Münsterland bei Touristen so beliebt wie nie



Das Münsterland ist bei Touristinnen und Touristen beliebter denn je. Das belegen die Tourismuszahlen 2023, die Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) am heutigen Donnerstagmorgen veröffentlicht hat. „Die Anzahl der Übernachtungen und Gästeankünfte im Münsterland waren bei weitem noch nie so hoch wie im Jahr 2023. Bereits bis einschließlich Oktober 2023 verzeichneten wir mehr Übernachtungen in amtlich erfassten Betrieben als in allen anderen Jahren zuvor über zwölf Monate. Dies ist sehr erfreulich, zumal sich die Zahlen in unserer Region zum letzten Vor-Corona-Jahr 2019 prozentual deutlich positiver entwickelt haben als in anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen“, betont Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V., in einer ersten Einschätzung. Gemäß den Zahlen von IT.NRW sind die Übernachtungen im Reisegebiet Münsterland für das Jahr 2023 im Vergleich zu 2019, dem letzten Vor-Corona-Jahr, um 17,7 Prozent auf 4.733.695 gestiegen.

Die Zahl der Gästeankünfte 2023 ist mit 3,8 Prozent gegenüber 2019 zwar geringer gestiegen als die der Übernachtungen, aber: „Insbesondere unsere Gastgeberinnen und Gastgeber freut es, dass die Gäste mit im Schnitt 2,6 Tagen länger bleiben als vor der Pandemie mit 2,3 Tagen“, erklärt Kösters.

Die Begründung für diese positive Entwicklung ist laut dem Tourismus-Experten vielfältig: Zum einen profitiere die Region vom anhaltenden Trend zum Deutschlandtourismus und hierbei insbesondere zum Outdoor- und Aktivtourismus. Zum anderen sei auch die Bettenkapazität im Münsterland um rund sieben Prozent im Dezember 2023 gegenüber 2019 gestiegen. Schließlich seien die steigenden Zahlen eng verknüpft mit dem konsistenten Aufbau der Regionalmarke Münsterland, unterstreicht Kösters: „Durch kontinuierliches Marketing und im Zusammenspiel mit den touristischen Akteuren der Region ist es uns gelungen, das Profil der Destination Münsterland nach innen und außen zu schärfen, beliebte Themen noch stärker zu fokussieren und Zielgruppen noch besser zu adressieren. Die Menschen sollen wissen, dass sie hier DAS GUTE LEBEN genießen können. Das Münsterland bietet so viel: Es ist Rad- und Reitregion, begeistert mit mehr als 100 Schlössern und Burgen, steht wie keine Region sonst für das Lebensgefühl Picknick und ist in der Stadt wie auf dem Land zu jeder Zeit einen Ausflug wert.“

„Die reine Statistik überdeckt jedoch die großen Herausforderungen im Gastgewerbe“, relativiert Kösters. „Denn die steigenden Tourismuszahlen bedeuten nicht automatisch, dass der Umsatz gegenüber dem Zeitraum vor der Pandemie im gleichen Maße gestiegen ist. Hinzu kommt, dass das Gastgewerbe mit den deutlich steigenden Kosten inklusive Mehrwertsteueranpassung und dem weiter zunehmenden Fach- und Servicekräftemangel zu kämpfen hat.“ Insofern sei es wichtig, „die Branche weiter zu unterstützen und weiter an der Positionierung und Bewerbung der Destination zu arbeiten. Der Tourismus ist nicht nur eine Querschnittsbranche mit vielfältigen und zunehmenden Auswirkungen auf andere Branchen, Arbeits- und Lebensbereiche, sondern ist als Wirtschaftszweig auch standortgebunden und somit sehr relevant für Umsätze, Löhne und Gewinne vor Ort.“

Laut Kösters muss deshalb auch zukünftig und fortwährend investiert werden: in Infrastruktur, Service und Digitalisierung ebenso wie in Nachhaltigkeit und das Marketing der Region nach innen und außen. „Nur so gelingt es uns als Region, im Wettbewerb zu bestehen und das Münsterland noch bekannter, attraktiver und stärker zu machen.“ Daher beteiligt sich der Münsterland e.V. stellvertretend für die Region seit Anfang 2024 an zwei Förderprojekten („Nachhaltigkeitswerkstatt.NRW“ und „Tourismus Data Intelligence Initiative NRW“) mit einer 80-prozentigen Förderung von Tourismus NRW e.V.

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