Landrat fordert zusätzliche Impfdosen für den Grenzraum ein

Landrat fordert zusätzliche Impfdosen für den Grenzraum ein
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Aufgrund außerordentlich hoher Infektionszahlen sind seit gestern (06.08.2021) die Niederlande als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (“Hochinzidenzgebiet”) eingestuft worden. Angesichts dieser Entwicklung und der damit verbundenen besonderen Belastungen für den Grenzraum hat heute (07.04.2021) Landrat Dr. Kai Zwicker das Land an dessen Zusage von Mitte März erinnert, zusätzlichen Impfstoff in die Grenzregionen zu Belgien und den Niederlanden zu liefern. Auf seine Initiative hin hatten seinerzeit alle NRW-Grenzkreise und die Städteregion Aachen dringlich darum gebeten. Zu einer entsprechenden Lieferung ist es bislang aber nicht gekommen.

In seinem Schreiben an Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann macht Dr. Zwicker daher jetzt deutlich, dass sich die Lage in den NRW-Grenzregionen im Vergleich zum vergangenen Monat noch deutlich verschärft habe. Das belege die Einstufung der Niederlande als “Hochinzidenzgebiet”. Daraus ergebe sich u. a. grundsätzlich die Pflicht, bei Einreise aus diesem Nachbarland einen aktuellen Testnachweis mitzuführen. In der Praxis seien mit der Umsetzung der neuen Maßregeln viele Prxwobleme verbunden. Dies zeige sich im Kreis Borken in besonderer Weise am Beispiel des Grenzdorfes “Dinxperwick”: Dort gehen der Bocholter Stadtteil Suderwick und das zum niederländischen Aalten gehörende Dinxperlo praktisch “nahtlos” ineinander über. Die Einwohner von “Dinxperwick” nehmen die Grenze schon seit Jahren im Alltag nicht mehr wahr. In den niederländischen Medien gibt es bereits zahlreiche Berichte darüber, dass die Umsetzung der neuen Regelungen bei vielen “Dinxperwicker/innen” auf großes Unverständnis stößt.

In seiner damaligen Zusage habe das Land ausdrücklich betont, dass die Ermöglichung und Aufrechterhaltung des Grenzverkehrs in Pandemiezeiten ein wichtiges Anliegen sei. Dazu heute Borkens Landrat: “Dem lässt sich aus hiesiger Sicht vor allem dadurch Rechnung tragen, dass nunmehr tatsächlich zusätzliche Impfdosen auch ausgeliefert werden, so dass die dem Grenzraum zugedachte ‚Pufferfunktion‘ gegenüber den Niederlanden als ‚Hochinzidenzgebiet‘ nachhaltig gestärkt werden kann.” Ausdrücklich bittet Dr. Zwicker daher Minister Laumann darum, jetzt die zugesagte Lieferung zusätzlicher Impfdosen in die NRW-Grenzregion zu veranlassen.

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