Offenes Grenzland Regionales

MIT FOTOS: Hase sucht Frau: Sonderausstellung im Spielzeugmuseum

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Der stattliche Hasenkönig Hasian I. aus dem Mümmelland regiert sein Hasenvolk würdevoll, gütig und klug. Doch irgendwann kommt die Zeit, dass er in seinem Frühlingsschloss einsam wird: Die Hasenminister beschließen, dass der König – in Ehren ergraut – eine Königin an seiner Seite haben müsse. Diese ehrenvolle Aufgabe übernimmt der fixe Hasenbote Fritzi Flink: Museumsleiterin Eva Gutersohn schickt ihn im Spielzeugmuseum Max und Moritz in Rhede, Auf der Kirchwiese 1, auf die Reise. Ob Fritzi fündig wird?

Traditionell zu Ostern und zum Frühjahr hat Eva Gutersohn wieder tief in die Regale des Spielzeugmuseums mit einer großen Menge an Schätzen gegriffen. Und herausgekommen sind dabei wieder wundervoll dargestellte Szenen mit vielen Stofftieren, die nicht nur Kinderherzen höherschlagen lassen.

Die Suche nach der künftigen Königin gestaltet sich für Fritzi Flink nicht so einfach: Er fragt im Wald Eichhörnchen, Rehe, Füchse, Wildschwein, Wolf, Wiesel und Marder. Doch keiner weiß so richtig Rat. Auch die Schafe, Lämmer und Geißböcke wissen nicht mehr. 

Die Igelfamilie schickt Fritzi zum Bauernhof mit den vielen Hühnern. Und ihr Gackern, das laute Schnattern der Gänse und das durchdringende Krähen des Hahnes hören sich an wie Musik in Fritzis Ohren. Der Hasenbote hat Glück: Der stolze Hahn kennt eine Künstlerin, die die schönsten Eier bemalt. Lepusa, die schöne Malerin. Fritzi eilt zurück zum Königshof und berichtet von seiner Entdeckung. 

Und ob es tatsächlich ein Happy End zwischen Hasenkönig Hasian I. und der schönen Malerin gibt – das weiß nur die Geschichte von Märchenerzählerin Eva Gutersohn.

Auch das geschichtliche Ostern kommt nicht zu kurz, dargestellt mit vielen kleinen Details im Original aus dem 19. und 20. Jahrhundert. So werden viele verschiedene Hasentypen ausgestellt. Die ersten Osterhasen in figürlicher Darstellung gab es in Deutschland in Coburg/Neustadt um 1860. Sie waren aus Pappmaché und Drückemasse gebaut. Dazu erfreuten kleine Zuckereier die Kinder, heißt es auf Informationsschriften in den Vitrinen. 

Auch die Geschichte des Eierbechers wird erzählt, der demzufolge mehrere Jahrtausend alt ist. Einige alte Exemplare sind zu bewundern. Und natürlich geht es um Ostern, das früher ein heidnisches Frühlingsfest war – zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara. Später sollen das christliche Ostern und das Frühlingsfest zusammengelegt worden sein, etwa um 325 nach Christi Geburt. 

Die geschichtsvolle Bedeutung von Eiern – in den Mythen des Abendlandes ein Symbol für die Schöpfung des Lebens – soll gar mehr als 7000 Jahre alt sein: Laut Aufzeichnungen im Museum verschenkten Babylonier, Juden und Ägypter sie rot-verziert zu Frühlingsfesten.

Öffnungszeiten im Spielzeugmuseum Max und Moritz, Rhede:dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr. Eintritt: Erwachsene vier Euro, Kinder ein Euro. Sonderzeiten und Führungen können bei Museumsleiterin Eva Gutersohn telefonisch unter 02872/4785 erfragt werden. Adresse: Auf der Kirchwiese 1, Rhede im Westmünsterland. Sonderführungen sind auch zu anderen Terminen auf Anfrage möglich. Die Sonderausstellung dauert bis Ende Mai/Anfang Juni 2025. Eintritt: vier Euro/Erwachsene.

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