Kriminalität auch im Westmünsterland spürbar gestiegen



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Mit dem Abflauen der Pandemie geht auch im Kreis Borken ein Anstieg von Straftaten einher. So lautet eine Erkenntnis, die sich aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2022 ergibt. Doch es kommen noch weitere Faktoren zum Tragen.

Das erläuterte Landrat Dr. Kai Zwicker als Leiter der Kreispolizeibehörde Borken am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz – unterstützt durch den Leitenden Polizeidirektor Bernd Loeffler als Abteilungsleiter Polizei und Kriminaldirektorin Corinna Dimmers-Janning, Leiterin der Direktion Kriminalität. Gemeinsam rückten sie die wesentlichen Faktoren der aktuellen Entwicklung in den Blick.

24.598 Delikte schlugen sich im vergangenen Jahr statistisch nieder – und damit 12,8 Prozent mehr als 2021. Neben weiteren Faktoren, insbesondere dem Anstieg der Betrugsdelikte, mache sich auch Zuwachs bei den im Kreis lebenden Menschen beim Anstieg der Fallzahlen bemerkbar, so Landrat Dr. Kai Zwicker.

Bei der Straßenkriminalität wies er darauf hin, dass ein aussagekräftiger Vergleich nur zu den Jahren vor der Pandemie möglich sei. Denn die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Jahren 2020 und 2021 hatten zu einem erheblichen Rückgang der Kriminalität im öffentlichen Raum geführt, der nicht mit den üblichen Maßstäben zu messen sei. Das öffentliche Leben hat sich weitestgehend wieder normalisiert und damit stiegen auch die Delikte der Straßenkriminalität an. Die Zahlen liegen aber erheblich unter denen der Jahre 2018 und 2019. Dies ist ein erfreulicher Wert, weil gerade die Kriminalität im öffentlichen Raum das Sicherheitsgefühl der Menschen stark beeinflusst, so der Leiter der Kreispolizeibehörde Borken.

Wie stark belastet die Kriminalität den Kreis Borken im Vergleich mit anderen Regionen? Das lässt sich an der sogenannten Häufigkeitszahl ablesen: Umgerechnet auf einen Schlüssel von 100.000 Einwohnern ergibt sich im Jahr 2022 für den Kreis Borken ein Wert von 6.584 Straftaten – für das Land Nordrhein-Westfalen weist die Statistik 7.624 Fälle je 100.000 Einwohner aus. Im Kreis Borken selbst gibt es in den einzelnen Städten und Gemeinden deutliche Unterschiede im örtlichen Aufkommen krimineller Taten: Die Städte Gronau und Bocholt markieren mit 10.669 beziehungsweise 8.298 Straftaten je 100.000 Einwohner das negative Ende der Skala. Die geringste Belastung durch Kriminalität weist die Gemeinde Raesfeld mit dem statistischen Wert von 3.180 Taten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner aus.

Corinna Dimmers-Janning konnte aus Sicht der Behörde auch auf erfreuliche Daten verweisen: Die Zahl der Wohnungseinbrüche verringerte sich im vergangenen Jahr um 16,1 Prozent auf 298 Fälle. Bei diesem wie bei anderen Feldern der Kriminalität besitze aus Sicht der Polizei auch die Prävention eine hohe Bedeutung. Dass es am besten gar nicht erst zu Straftaten kommt, darauf zielt ein besonderes Programm der Polizei im Kreis Borken, das die Leiterin der Direktion Kriminalität ebenfalls skizzierte: Im Projekt „Kurve kriegen“ kümmern sich fachlich besonders qualifizierte Kräfte um straffällige Kinder und Jugendliche, um sie vor einem Leben in der Kriminalität zu bewahren. „Wir stehen an der Seite der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken und sind jederzeit für sie und ihre Sicherheit da“, fasste Abteilungsleiter Bernd Loeffler die Vielzahl von Maßnahmen und Schwerpunkten der Kreispolizeibehörde zusammen.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Pressemitteilung beigefügt ist eine gesonderte Datei zu den wesentlichen Daten aus der Kriminalitätsstatistik 2022 der Kreispolizeibehörde Borken. Die Veröffentlichung des Jahrbuchs Kriminalität mit den Daten zu den einzelnen Kommunen erfolgt in Kürze. Wir werden an dieser Stelle über die Veröffentlichung informieren. (fr/to)

Quelle: Polizei – Den Originalbeitrag finden Sie hier

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