NABU: Nordring-Bau kann innerhalb Bocholts ökologisch nicht ausgeglichen werden

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Um die für den Bau des Nordringes anstehende Rodung des Wäldchens zwischen Adenauerallee und Hemder Weg sowie die Asphaltierung der gesamten Trasse auch nur einigermaßen ökologisch kompensieren zu können, müssten 30 bis 40 Hektar Naturentwicklungsfläche eingeplant werden. „Aber die Stadt hat ja bereits große Probleme Platz zu finden für 800 Bäume, die anlässlich des Stadtjubiläums gepflanzt werden sollen“, meint der Naturschutzbund und fordert erneut einen Stopp der Straßenpläne. Viele Ausgleichsmaßnahmen seien nichts anderes als Green-Washing. „Und sie erfolgen nicht zwingend in der Kommune, in der auch der Eingriff erfolgt. Es kann also durchaus sein, dass die Rodung der Trasse irgendwo anders ausgeglichen wird“, meint Vorsitzender Michael Kempkes in einer Pressemitteilung.

Der NABU steht mit seiner Meinung nach eigenen Angaben nicht alleine da. Zunehmend mehr Menschen aus Bocholt und der Region hätten ihr Befremden gegenüber dem Nordring bekundet, weil er einfach nicht mehr in diese Zeit passe. „Dass unsere Einschätzung diesbezüglich richtig ist, lässt sich auch anhand des ganz aktuellen Urteils des Bundeverfassungsgerichtes zum Klimaschutzgesetz vom 29. April 2021 erkennen. Die Richter monieren unmissverständlich, dass die Politik mit dem Klimaschutzgesetz nicht die Lebensgrundlagen der nächsten Generationen im Blick hat“, so Kempkes. Aus der Verantwortung für die jungen Menschen und die nachfolgenden Generationen wäre der Bau des Nordrings eine katastrophale Fehlentscheidung mit irreversiblen Folgen, meint der NABU.

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