Mann aus Nijmwegen erhält neun Jahre Haft für Drogenlabore im Achterhoek

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Ein 43-jähriger Mann aus Nijmegen ist zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er in mehreren niederländischen Städten, unter anderem in Doetinchem und Gendringen, an illegalen Drogenlaboren beteiligt war. Gerade im Raum Achterhoek haben seine Machenschaften gravierende Spuren hinterlassen. Insbesondere in Gendringen stieß man in einer Güllegrube auf nahezu 19.000 Kilogramm an chemischen Rückständen aus der Drogenproduktion.
Zwischen dem 27. Februar 2020 und dem 18. Februar 2025 soll der Mann laut Angaben von Omroep Gelderland an sechs unterschiedlichen Orten im Land aktiv gewesen sein. Auf diesen Standorten stellte er gemeinsam mit weiteren Beteiligten Amphetamin beziehungsweise Amphetaminöl her oder bereitete dessen Herstellung vor. Speziell in Doetinchem sah das Gericht ihn als Mitglied einer kriminellen Vereinigung, deren Fokus auf der Produktion synthetischer Drogen lag.
Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als in Gendringen insgesamt 18.660 Kilogramm gefährlicher Chemieabfälle in einer Misthausgrube entdeckt wurden. Der Fund stellte eine deutliche Bedrohung für Umwelt und Anwohner dar. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten zudem 70 Cannabispflanzen sowie gefälschte Ausweisdokumente und einen gefälschten Führerschein.
Die Justiz betonte, dass die Taten des Mannes das kriminelle Drogennetzwerk weiter stabilisierten. Die Herstellung synthetischer Rauschmittel stehe häufig im Zusammenhang mit schwerer Kriminalität und könne ganze Regionen destabilisieren. Härtere Drogen bergen zudem ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit, da sie zu schwerwiegender Abhängigkeit führen können, was Betroffene und deren soziales Umfeld stark belaste.
Das Gericht äußerte zudem große Bedenken hinsichtlich der Gefahr, die Drogenlabore und deren chemi-sche Stoffe mit sich bringen. Die Lagerung und Verarbeitung der teils hochgiftigen Substanzen erhöhe das Risiko von Bränden, Explosionen und der Freisetzung schädlicher Gase. Die widerrechtliche Entsorgung von Abfallstoffen könne schwerwiegende Schädigungen von Boden und Grundwasser nach sich ziehen. Die Richter führten aus, der Angeklagte habe diese Gefahren bewusst ignoriert und vorrangig aus finanziellen Gründen gehandelt.
Trotz wiederholter Festnahmen im Zeitraum der letzten fünf Jahre ließ der Mann nicht von seinen illegalen Geschäften ab, was das Gericht besonders belastend wertete. Aufgrund des Ausmaßes und der Dauer seiner Aktivitäten sahen die Richter keinen anderen Weg, als eine lange Gefängnisstrafe zu verhängen. In ähnlichen Fällen wird meist ein Strafmaß von zehn Jahren angesetzt. Die Richter hielten diese Dauer für angebracht, minderten jedoch – weil die Verfahrensdauer überschritten wurde – die Strafe um ein Jahr ab. Somit muss der Angeklagte insgesamt neun Jahre ins Gefängnis, wobei die Zeit in Untersuchungshaft angerechnet wird.
Zusätzlich zur Haftstrafe sieht das Urteil hohe finanzielle Forderungen vor. Für den Abbau eines Drogenlabors muss der Mann über 36.000 Euro an den Staat zahlen. Die Gewinne aus seiner Cannabiszucht, mehr als 7.300 Euro, werden ebenfalls eingezogen. Für die Reinigung eines weiteren Labors schuldet er mehr als 25.000 Euro. Die Kosten für das illegale Entsorgen von Chemieabfällen in Gendringen belaufen sich zudem auf einen sechsstelligen Betrag, den er an die betroffene Gemeinde entrichten muss.
Quelle: Regio8
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