MIT VIDEO: „Rivermaid“ – eine Meerjungfrau als Windspiel für Frieden und Freiheit

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Glücklich heben die Künstler Luci Aversteeg und Ingo Krasenbrink ihre „Rivermaid“ in Originalgröße aus der Laseranlage. Nur knapp 20 Minuten hat die Maschine gebraucht, um die Figur für das Kunstprojekt „Freiheitsstrom – Vrijheidsstroom“ fertig aus dem vier Millimeter dicken Alublech auszuschneiden. „Es ist schon toll, nach so langer Arbeit die ersten Teile der Endproduktion in den Händen halten zu können!“, freut sich Aversteeg.
Die 64-jährige Goldschmiedin und der sieben Jahre ältere Bocholter Grafikdesigner Ingo Krasenbrink haben gemeinsam eine lebensgroße Meerjungfrau für das Kunstprojekt entworfen. „Wenn man an den Fluss denkt, denkt man an den Wind. Und dann an etwas, was über dem Wasser schwebt. Deswegen war es für uns schnell klar, dass wir ein Windspiel entwerfen werden. Die Figur wird auf ein Kugellager gesetzt, wodurch sie sich im Wind drehen kann.“, erklärt Krasenbrink. Dieses Flussmädchen soll ab Mai an den Ufern der alten Ijssel und Aa zu sehen sein.
Die Inspiration kam durch die „kleine Meerjungfrau“ aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, erzählt die Niederländerin: „Wir fanden den Gedanken toll. Jeder kennt diese Figur und weiß, wofür sie steht. Sie passt auf die Menschen auf und bleibt ihnen auch in schweren Zeiten erhalten.“ Ihr deutscher Projektpartner fügt hinzu: „Unsere „Rivermaid“ soll Freiheit verkörpern. Durch ihre welligen Haare schwebt sie über dem Wasser. Wenn wir uns die aktuelle politische Lage in der Welt anschauen, kann sie uns auch daran erinnern, wie gut es uns doch eigentlich geht.“
Am 8. Mai soll das Windspiel in Bocholt präsentiert werden. In diesem Jahr steht das Ende des zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren im Fokus des Projektes „Freiheitsstrom – Vrijheidsstroom“. Und darauf hat sich auch das Künstlerduo konzentriert. Das Unendlichkeitszeichen an der Figur steht für die lange Zeit des Friedens und der Freiheit. Die zwei Augen verkörpern die Länder Niederlande und Deutschland und vermitteln ein Gefühl des Zusammenhaltens zwischen den Nachbarn.
Um die Meerjungfrau herum lässt sich ein Mond erkennen „Er soll die Träumerei und den Wunsch auf stetigen Frieden widerspiegeln. Am Ende beten und hoffen wir doch immer, dass es in Erfüllung geht.“, erklärt der Grafikdesigner.
Der 71-Jährige hat die Entwürfe und Skizzen angefertigt. Als es um die ersten Prototypen aus Aluminium ging, wandte er zu seinen Freund Guido Elting. In dessen Metalltechnik-Firma wurde die „Rivermaid“ mit Hilfe eines Lasers ausgeschnitten. „Ingo und ich haben uns vor vielen Jahren bei einer Ausstellung kennengelernt. Ich freue mich sehr, dass ich ihn und Luci unterstützen kann. Und auch für uns als Firma ist das nicht schlecht. Es wird Werbung für einen handwerklichen Betrieb gemacht und vielleicht sehen das ja sogar junge Leute die Interesse an so einem Beruf haben.“, berichtet der Mann aus Isselburg.
Bei dem Entwurf von kleineren Meerjungfrauen, die auch als Rivermaid- Schmuckstücke getragen werden können, hatte die niederländische Goldschmiedin noch eine weitere Idee: „Wir wollen Ehrennadeln mit dem selben Motiv herstellen. Diese sollen dann jährlich an Menschen, die zwischen Bocholt und Doetinchem leben und durch gute Taten im Sinne der Kulturförderung oder des Umweltschutzes positiv herausstechen, vergeben werden.“ Auch bei ihrem Projektpartner findet die Idee guten Anklang: „Sowas ist toll. Nur einmal an das 80. Ende des zweiten Weltkrieges und den damit verbundenen sehr langen Frieden zu erinnern ist viel zu wenig. Wir wollen dies jährlich machen.“
