Münsterland sucht nach weiteren Flächen für die Windenergie

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Der Regionalrat versammelte sich am 29. Juni in der Bezirksregierung Münster zu einer Sitzung. Im Mittelpunkt standen Berichte zur regionalen Strukturpolitik sowie Diskussionen über Mobilität und die Förderung der regionalen Kultur. Besonders intensiv wurde das Thema Windenergie behandelt. Zudem präsentierte der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) seine Tätigkeiten in einem Vortrag.
Zu Beginn informierte Regierungspräsident Andreas Bothe über aktuelle Entwicklungen in der regionalen Strukturpolitik. Anschließend befasste sich die Planungskommission erneut mit der Stellungnahme zur dritten Änderung des Landesentwicklungsplans NRW. Ein Schwerpunkt der Beratung bildete die Windenergie an Land. Der seit April 2025 rechtskräftige Regionalplan Münsterland umfasst derzeit 269 ausgewiesene Windenergiebereiche mit einer Gesamtfläche von 13.306 Hektar. Gemeinden haben zudem die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Planungshoheit zusätzliche Flächen außerhalb dieser Gebiete für die Windenergienutzung auszuweisen.
Mit dem jüngst gefassten Beschluss des Regionalrats wird nun eine Überprüfung angestoßen, ob weitere kommunale Windenergieflächen, die planerisch gesichert sind und den Anforderungen des Regionalplans entsprechen, in die offizielle Gebietskulisse aufgenommen werden können. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Flächenbestand hinsichtlich des vom Land festgelegten Flächenbeitrags für die Windenergienutzung zu erweitern, ohne jedoch die Gesamtfläche über das bestehende Maß hinaus zu vergrößern. Gleichzeitig soll gewährleistet werden, dass sämtliche im Regionalplan erfassten Windenergiebereiche künftig als Beschleunigungsgebiete eingestuft werden. Dies soll die Verfahren zur Genehmigung von Windenergieanlagen auf diesen Flächen vereinfachen und beschleunigen.
In seinem Vortrag erläuterte Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV, die Kernaufgaben und laufenden Projekte des Verbands. Seit 1988 engagiert sich der AAV in Nordrhein-Westfalen in der Sanierung von Altlasten und dem Flächenrecycling, wobei er bis zu 80 Prozent der Kosten für die Kommunen trägt. Die Arbeit des Verbands umfasst sowohl die Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit Altlasten als auch die Vorbereitung der Flächen für neue Nutzungen, etwa auf belasteten oder umgewidmeten Arealen. Anhand konkreter Projektbeispiele verdeutlichte Arnz, wie der AAV in Kooperation mit verschiedenen Partnern Altlasten beseitigt, Grundwasser schützt und die Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbeflächen unterstützt.

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