Krankenhaus-Personal demonstriert für seine Zukunft



Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Westmünsterland haben sich heute vor dem Landtag in Düsseldorf zusammengefunden, um gemeinsam mit rund zehntausend ihrer Kolleginnen und Kollegen aus ganz Nordrhein-Westfalen gegen die finanzielle Schieflage der Krankenhäuser zu demonstrieren. Unter dem Motto „Alarmstufe ROT – Krankenhäuser in Gefahr“ machten sie auf die dramatischen finanziellen Herausforderungen aufmerksam, denen die Krankenhäuser gegenüberstehen.

„Die Krankenhäuser in Deutschland stehen unverschuldet wirtschaftlich am Abgrund. Die Nachwirkungen der Pandemie, die kriegsbedingten Kostensteigerungen, die Inflation und auch die notwendigen und richtigen Tarifsteigerungen haben sich zu einer existenziellen Krise entwickelt. Dies gefährdet nicht nur die Arbeitsplätze unsere Mitarbeiter, sondern auch die Versorgung unserer Patienten“, so Ludger Hellmann, Sprecher der Geschäftsführung im Klinikum Westmünsterland, während der Demonstration in Düsseldorf, „die geplanten Reformen zur Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen und der Kranken-hausfinanzierung benötigen bis zur Umsetzung viele Jahre und entsprechende Investitionsmittel und kommen daher in ihrer Wirkung viel zu spät. Daher fordern wir schnelle und konkrete Hilfe durch ein Vorschaltgesetz zur Krankenhausreform.“

Das Kernproblem liegt in der festen Preisgestaltung für Krankenhausleistungen, die die Krankenhäuser nicht flexibel anpassen können. Daher erfordern die gestiegenen Kosten infolge der Inflation und Tarifsteigerungen dringend politische Maßnahmen durch die Bundespolitik.

Parallel zur Demonstration in Düsseldorf lässt das Klinikum Westmünsterland seine Standorte in Borken, Ahaus und Bocholt für eine Woche in rotem Licht erstrahlen. Passend zum Kampagnenmotto „Alarmstufe ROT“ soll auch optisch auf die bedrohliche finanzielle Situation der Kliniken aufmerksam gemacht werden.

Das Klinikum Westmünsterland betont, dass die aktuelle finanzielle Lage der Krankenhäuser direkte Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger im Westmünsterland und stationäre Versorgung gefährdet. Es wird dringend politisches Handeln gefordert, um die Gesundheits-versorgung flächendeckend sicherzustellen und eine drohende Krise der Krankenhauslandschaft abzuwenden.

Quelle: Klinikum Westmünsterland

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