Kommunikationspanne über Platzsperre könnte dem 1. FC die Punkte kosten



Kostet die kurzfristige, regenbedingte Absage des Regionalligaspiels 1. FC Bocholt gegen SC Fortuna Köln durch die Stadt den Gastgebern womöglich drei Punkte? Und wer trägt in dem Fall die Schuld daran? Diese Fragen drängen sich auf, nachdem die Domstädter jetzt Einspruch gegen eine Neuansetzung der Partie eingelegt haben und am grünen Tisch einen Sieg zugesprochen bekommen möchten. Daraufhin hat der Staffelleiter die für kommenden Samstag geplante Wiederholung des Spiels erst einmal abgesagt.

Zur Vorgeschichte: Um 11:45 hatte die Stadt am vorletzten Samstag nach anhaltenden Regenfällen und einer Begehung durch eine Platzkommission das Rasenspielfeld im Stadion am Hünting gesperrt. Laut Statuten des Verbandes war das wohl gerade noch rechtzeitig. Ärgerlich allerdings für die Kölner. Die waren nämlich bereits unterwegs und kamen nur eine Viertelstunde später in Bocholt an.

Auch der 1. FC war über die Absage unglücklich, wie Pressesprecher Benjamin Kappelhoff später gegenüber dem Magazin RevierSport erklärte. Der Verein versuchte daraufhin, die Stadt noch einmal umzustimmen. Offenbar machte der 1. FC parallel nach außen hin noch eineinhalb Stunden lang den Eindruck, dass die Spielabsage nicht endgültig sei. Erst 30 Minuten vor dem für 14 Uhr geplanten Spielbeginn gab der Verein schließlich per Pressemitteilung die endgülltige Spielabsage bekannt.

War das zu spät? Oder gilt die Platzsprerrung kurz vor Mittag als offizielle Absage? Die Frage werden jetzt wohl die Sportgerichte entscheiden müssen. 

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