MIT KOMMENTAR: Borgers hat für Autoneum seine Schuldigkeit getan…



Autoneum hat im zurückliegenden Geschäftsjahr seinen Umsatz signifikant um 27,6 Prozent oder 497,8 Millionen auf 2,3 Milliarden Schweizer Franken gesteigert. Das gab der Konzern heute bekannt. Zurückzuführen war das Wachstum unter anderem auf Übernahme des Automotive-Geschäfts von Borgers und auf ein günstiges Marktumfeld. Aufgrund der vorläufigen Zahlen erwartet Autoneum für 2023 eine operative Gewinnspanne von bis zu 4,5 Prozent.

Der in Schweizer Franken konsolidierte Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr allein im Euroraum signifikant um 74,2 Prozent. Das akquisitionsbedingte Wachstum infolge der neu erworbenen Borgers-Einheiten betrug 69,3 Prozent.


KOMMENTAR

Von BERTHOLD BLESENKEMPER

Die neuesten Umsatzzahlen von Autoneum lassen einen schwindelig werden. Allein durch Übernahme von Borgers konnte der Umsatz des Konzern in Europa um 69 Prozent gesteigert werden.

Nun gilt nach wie vor: Umsatz macht stolz, aber nur Ertrag macht glücklich. Doch auch in diesem Punkt schneiden die Schweizer sehr gut ab. Ein Grund: Autoneum konnten durch den Kauf des deutschen Wettbewerbes den Konkurrenzdruck verringern und bessere Preise sowohl für die eigenen Produkte als auch für die made in Bocholt erzielen. Hinzu kam, dass sich der Automarkt über Erwarten gut entwickelte.

Umso unverständlicher ist, dass bei Borgers plötzlich nicht mehr produktiv genug gearbeitet und 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kommenden vier Jahren entlassen werden sollen. Es verfestigt sich der Eindruck, dass der Mohr seine Schuldigkeit getan hat und jetzt gehen kann.

Angesichts eines solch regiden Verhaltens steht nun doch zu befürchten, dass Autoneum bald den kompletten Produktionsstandort Bocholt aufgeben wird.

  1. Nun, wenn man dem Kommentar traut, so ist der Vorstand von Autoneum mit dem Klammerbeutel gepudert. Erst erwirbt man eine goldene Gans, die einem kräftigen Umsatzzuwachs und Gewinn erwirtschaftet und geht umgehend daran, diese zum Weihnachtsbraten zu verarbeiten. Wem nützt eigentlich so eine „Wirtschaftlichkeitsanalyse“?

  2. Guten Abend,

    Der Begriff Mohr in ihrem Kommentar ist, wenn auch nur sprichwörtlich genutzt, eine Unmöglichkeit, rassistisch behaftet und sollte in unserer heutigen Zeit definitiv nicht genutzt werden, auch nicht in persönlichen Kommentaren.

  3. Francis Lichtenberg says:

    Der Begriff Mohr geht in der heutigen Zeit überhaupt nicht, er ist rassistisch und entwürdigend, alle stehen auf gegen Rechts und gleichzeitig werden hier solche Begriffe verwendet.

  4. Werner Loock says:

    Der Mohr hat seine Arbeit (oft zitiert: Schuldigkeit) getan, // Der Mohr kann gehen.“ – Friedrich Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua

    Anstatt sich hierüber aufzuregen, sollte man an das Schicksal der Beschäftigten denken und die Vorgehensweise des Konzerns als eine bodenlose Abzocke und somit extrem unsozial brandmarken.
    Davon kein Wort bei den diesbezüglichen Kommentaren, das ist nicht minder skandalös.

    W. Loock

  5. Jetzt steht sogar unser Dichter Friedrich Schiller im Verdacht ein Rassist zu sein. Denn der hat die Redensart, wenn auch anders gemeint, verwendet. Es heißt nämlich, der Mohr hat seine Arbeit – nicht seine Schuldigkeit – getan und kann gehen. Die hiesigen Kritiker des Kolumnisten sollten erst mal deutsche Kultur lernen, siehe falschzitate.blogsport.com .

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