Oktober 2, 2022

Kirmesbilanz des Stadtmarketings: „Mit einem leicht blauen Auge davongekommen“

Folgende Kirmesbilanz hat das Stadtmarketing gezogen:

Wie in den vergangenen Jahren ist der Zuspruch von Nah und Fern zur Bocholter Kirmes ungebrochen, allerdings wetterbedingt in 2019 auf niedrigerem Niveau: im Gegensatz zu etlichen Bocholter Volksfesten der vergangenen Jahre gab es 2019 keine T-Shirt-Kirmes, keine Temperaturen über 20 Grad und nicht tagelang Sonnenschein. Die Sonne ließ sich nur Freitag und Montag blicken, der Sonntag war leider total verregnet (erstmals seit vielen Jahren gab es zur Bocholter Kirmes eine kompletten Regentag). Erfreulicherweise waren die beiden Hauptabende (Freitag und Samstag) trocken, auch die Happy Hour am Freitag zur Kirmeseröffnung ging zwar mit viel Wind aber ohne Regen ab. Insofern gab es in diesem Jahr -im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren- keine Besucherrekorde zu vermelden. „Wir haben 2019 mal wieder eine Herbstkirmes erlebt, die eben nicht ohne warme Jacke und Regenschirm abging,“ sagt Stadtmarketing Geschäftsführer Ludger Dieckhues. „Aber nach Jahren mit Sommerwetter möchten weder die Schausteller noch wir vom Stadtmarketing meckern – insgesamt passt das mit den trockenen Abenden und dem relativ schönen Freitag und Montag schon – der verregnete Sonntag tut mir allerdings für Besucher und Schausteller schon leid!“.

Freitagnachmittag tummelten sich viele Kinder und Familien auf dem Rummel, Samstagabend waren viele Auswärtige -auch aus den Niederlanden- in Bocholt; am Montag genossen vor allem die Einheimischen den Bummel über „IHRE“ Kirmes. „Es war am ganzen Wochenende wie immer zu spüren, dass zur Kirmes in Bocholt Ausnahmezustand herrscht – daran ändert auch ein Regentag nichts,“ weiß Ludger Dieckhues, dass die BocholterInnen ihre Kirmes lieben.

Pünktlich zum Kirmesbeginn am Freitag um 14.00 Uhr kam die Sonne zum Vorschein – leider mit starkem Wind verbunden; von da an aber war der Kirmesplatz, war die Innenstadt bis in die Nacht hinein richtig voll. Die Besucher bewunderten das Feuerwerk und probierten Karussells aus, die Imbissstände, Verlosungen, Ausspielungen und Getränkestände hatten gut zu tun. Der Fassanstich vor dem Riesenrad war -trotz einiger Regentropfen- zum dritten Mal eine gelungene Aktion mitten im Kirmestrubel, kamen doch Besucher, Schausteller, Politiker, Sponsoren und Kirmesorganisatoren sowohl beim Fassanstich selbst als auch beim anschließenden Rundgang gut ins Gespräch.

Am Samstagabend war es bei niedrigeren Temperaturen nicht ganz so voll wie in den Vorjahren. Sowohl die Schausteller als auch das Stadtmarketing haben in Gesprächen und bei Parkplatzüberwachungen erneut viele niederländische und niederrheinische Gäste festgestellt. Die Kirmes zieht weiterhin bei heimischen wie bei auswärtigen Gästen.

Allerdings fällt die Bilanz dann für den Sonntag als echtem Familientag vor allem für auswärtige Gäste bescheiden aus: zu stark und zu lang war der Dauerregen und hielt dann doch etliche Besucher vom Kirmesgang ab. „Vor allem für die Schaustellerbetriebe ohne Regenschutz und die großen Karussells ist das dann bitter, zumal Bocholt ja für die Schausteller auch vom Umsatz und vom Besucherzuspruch ein guter Platz ist,“ denkt Kirmes-Projektleiter Markus Kock vom Bocholter Stadtmarketing auch an die wirtschaftlichen Folgen des Herbstwetters. Insofern mussten sowohl Karussellbetreiber als auch Budenbesitzer, Losverkäufer, Imbissbetriebe und auch die Getränkestände in diesem Jahr mit geringeren Umsätzen leben wie in den Vorjahren. „Aber unzufrieden wäre falsch,“ so Phillip Traber, Vorsitzender des Bocholter Schaustellervereins. „….eine echte Herbstkirmes eben und dass es auch in Bocholt zur Kirmes mal wieder regnet, darf uns nicht wundern….!“

Und wenn Schausteller, Elektriker, Reinigungskräfte und Stadtmarketing-Mitarbeiter dann am Dienstag beim Abbau auch noch alles glatt hin bekommen, dann war die Kirmes 2019 ein tolles Volksfest. „Wichtig ist, dass die Besucher eine schöne Kirmes, eine tolle Atmosphäre erlebt haben und Spaß hatten,“ so Ludger Dieckhues vom Bocholter Stadtmarketing. „Das wissen wir zu schätzen, dafür stehen die Schausteller, da ist uns die Qualität der Bocholter Kirmes sehr wichtig! Die Veranstaltung ist bei Besuchern und Schaustellern wirklich positiv etabliert – und das seit Jahren, was wirklich nicht mehr selbstverständlich ist heutzutage,“ so Ludger Dieckhues weiter.

Von den Wegeführungen hat sich bewährt, das die Gänge breit gebaut waren. Am Schumacherstand war die Eingangssituationen samt Biergarten professionell gestaltet, an der Karussellbar vor dem Mariengymnasium waren die Gänge trotz Partystimmung und neuem, wunderschön gestalteten Ausschank breit genug. So bildeten sich dort keine Engpässe. Technisch hat sich das Stromkonzept von BEW und der Firma Omexom (Horlemann) bewährt – die Versorgung lief reibungslos ohne größere Ausfälle und auch unter Spitzenlast am Freitag- und Samstagabend kam es nicht zu Stromschwankungen. Trotz feuchter Witterung kam es zu keinen Stromausfällen.
Dass Parkplätze bei einer Innenstadtkirmes rar sind, ist ein Problem. Aber erfreulich ist, dass die Fahrten mit dem Stadtbus sehr gut angenommen wurden und auch viele mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Die Bocholter feiern „IHRE KIRMES“ – es ist tatsächlich vier Tage Ausnahmezustand. Im Gegensatz zu anderen Plätzen kommen die Einheimischen mehrfach zur Kirmes in die Innenstadt, man trifft sich und genau wie zu Weihnachten kommen auch viele Ehemalige zur Kirmes nach Bocholt. Der Charakter der Innenstadtkirmes mit Berliner Platz und belebten Citystraßen samt feierndem Ravardiviertel lebt von diesen gut gelaunten, begeisterten BocholterInnen. Selbstverständlich auch von den auswärtigen Gästen, denn Bocholt ist am Kirmeswochenende ein echter Anziehungspunkt. Der Mix aus Fahrgeschäften, Buden, Kneipen, Gästen und begeisterten Bocholtern macht Schaustellern, Gastronomen und Stadtmarketing sehr viel Freude. Das ist in der Branche nicht selbstverständlich, für die Volksfeste muss man sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, die Werbung, die Standanordnung, die Präsenz der Fahrgeschäfte verbessern. Aber man braucht vor allem Schausteller, die am Kirmesstandort interessiert sind, die gern nach Bocholt kommen. Die aktive Mitarbeit des Bocholter Schaustellervereins ist da sehr positiv zu bewerten.

Die Verkehrssituation ist natürlich angespannt während der Kirmes. Da auch der Innenstadtring zum Teil gesperrt ist, führt das zu erhöhtem Verkehrs- und Parkaufkommen in den angrenzenden Wohngebieten. Die Staus hielten sich aber absolut in Grenzen, schwierig ist hier sicherlich die Westendkreuzung direkt am Kirmesplatz. Aber das ist bei einer Innenstadtkirmes nicht anders machbar, wir versuchen mit Verkehrsposten und Beschilderungen den Verkehr so gut es geht zu regeln. Bis Dienstagabend ca. 18 Uhr ist die Meckenemstraße noch gesperrt, der Berliner Platz wegen Reinigungsarbeiten noch bis Mittwoch 12.00 Uhr.

der Abbau wird hoffentlich recht zügig gehen, da auch hier Schausteller und Stadtmarketing gut und planvoll zusammen arbeiten: fast alle Karussells und Buden werden nach Kirmesschluss ab 23.00 Uhr in der Nacht zum Dienstag komplett abgebaut, Stadtmarketing baut am Dienstag tagsüber Absperrungen, Bauzäune, Kabelmatten und –brücken, etc. ab. Die Stromtechniker entfernen Stromkabel, der ESB reinigt ab Dienstag 6 Uhr ganztägig die Innenstadt. In 1,5 Tagen möchte Stadtmarketing die Uhren in der Innenstadt wieder auf „Normal“ gestellt haben.

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