Kommentar zur Kommunalwahl: Die Chance war da!

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Bocholt. (Rü) Nach einem engagierten und kräftezehrenden Wahlkampf aller Parteien und Kandidaten in den zurückliegenden Wochen und Monaten hat sich in Bocholt nur wenig geändert. Die CDU bleibt stärkste Kraft, sie hat mit der FDP einen verlässlichen Partner, die SPD verliert mächtig an Stimmen, die Grünen stärken ihren Einfluss, die Stadtpartei ist enttäuscht. Die Grünen freuen sich über Stimmenzuwachs im Rat, die Stadtpartei ist sowohl vom Ergebnis für ihren Bürgermeisterkandidaten Peter Wiegel als auch für ihre Patei enttäuscht. Ähnliches gilt für die Linken, die sich sowohl für ihren Bürgermeisterkandidaten Frank Büning als auch für die Partei mehr Stimmen gewünscht hätten.

Bärbel Sauer von der Sozialen Liste war über das klare Ergebnis für Thomas Kerkhoff überrascht, Berthold Blesenkemper hatte auf eine Stichwahl spekuliert. Thomas Kerkhoff holt für CDU und FDP mehr als 50 Prozent der Stimmen, ist damit direkt gewählt und vermeidet die für ihn riskante Stichwahl (vorbehaltlich des amtlichen Endergebnisses, denn die Auszählung der Briefstimmen fehlt zum aktuellen Zeitpunkt des Kommentars – Anm.d.Red.). Stefan Schmeink (SPD), Berthold Blesenkemper (parteilos), Monika Ludwig (Grüne), Peter Wiegel (Stadtpartei), Bärbel Sauer (Soziale Liste) und Frank Büning (Linke) haben die Chance vertan, in einem ganz besonderen Jahr die Weichen neu zu stellen. Der parteilose Stefan Bambuch hat sich von Anfang an der Diskussion verweigert und war von Beginn an chancenlos.

Warum hat es für keinen Gegenkandidaten gereicht? Die Menschen in Bocholt sind zufrieden mit dem, was bisher erreicht wurde. Der Mut zur Veränderung hat verloren gegenüber dem Gefühl der Sicherheit des Erreichten. Alternativen hat es mehr als genug gegeben. Ob es das Interesse an Politik im allgemeinen oder die Beschäftigung mit Lokalpolitik im besonderen ist, die Devise lautete: Nur keine Änderung. Das finde ich schade, denn Demokratie lebt von Unterschieden. Die sind im Wahlkampf  2020 zwar sichtbar geworden, haben aber nicht zu möglichen Änderungen gereicht. Hinzu kommt: Die Wahlbeteiligung in Bocholt lag unter 50 Prozent, die Prognosen deuteten auf mehr.

Aber letztlich ist auch genau das Demokratie: Die Bürger haben entschieden und so wird eine mächtige CDU auch in den nächsten fünf Jahren die Geschicke Bocholts leiten und lenken. Was das für die Themen Nordring, Rathaussanierung und Mobilitätskonzept bedeutet, kann sich jeder an fünf Fingern abzählen.

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