gründen. In dieser Dachorganisation werden die drei Kita gGmbHs angesiedelt werden, die ab dem 1. Juli und bis zum 30. September 2026 etabliert werden. Aktuell befinden sich die 664 TEK noch in Trägerschaft von 163 Kirchengemeinden. Durch die neuen Strukturen soll insbesondere die inhaltliche Profilierung der TEK weiter vorangetrieben werden. Zudem sollen Synergien besser genutzt und Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden entlastet werden.
Auch reagiert das Bistum mit diesen strukturellen und organisatorischen Veränderungen unter anderem darauf, dass das Kinderbildungsgesetz (KibiZ) in Nordrhein-Westfalen strukturell unterfinanziert ist. Aktuell arbeiten in den katholischen Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Münster rund 9.500 Erzieherinnen und Erzieher. Sie betreuen etwa 45.000 Kinder. Das Bistum unterstützt dieses Engagement jährlich mit rund 40 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln. Hinzu kommen Verwaltungsdienstleistungen vielfältiger Art.
Das Bistum Münster richtet zum 1. August eine Holding für seine katholischen Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) ein, um die Trägerschaft neu zu organisieren und die Profilierung der Kitas zu stärken. Drei gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) werden ab 1. Juli schrittweise bis 30. September 2026 etabliert, um die 664 bisher von 163 Kirchengemeinden getragenen Einrichtungen zu bündeln. Dies soll Synergien fördern, Ehrenamtliche entlasten und auf die Unterfinanzierung des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen reagieren. Parallel entstehen ab 2027 sieben neue Kirchengemeindeverbände zur Professionalisierung der Verwaltungsstrukturen.
Das Bistum Münster gründet zum 1. August eine Dachorganisation, die künftig die gesamte Trägerschaft der katholischen Kindertageseinrichtungen (TEK) in der Diözese übernehmen wird. Dabei werden drei gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) geschaffen, deren Gründung zwischen dem 1. Juli und dem 30. September 2026 erfolgt. Aktuell befinden sich die 664 Kindertageseinrichtungen unter der Verantwortung von insgesamt 163 Kirchengemeinden. Die neue Struktur zielt darauf ab, die pastorale Ausrichtung der Einrichtungen weiter zu schärfen, Verwaltungsvorteile besser zu nutzen und das Ehrenamt in den Gemeinden zu entlasten.
Diese Umgestaltung ist auch eine Antwort auf die strukturelle Unterfinanzierung des nordrhein-westfälischen Kinderbildungsgesetzes (KibiZ). Zurzeit beschäftigen die katholischen TEK im Bistum rund 9.500 Erzieherinnen und Erzieher, die etwa 45.000 Kinder betreuen. Das Bistum unterstützt diesen Bereich jährlich mit rund 40 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln, ergänzt durch diverse Verwaltungsdienste. Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers erklärt zur Entscheidung: „Schon die Entscheidung vom vergangenen Herbst, drei gGmbHs zu gründen, die die Trägerschaften über die Kindertageseinrichtungen übernehmen werden, war darin motiviert, möglichst viele katholische Kindertageseinrichtungen in unserem Bistum als Lebensorte des Glaubens zu erhalten und weiter zu profilieren.“
Die künftige Holding soll Aufgaben übernehmen, die bislang auf verschiedene Abteilungen des Bischöflichen Generalvikariats verteilt sind. Welcher Verantwortungsbereich genau übertragen wird, wird in einem bis zum Herbst laufenden Beteiligungsprozess mit der Mitarbeitervertretung der Bistumsverwaltung festgelegt. Die Namen der neuen gGmbHs wurden bereits bestimmt: Die Einrichtungen am Niederrhein werden „Willibrord Kitas“ heißen, im Westmünsterland firmieren sie als „Liudger Kitas“ und im östlichen Münsterland als „Ida Kitas“.
Die ursprünglich für den 1. August 2027 geplante vollständige Übertragung der Trägerschaft erweist sich als zu ehrgeizig. Daher soll der Wechsel ab August 2027 in mehreren Schritten erfolgen und spätestens zum 1. August 2029 abgeschlossen sein. Parallel zu diesem Prozess sind ab 1. Januar 2027 sieben neue Kirchengemeindeverbände geplant, die sich an den Grenzen der Kreisdekanate sowie des Stadtdekanats Münster orientieren. Diese Zusammenschlüsse sollen durch die Konzentration von Kompetenzen und die verbesserte Organisation der Verwaltungsaufgaben insbesondere die Herausforderungen durch den Rückgang von Personal in den Gemeinden abfedern. Als Pilot wurde bereits der Kirchengemeindeverband Recklinghausen gegründet.
© Bistum Münster/Achim Pohl
