Oktober 2, 2022

Kommunikationspanne über Platzsperre könnte dem 1. FC die Punkte kosten

Kostet die kurzfristige, regenbedingte Absage des Regionalligaspiels 1. FC Bocholt gegen SC Fortuna Köln durch die Stadt den Gastgebern womöglich drei Punkte? Und wer trägt in dem Fall die Schuld daran? Diese Fragen drängen sich auf, nachdem die Domstädter jetzt Einspruch gegen eine Neuansetzung der Partie eingelegt haben und am grünen Tisch einen Sieg zugesprochen bekommen möchten. Daraufhin hat der Staffelleiter die für kommenden Samstag geplante Wiederholung des Spiels erst einmal abgesagt.

Zur Vorgeschichte: Um 11:45 hatte die Stadt am vorletzten Samstag nach anhaltenden Regenfällen und einer Begehung durch eine Platzkommission das Rasenspielfeld im Stadion am Hünting gesperrt. Laut Statuten des Verbandes war das wohl gerade noch rechtzeitig. Ärgerlich allerdings für die Kölner. Die waren nämlich bereits unterwegs und kamen nur eine Viertelstunde später in Bocholt an.

Auch der 1. FC war über die Absage unglücklich, wie Pressesprecher Benjamin Kappelhoff später gegenüber dem Magazin RevierSport erklärte. Der Verein versuchte daraufhin, die Stadt noch einmal umzustimmen. Offenbar machte der 1. FC parallel nach außen hin noch eineinhalb Stunden lang den Eindruck, dass die Spielabsage nicht endgültig sei. Erst 30 Minuten vor dem für 14 Uhr geplanten Spielbeginn gab der Verein schließlich per Pressemitteilung die endgülltige Spielabsage bekannt.

War das zu spät? Oder gilt die Platzsprerrung kurz vor Mittag als offizielle Absage? Die Frage werden jetzt wohl die Sportgerichte entscheiden müssen. 

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  1. Es könnte für den 1FC Bocholt Knüppeldick kommen wenn es nur daran gelegen hat, dass der Schiedsrichter an dem Samstag nicht Vorort war.
    Es wurden heute im BBV nicht die Statuten beschrieben was unter Grundsätzlich steht sondern nur diverse andere Punkte. Daher verwies der Sportchef der Kölner an dem Samstag sofort darauf, das kein Schiedsrichter Vorort war.
    „Da war überhaupt kein Schiedsrichter vor Ort“, zeigte sich Kölns Sportchef Matthias Mink verwundert gegenüber Reviersport. „Wir sind über die Absage verärgert.“ Mehr wolle er dazu nicht sagen, so der 55-Jährige, der auf das schwebende Verfahren verweist.
    Hier die wichtigsten Statuten des WDFV.
    Grundsätzliches
    Die Entscheidung über die Bespielbarkeit der Sportplätze wird durch die Mitglieder
    der sogenannten Sportplatzkommission getroffen. Die Kommission setzt sich
    zusammen aus:
    a) einem Beauftragten der kommunalen Verwaltung (bei kommunalen
    Anlagen) bzw. bei vereinseigenen Anlagen einem Vertreter des Vereins,
    b) einem Vertreter der zuständigen spielleitenden Stelle,
    c) einem Mitglied des angesetzten Schiedsrichtergespanns.

    Die Entscheidung über die Bespielbarkeit eines Platzes soll vier Stunden vor dem
    angesetzten Spielbeginn getroffen werden, bei Vormittagsspielen am Vorabend
    des Spieltages. Die Unbespielbarkeit des Platzes kann nach diesem Zeitpunkt bis
    spätestens zwei Stunden vor Spielbeginn durch die Kommission nur noch dann
    festgestellt werden, wenn zwischenzeitlich eintretende Witterungseinflüsse die
    Bespielbarkeit des Spielfeldes entscheidend geändert haben. Die Befugnis des
    Schiedsrichters, ein angesetztes Spiel unter dem Gesichtspunkt einer möglichen
    Gesundheitsschädigung der Spieler jederzeit abzusagen, bleibt unberührt.
    Es wird gebeten, bei sehr ungünstigen Witterungsbedingungen die Sportplätze
    grundsätzlich schon freitags zu besichtigen und den Spielleiter oder die
    Verbandsgeschäftsstelle über das Ergebnis zu benachrichtigen, damit ggf. unter
    Einbeziehung der Großwetterlage über die vorzeitige Absetzung eines Spiels
    entschieden und damit die Anreise der Gastmannschaft und ggf. des
    Schiedsrichtergespanns verhindert werden kann.
    Es sind hier mehrere Punkte aufgeführt die nicht eingehalten wurden, ob es für einen Sieg am grünen Tisch reicht wird nur das Sportgericht beantworten können.

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