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Kommt jetzt das Aus für Kunstrasenplätze?

Von BERTHOLD BLESENKEMPERFür die Bocholter SPD steht fest: Das Granulat der Bocholter Kunstrasenplätze enthält zu viel Mikroplastik, das ins Grundwasser gelangt und so die Umwelt schädigt. Deshalb müssen die Spielflächen nach Ansicht der Sozialdemokraten teuer saniert werden. Das erklärten sie gestern im Rat. Derweil warnte der Erste Stadtrat Thomas Waschki vor „Panikmache“. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe nicht, meinte er. Außerdem habe die Stadt bereits reagiert und setze statt Granulat mehr und mehr Sand ein.Indes regte Stadtbaurat Daniel Zöhler an, darüber nachzudenken, ob Kunstrasenplätze überhaupt noch sinnvoll seien. Hintergrund  sind Überlegungen der EU, die Kunstrasenplätze eventuell zu verbieten. Derweil hielt der Frank Büning (Die Linke) die Diskussion für überzogen. Die wahren Mikroplastik-Verursacher seien Autoreifen, stellte er fest. Jeder einzelne davon würde ein Kilogramm Mikroplastik verursachen. Das sei bei 40.000 Autos in Bocholt wesentlich umweltschädlicher, so Büning. […]

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Bischof verbietet ehemaligem Bocholter Pfarrer Dienst in der Kirche

Klare Entscheidungen von Bischof Felix Genn: Der ehemalige Bocholter Pfarrer Ulrich Zurkuhlen kann und darf wegen seiner unsäglichen Äußerungen zum sexuellen Missbrauch nicht mehr als Seelsorger tätig sein. „Mit diesen Äußerungen verhöhnt er die Betroffenen – er schlägt ihnen mitten ins Gesicht“, stellt der Bischof klar.In einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme erklärt der Bischof:”Am vorletzten Sonntag hat ein emeritierter Pfarrer in der Heilig-Geist-Kirche in Münster, die zur Pfarrei St. Joseph gehört, über das Thema „Vergebung“ gepredigt und dabei auch Aussagen zur Vergebung für die Täter sexuellen Missbrauchs gemacht. Natürlich kann man in einer Predigt das Thema „Vergebung“ aufgreifen. Vergebung ist ein zentrales Thema unseres Glaubens. Entscheidend ist aber, wie man das macht. Man kann und darf von Opfern niemals Vergebung verlangen, Vergebung ist immer ein Geschenk, auf das ich kein Anrecht habe. Vergebung ist immer eine Gnade, die mir geschenkt wird.Ich stand im Nachgang und in den sich anschließenden Auseinandersetzungen und Diskussionen über diese Predigt vor dem Problem, dass die Predigt nicht schriftlich vorlag. Das, was ich darüber hörte, reichte aber aus, dass ich den emeritierten Pfarrer bereits Ende der vergangenen Woche eindringlich gebeten habe, bis auf weiteres nicht mehr zu predigen. Durch den Gesprächsabend, durchgeführt von der Pfarrei St. Joseph, wurde aber der Kontext klar beleuchtet; diese glaubhafte Beschreibung vermittelte einen ganz anderen Zusammenhang; vor allem zeigt es sich, dass der Pfarrer nicht missverstanden wurde.Zwischenzeitlich hat sich der Pfarrer nun sowohl auf seiner eigenen Homepage als auch in verschiedenen Interviews geäußert. Am gestrigen Abend wurde in der Lokalzeit im WDR-Fernsehen ein Beitrag ausgestrahlt, in dem der Priester mehrfach zu Wort kommt.Ich zitiere im Folgenden bewusst wörtlich, was er unter anderem gesagt hat: So spricht er über die Opfer und sagt, dass er sich wundert, „dass sie so lange damit gewartet haben“ – mit „damit“ meint er offenbar das Gehen an die Öffentlichkeit. Weiter führt er aus: „Wenn Kinder wirklich so etwas Schreckliches erlebt haben bei einem Jugendkaplan, warum gingen sie immer wieder dahin, hinterher?“ Das bekräftigt er noch einmal, wenn er auf Nachfrage sagt: „Ich meine eben, wenn die Kinder immer wieder dahin gingen, hatten sie ja offenbar auch ein positives Verhältnis zu dem Mann, finde ich, sonst würden sie ja nicht hingehen.“ Und generell vertritt er im Blick auf den sexuellen Missbrauch die Auffassung, „dass es vielleicht nicht so tragisch für die Kinder war.“Sehr geehrte Damen und Herren, es tut mir leid, dass ich Ihnen diese Aussagen zumuten musste. Ich habe das aber getan, weil sie gemeinsam mit dem, was der Priester ansonsten in den letzten Tagen gepredigt und gesagt hat, die Grundlage für die Konsequenzen sind, die ich heute angeordnet habe und die ich dem Priester bereits habe mitteilen lassen.Ich möchte aber, bevor ich darauf eingehe, noch Folgendes sagen: Sie sehen mich hier heute wirklich fassungslos. Dass ein Priester bei alldem, was wir inzwischen über sexuellen Missbrauch, gerade auch durch Kleriker, über Täterstrategien und das Leid der Opfer wissen, hingeht und solche Äußerungen tätigt, ist unfassbar. Wenn mich diese Äußerungen schon derart fassungslos machen, wie muss es dann erst für die von sexuellem Missbrauch Betroffenen sein? Mit diesen Äußerungen verhöhnt der Priester die Betroffenen – er schlägt ihnen mitten ins Gesicht. Und seine Aussagen stehen im absoluten Widerspruch zu der Haltung, die uns im Umgang mit sexuellem Missbrauch prägen muss: Alles, was wir tun, muss sich daran messen lassen, dass im Mittelpunkt die Perspektive der Betroffenen steht. Es geht jetzt nicht um Vergebung für die Täter, sondern um Gerechtigkeit – soweit das überhaupt und ansatzweise möglich ist – für die Opfer. Nulltoleranz gegenüber dem Verbrechen sexuellen Missbrauchs heißt für mich auch Nulltoleranz gegenüber solchen unsäglichen Äußerungen, wie sie der Priester getätigt hat.Ich habe mich daher zu den folgenden Maßnahmen entschlossen:Pfarrer Ulrich Zurkuhlen ist es verboten, sich weiterhin in dieser Sache zu äußern, sei es schriftlich oder mündlich. Ich möchte dadurch verhindern, dass er weiterhin die Betroffenen mit seinen unsäglichen Thesen belästigt.Ich habe ihm mit dem heutigen Tage jeglichen Dienst als Seelsorger untersagt, die öffentliche Zelebration und Predigt. Außerdem wurde ihm die Beichtvollmacht entzogen.Ich erwarte von ihm eine glaubhafte schriftliche Entschuldigung gegenüber den Betroffenen, gegenüber der Gemeinde, den Kolleginnen und Kollegen, gegenüber all den Menschen, die er verletzt hat.Mit dem heutigen Tag habe ich Pfarrer Zurkuhlen in den Ruhestand versetzt und die Bezüge gekürzt.All dies bedeutet, das Pfarrer Zurkuhlen nicht mehr als Seelsorger tätig sein kann und darf. Wenn einer meiner Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen solche Thesen vertritt, kann er nicht weiterhin im Dienst bleiben. „Foto: Bistum Münster […]

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Wegen Mikroplastik: SPD fordert teure Sanierung der Bocholter Kunstrasenplätze

Deutschlandweit gehen laut Bocholter SPD-Fraktion geschätzt 10.000 Tonnen Mikroplastik, das in die Umwelt gelangt, auf das Konto des Granulats auf Kunstrasenplätzen. Aufgrund der hohen Mikroplastikemission berät die EU-Kommission über ein Verbot dieses Granulats nach. Dieses wird für 2022 erwartet. Und die dann notwendige Sanierung mit Austausch des Granulats durch z.B. Sand könnte laut Medienberichten Kosten von 100.000 bis 500.000 Euro je Kunstrasenplatz verursachen. Nun fragt die SPD bei der Verwaltung nach und will wissen, wie die Lage in Bocholt aussieht.Für die morgige Ratssitzung haben die Sozialdemokraten folgende Fragen gestellt:1. Gibt es Untersuchungen, ob das Fußballspielen auf den belasteten Plätzen gesundheits-schädlich ist? Kommt beim Fußballspielen aufgewirbeltes Mikroplastik in die Lungen der Spielerinnen und Spieler oder setzt es sich in Wunden fest2. Welche Kosten kommen auf die Stadt Bocholt, bzw. Vereine bei einem zu?3. Werden Rücklagen gebildet, um zeitnah die Kunstrasenlätze zu renovieren?4. Wann kann mit der Renovierung der Plätze begonnen werden?Die SPD braucht nach eigenen Angaben nicht erst ein Verbot der EU-Kommission. „Wir sind überzeugt, dass wir alle schnell handeln müssen“, so die Fraktion in ihrer Anfrage. […]

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Ehemaliger Bocholter Pfarrer sorgt in Münster für Kirchen-Eklat

Der ehemalige Bocholter Pfarrer Ulrich Zurkuhlen, der von 1978 bis 1985 die damals selbstständige Gemeinde Herz-Jesu (heute Liebfrauen) leitete, hat für einen Kircheneklat gesorgt. Der 79-Jährige hatte in einer Predigt am 30. Juni in der Heilig-Geist-Kirche Münster Vergebung für Missbrauchstäter unter den Seelsorgern eingefordert. Daraufhin hatten zahlreiche Gottesdienstbesucher unter lautstarkem Protest die Kirche verlassen. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Schließlich bat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, den emeritierten Pfarrer, nicht mehr zu predigen.„Wie kann ich in der Kirche, die mir doch ein Stück weit Zuhause ist, bleiben, wenn so etwas geschehen kann?“ Das war eine der zentralen Fragen, die sich laut einem Bericht des Pressedientes des Bistums während einer Gemeindeversammlung stellten. 120 Gäste kamen. Zurkuhlen selbst nahm auf eigenen Wunsch nicht teil.Geschockt, fassungslos, ratlos, erschüttert, hilflos – so schilderten die Teilnehmer ihre Emotionen während der Predigt des emeritierten Pfarrers. „Er hat nicht gefragt, was los ist, es fehlte an Sensibilität“, so ein Wortbeitrag. Richtig sei es gewesen, der Predigt zu widersprechen. „Gut, dass wir mittlerweile die Sprache und die Offenheit in der Kirche haben, und sie nutzen“, wurde aus dem Publikum angemerkt.Besonders beschäftigte die Teilnehmer auch nach einer Woche die Tatsache, dass Zurkuhlen zum einen im Nachklang von einem „schreienden Mob“ gesprochen habe, gegen den er „nicht angekommen“ sei. „Wir haben die Kirche ruhig verlassen und uns auf dem Vorplatz versammelt“, machte eine Frau deutlich. Tumulte habe es nicht gegeben.Zum anderen war immer wieder die fehlende Opferperspektive, der mangelnde Respekt Zurkuhlens vor den Betroffenen Thema in den zahlreichen Wortbeiträgen, die von Beate Meintrup, Präventionsbeauftragte des Bistums Münster, und Michael Sandkamp, Koordinator der Präventionsschulungen an Bischöflichen Schulen, moderiert wurden. „Frauen, die statt über ihre Ex-Männer zu lästern, denen doch besser vergeben sollten, gleichzusetzen mit einem Anspruch des Vergebens von Missbrauchstätern den Opfern gegenüber, ist ungeheuerlich“, hieß es.„Es geht hier nicht primär um die Rettung der Kirche, sondern um Gerechtigkeit für die Betroffenen sexuellen Missbrauchs“, sagte Stefan Rau, und widersprach damit deutlich Ulrich Zurkuhlen, der – auch dem Empfinden der Gottesdienstteilnehmer nach – „nicht anerkannt hat, was gerade als Reaktion auf seine Predigt passierte, und die Opferperspektive völlig vermissen ließ.” […]

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JUNGE UNI in Bocholt: Lernen ohne Grenzen am Forschertag

Bocholt (PID/JUBOH). “Lernen ohne Grenzen – Forschertag”, lautete das Motto jetzt an der JUNGE UNI in Bocholt. “Wir sprechen nicht nur über Europa, wir machen Europa”, sagte Bocholts Erster Stadtrat und Bildungsdezernent Thomas Waschki bei der Begrüßung der 54 Jugendlichen aus Aalten und Heek, die gemeinsam an den Workshops “Werde zum Techniker”, “Die Energiewende – Wann wird es endlich ernst?”, “Social Media (… und wie gehe ich damit um)” und “Die Wissenschaft der Biomimetik” teilnahmen.”An der JUNGE UNI in Bocholt stehen die MINT-Fächer an erster Stelle. Das sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Und um geht es am Forschertag”, so Waschki in seiner Ansprache. Die JUNGE UNI lege vor allem Wert darauf, dass Lernen auch Spaß mache. Waschki berichtete über die Gespräche, die zwischen der deutschen Stadt Bocholt und u.a. der niederländischen Gemeinde Aalten laufen. “Wir sprechen aber nicht nur über Europa, wir machen Europa – und ihr seid Teil davon. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei, Technik spielend zu erlernen und würde mich freuen, wenn ihr auch über die Grenzen hinweg Freundschaften schließen könntet”, so Waschki abschließend.Vier WorkshopsIn zwei Runden konnten die Jugendlichen jeweils zwei der vier Workshops besuchen. Das Team Royal Speelen mit Bart van den Broek und Rien Fongers hatte Technik zum Anfassen und selber Bauen mitgebracht. Gemeinsam bauten die Jugendlichen einen hydraulischen Greifer. Da war nicht nur Zusammenarbeit, sondern auch ganz viel Geschick gefragt. “Die Mädchen können das meistens besser, die arbeiten genauer”, sagte Bart van den Broek. Am Ende hatte aber jeder Workshop-Teilnehmer seinen Greifer gebaut.Wenn das Eis der Erde schmilztProf. Dr. Rainer Nawrocki von der Westfälischen Hochschule in Bocholt, gleichzeitig auch Dozent an der JUNGE UNI in Bocholt, berichtete in seinem Workshop über die Energiewende und “wann es endlich ernst wird”. “Sollte sämtliches Eis, das auf der Erde vorhanden ist, schmelzen, dann würde der Meeresspiegel um 80 Meter steigen. Bocholt wäre dann ebenso komplett unter Wasser wie fast ganz Holland. In Limburg gibt es noch einen Hügel, der über 280 Meter hoch ist, da würde es dann aber eng werden”, berichtete Nawrocki und sorgte für staunende Gesichter.Vorsicht im InternetDas Thema “Social Media- und wie gehe ich da verantwortungsvoll mit um” stand bei Polizeihauptkommissar Ulrich Kolks auf der Agenda. Jugendschutz- und Altersbegrenzungen waren ebenso ein Thema wie unseriöse und kriminelle Nutzerinnen und Nutzer, die Kinder und Jugendliche abzocken, brachte Kolks den Jugendlichen nahe. “Wenn ihr irgendetwas bemerkt, wenn eure Mitschülerinnen oder Mitschüler in irgendetwas reinrutschen, dann meldet euch umgehend bei der Polizei. Wir sind mittlerweile so weit ausgestattet, dass wir solchen Kriminellen schnell das Handwerk legen können.”Der Natur auf der SpurIn Dr. Lisa Heiders Workshop “Die Wissenschaft der Biomimetik” waren die Jugendlichen der Natur auf der Spur. Anhand von vielen Beispielen zeigte Heider auf, dass es die Natur besser kann und die Menschen schon viele Dinge “abgeschaut” haben: Ultrastarke synthetische Spinnenfäden, Klebefilme, die sich das Funktionsprinzip von Geckofüßen zunutze machen, Klettverschlüsse oder Turbinenblätter, die Walflossen nachgebildet sind.Bei einem Mittagessen konnten die Jugendlichen ihre Kontakte vertiefen, die sie beim ersten grenzüberschreitenden Projekttag in der Robertschule im Civon, Ulft, geknüpft hatten.Die BeteiligtenIsabel Testroet, Leiterin der JUNGE UNI in Bocholt und Organisatorin des Forschertags, dankte gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Jule Wanders den Beteiligten, die den Forschertag erst möglich machten. Helen Theßeling und Tatjana Wemmer vom Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung stellten die Aula der ZfsL zur Verfügung. Aus den Niederlanden besuchten Hans te Lindert, Wethouder der Gemeente Aalten, Alexandra Arens vom Interantionalen Netzwerkbüro der Gemeente Aalten, und Stan Buil, Projektmanager von “Lernen ohne Grenzen” sowie Caroline Termat, Regisseurin der “thematafel (regionaal) “Bildungs & Arbeitsmarkt”, Regio Achterhook den Forschertag.”Unbegrenzt denken””Es ist schön zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt, wenn wir unbegrenzt denken. Charakteristisch für die Zusammenarbeit, die rund um dieses Thema entsteht, ist, dass wir dank der JUNGE UNI und Royaal Spelen/Steam Academy einfach “machen”. Keine endlosen Diskussionen und Besprechungen. Oder wie wir im Niederländischen in der Achterhoek sagen: “D’RAN”, kommentierte Hans te Lindert den Forschertag. […]

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Geschichte, Natur und Grachten – Frauen besuchen Borculo

Bocholt (EUBOH). 29 Frauen des Frauennetzwerks Bocholt besuchten jetzt die niederländische Stadt Borculo. Sie gehört zur Gemeinde Berkelland in der Regio Achterhoek. Im Bauernmuseum „De Lebbenbrugge“ trafen die hiesigen Frauen mit ihren Kolleginnen des Frauennetzwerks „Frauenbrücke Deutschland – Niederlande“ zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung – gestärkt mit einem „Kopje Koffie“ – fand eine Museumsführung statt.Der Hof “De Lebbenbrugge” ist das einstige Jagdschloss der Herren von Borculo. Die Geschichte des Hofes wird in den verschiedenen Gebäuden vom 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit präsentiert.Jagdschloss “De Lebbenbrugge”Der Hof war nicht nur Jagdschloss, sondern auch Gasthof, Zollhaus und während der Friedensverhandlungen in Münster für kurze Zeit auch eine Art Postamt, wie die Frauen erfuhren. Die Zolleinnahmen waren für den Hof sehr wichtig. Sie kamen von den Händlern auf der Hessenroute, die über den Fluss Slinge zu den niederländischen Hansestädten, z. B. die Stadt Deventer, mussten.Gasthaus und Restaurant auf der HessenrouteDeshalb fungierte der Hof in der Vergangenheit als Gasthaus. Heute nutzen hauptsächlich Fahrradfahrer die beliebte Route und kehren für einen Imbiss in “De Lebbenbrugge” ein. Dieser wurde auch für die Frauen von den auf dem Hof ehrenamtlich Tätige vorbereitet. Eine typisch niederländische Brotzeit mit Korinthenstuten, Brötchen und zwei verschiedenen Suppen stärkte die Damen für die Weiterfahrt in die Innenstadt von Borculo.Offizieller Empfang im Rathaus der Gemeinde BerkellandDort empfing Bürgermeister Joost van Oostrum die deutschen und niederländischen Netzwerkvertreterinnen offiziell im Rathaus der Gemeinde Berkelland. Er berichtete ihnen von seinem Austausch mit dem Vredener Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. Für zwei Tage führte Oostrum die Amtsgeschäfte in Vreden und tauschte den Chefsessel mit Holtwisch. Dieser war damit in der Gemeinde Berkelland in der Position des Bürgermeisters unterwegs. Auch wenn der Titel gleich war, der Aufbau von Verwaltung und Politik in einer deutschen bzw. niederländischen Gemeinde ist unterschiedlich. Auf diese Unterschiede und seine Erfahrungen ging Oostrum ein. Darüber hinaus stellte er seinen Gästen die Gemeinde Berkelland mit einem kurzen Film vor.Bummel durch das pittoreske BorculoAbschließend hatten die Frauen die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das schmucke niederländische Städtchen. Entlang der Berkel luden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Zahlreiche Grachten, weiße Brücken und bunte Bauerngärten machten die Idylle perfekt. Einig waren die Frauen sich bei der Abreise: “In Borculo sind wir nicht zum letzten Mal gewesen – es lohnt sich, wieder hierher zu kommen!” […]

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StadtBus-Haltestelle Rathaus wird nicht bedient

Bocholt. Ab Montag, 15.07.2019 wird die Straße Schanze aufgrund von Straßenbauarbeiten im Bereich der Seniorenresidenz Schanze bis maximal zum Ende der Schulferien (27.08.2019) voll gesperrt wer-den.Hiervon betroffen sind die StadtBus-Linien C4 (Biemenhorst), C5 (Feldmark) und T12 (Mussum) in Fahrtrichtung stadtauswärts, die während der Sperrung ab Montag, 15.07.2019, Betriebsbeginn eine Umleitung über den Nordwall, den Ostwall und die Südmauer fahren. Durch die notwendige Umlei-tung wird die Haltestelle „Rathaus“ (an der „Seufzerbrücke“ gelegen) leider während der Sperrung nicht bedient werden können.Fahrgäste müssen während dieses Zeitraums (ab 15.07.2019) auf die Haltestelle „Bustreff“ oder „Neutorplatz“ ausweichen. Diese beiden Haltestellen werden regulär bedient, so dass dort die im Fahrplan veröffentlichten Zeiten uneingeschränkt gelten. An der Haltestelle Rathaus wird auf der elektronischen Fahrgastinformation auf die Sperrung hingewiesen. […]

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Neues Begleitheft zur 100 Schlösser-Route erschienen

Das Münsterland ist bei Touristen wie auch Einheimischen berühmt für seine Radwege. Die wohl schönste und eindrucksvollste unter ihnen ist die 100 Schlösser Route: Alle Infos dazu hat der Münsterland e.V. in dem kompakten Begleitheft “100 Schlösser Route – Erleben Sie Geschichte hautnah!” zusammengestellt, das ab sofort bestellt werden kann.Wälder, Wiesen, Felder, Städte und immer wieder Schlösser, Burgen, Herrensitze und Gräftenhöfe lenken auf rund 960 Kilometern der 100 Schlösser Route den Blick des Radwanderers in die über tausendjährige, bis heute sichtbar gebliebene Geschichte des Münsterlandes. Neben Wissenswertem zu den einzelnen Schlössern, Burgen und Herrensitzen hält die Broschüre eine Auswahl an Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten an der Strecke bereit. Darüber hinaus gibt es einen Überblick über die Touristen-Informationen mit Standort und Öffnungszeiten.Für jene, die nur ein Teilstück der Tour fahren wollen, gibt es eine Liste mit Einstiegsparkplätzen in alphabetischer Reihenfolge der Orte. Wer einmal eine Pause von den Schlössern braucht, der findet zudem Informationen zu zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten im Münsterland.Das Begleitheft ist ab sofort kostenlos erhältlich beim Münsterland e.V., telefonisch unter 02571-949392, per E-Mail an touristik@muensterland.com oder online auf der Seite www.muensterland.com/tourismus/service. […]

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Missbrauchsfall Wehren schlägt auch in Recklinghausen hohe Wellen

Auch in Recklinghausen schlägt der Fall Theo Wehren hohe Wellen. Das berichtet jetzt die Zeitung Kirche + Leben. In Recklinghausen war der langjährige, 2011 verstorbene Barloer Pfarrer von 1969 bis 1975 Kaplan gewesen. Und aus dieser Zeit stammen vermutlich bislang fast alle bekannten Missbrauchsfälle, die dem Geistlichen zur Last gelegt werden oder für die er bereits rechtmäßig verurteilt wurde. Entsprechend erbost reagierten die Gemeindemitglieder. Sie kritisieren scharf die Personalpolitik des Bistums Münster.Bis 1975 arbeitete Wehren als Kaplan in Gemeinden in Selm und Recklinghausen. Ein Jahr später war er – wie berichtet – vom Amtsgericht Bocholt rechtskräftig wegen mehrerer sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden. Dem Priester wurde anschließend die Beratung durch einen Therapeuten emfpohlen. Ob er dieses Angebot angenommen hat oder nicht, ist nicht bekannt.Laut Kirche + Leben ist Personalakte Wehrens der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Das Bistum Münster will die erhobenen Vorwürfe zudem von einer externen Expertenkommission klären und aufarbeiten lassen. […]

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NGG fordert mehr Zoll-Kontrollen bei Hoteliers und Gastronomen

Sie kommen unangemeldet und machen nicht viel Federlesen: Wenn Beamte des Zolls Betrieben im Kreis Borken eine Visite abstatten, kann es für Unternehmer ungemütlich werden – vorausgesetzt, sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Im vergangenen Jahr kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Münster in der Region insgesamt 1.212 Firmen auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Zöllner genau 238 Betriebe des Gastgewerbes ins Visier (plus 16 Prozent gegenüber 2017). In 20 Fällen – und damit in jedem zwölften Hotel, Imbiss oder Restaurant – deckten sie einen Mindestlohnverstoß auf. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Münsterland beruft sich hierbei auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Grüne).„Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Chefs gibt, die ihren Beschäftigten das absolute Minimum vorenthalten – den gesetzlichen oder einen höheren Branchen-Mindestlohn. Mindestlohn-Verstöße sind immer noch an der Tagesordnung. Und das obwohl es den gesetzlichen Mindestlohn schon seit über vier Jahren gibt“, kritisiert NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs. Bei Kellnern, Köchinnen und Hotelangestellten komme es am Monatsende auf jeden Euro an.Die Tatsache, dass viele Unternehmen es immer noch wagen, gegen geltende Mindestlöhne zu verstoßen, macht, so die NGG Münsterland, eines deutlich: „Der Zoll muss mehr und intensiver kontrollieren – gerade auch in der Gastronomie. Beim Thema Mindestlohn zeigt sich, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser ist. Je höher das Risiko für schwarze Schafe ist, bei illegalen Praktiken überführt zu werden, desto seltener setzen sie auf Tricksereien“, betont Adolphs. Der Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf mehr als 10.000 Beamte aufzustocken, sei ein „wichtiger Schritt“. Derzeit sei die FKS von dieser Zielmarke aber noch weit entfernt. Nach Informationen der NGG waren bundesweit zuletzt lediglich 6.600 Planstellen für Kontrolleure besetzt – 107 davon beim Hauptzollamt Münster.„Damit der Zoll bei seinen Kontrollen aber überhaupt fündig werden kann, müssen die Arbeitszeiten in den Betrieben genau erfasst werden. Bei Schummeleien mit den Stundenzetteln können die Beamten gegen den Arbeitgeber ermitteln – und geprellte Löhne zurückfordern“, erklärt Helge Adolphs. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter künftig systematisch dokumentieren. Im Gastgewerbe wurde bereits mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht der geleisteten Stunden eingeführt. Die NGG hatte sich dafür gegen den Widerstand der Arbeitgeber starkgemacht. […]

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Erneut Firmentransporter aufgebrochen

Bocholt (ots) – Am vergangenen Wochenende brachen noch unbekannte Täter die Heckklappe eines auf der Dinxperloer Straße stehenden Firmentransporters auf und entwendeten einen Laubbläser und eine Heckenschere der Marke Stihl. Außerdem die Heckklappe eines auf der Eichendorffstraße stehenden Firmentransporters aufgebrochen und Werkzeuge entwendet. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise bitte an die Kripo in Bocholt (02871) 2990. […]

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Raser hebt mit fast 200 km/h ab und landet im Krankenhaus

Borken (ots) Am Montagabend befuhr ein 30-jähriger Borkener gegen 23.15 Uhr die Borkener Straße in Richtung Burlo.Infolge erheblich überhöhter Geschwindigkeit hob sein Fahrzeug an einer Bodenwelle ab und kam von der Fahrbahn ab. Der Pkw überschlug sich mehrfach, touchierte zwei Straßenbäume und kam total beschädigt ca. 110 Meter hinter der Bodenwelle auf einem ca. 2 m höher gelegenen Kartoffelacker zum Stillstand.Der 30-Jährige konnte sich selbst aus dem Pkw-Wrack befreien, und gab gegenüber den Polizeibeamten an, sich nicht schwer verletzt zu haben. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus, wo er zunächst stationär aufgenommen wurde.Anhand der bisherigen Ermittlungen wird von einer gefahrenen Geschwindigkeit von annähernd 200 km/h ausgegangen. Die Ermittlungen dauern an. […]

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Ferienjob: Geld verdienen und auf den Beruf vorbereiten

In der Produktion helfen, im Lager Kartons packen, Zeitungen austragen, Supermarktregale einräumen oder Hilfstätigkeiten im Büro – Jugendliche verdienen sich mit den unterschiedlichsten Arbeiten etwas Geld nebenher. Eine gute Gelegenheit für Einblicke ins Berufsleben bieten die anstehenden Ferien: „Wer einen Ferienjob eng an den eigenen Interessen ausrichtet, überlegt und konsequent vorgeht, der gewinnt erste Berufserfahrungen und auch ein Gefühl für einen strukturierten Arbeitstag“, empfiehlt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Diese Praxiseinblicke könnten berufliche Pläne verfestigen und ein entsprechender Eintrag mache sich auch gut in jedem Lebenslauf. Zusätzlich vermittele die Tätigkeit Tugenden wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit – fürs spätere Berufsleben unverzichtbar.Auch Arbeitgeber sind gut beraten, zukünftige Nachwuchskräfte über einen Ferienjob zu gewinnen. „Unternehmen, die die Rahmenbedingungen gut gestalten und sich auch nach Ablauf der Zeit weiter um Kontakt bemühen, können echte Interessenten für eine spätere Ausbildung im Unternehmen gewinnen“, so Schmitz. Eine Win-win-Situation für beide Seiten.Rechtsanwalt Wolfgang Schmitz und das neunköpfige Juristenteam des Unternehmerverbandes beraten die Mitgliedsfirmen auch im Arbeitsrecht. Deshalb gibt er einige rechtliche Hinweise, was die Firmen bei der Beschäftigung von Schülern oder Studierenden in den Ferien beachten müssen. Schmitz: „Zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr sind kleinere Jobs von bis zu zwei Stunden am Tag erlaubt, z. B. Zeitung austragen oder Nachhilfe geben. Wichtig ist, dass die Arbeit nicht gesundheitsgefährdend ist und die Eltern ihre Zustimmung geben.“ Bei Jugendlichen ab 15 Jahren seien Arbeiten bis zu acht Stunden pro Werktag erlaubt. „Wichtig ist, dass bis zur Vollendung der Vollschulpflicht der Ferienjob auf maximal 40 Stunden pro Woche und vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt bleibt.“ Insgesamt, so der Rechtsanwalt, darf höchstens an 20 vollen Ferientagen gearbeitet werden. „Auf gar keinen Fall erlaubt sind Akkord-, Wochenend- und Nachtarbeit. Dasselbe gilt für gefährliche und schwere Tätigkeiten.“Wer arbeitet muss auch Pause machen. Hier haben unter 18-Jährige bei viereinhalb bis sechs Stunden Arbeit am Tag Anspruch auf mindestens 30 Minuten, bei mehr als sechs Stunden auf 60 Minuten Pause. Anders gestaltet sich laut Schmitz die Situation ab dem 18. Lebensjahr. Oberstufenschüler oder Studenten seien in der Ausübung von Ferienjobs viel freier, denn mit Beginn der Volljährigkeit gebe es kaum noch Einschränkungen.Bildunterschrift: Ferienjobs in der Gastronomie, auch fern der Heimat in den gerade gefragten Urlaubsorten, sind beliebt. Wie viele Stunden Jugendliche am Tag bzw. in der Woche arbeiten dürfen, und wann Pausen einzuhalten sind, muss beachtet werden. Arbeitsrechtliche Expertise dazu liefert der Unternehmerverband. (Foto: istock) […]

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38 Studierende zum ersten Praktikum bei der Polizei

Kreis Borken- Die Ausbildung bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen findet in Form eines dualen Studiums statt und endet nach drei Jahren mit der Ernennung zur Polizeikommissarin oder Polizeikommissar. Fester Bestandteil des dualen Bachelorstudiums sind Praktika in den Kreispolizeibehörden.Bis Ende August dieses Jahres absolvieren ab heute 38 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter bei der Kreispolizeibehörde Borken ihr erstes Praktikum. Das Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung startete im September 2018.Mit dem ersten theoretischen Wissen und erfolgreichen Trainings im Gepäck kommt nun für die Studentinnen und Studenten der erste Schritt in den echten Polizeialltag. Dabei werden sie immer durch Tutoren, erfahrene Polizistinnen und Polizisten der Kreispolizeibehörde Borken, begleitet. Selbstverständlich werden auch die Tutorinnen und Tutoren für diese Aufgabe aus- und fortgebildet.Die enge Verzahnung des wissenschaftlichen Studiums, der Trainingsmodule und der Praktika gewährleistet, dass die jungen Polizistinnen und Polizisten nach drei Jahren sehr gut auf ihre Aufgaben im Dienst für die innere Sicherheit und als “Freund und Helfer” in vielen Lebenslagen vorbereitet sind.Der Abteilungsleiter der Polizei, Leitender Polizeidirektor Frank Burre, begrüßte die Praktikantinnen und Praktikanten zusammen mit weiteren Vertretern der Kreispolizeibehörde Borken am MOntag(08.07.2019) im Borkener Kreishaus. Herr Burre wünschte den Studentinnen und Studenten eine interessante, schöne und lehrreiche Zeit während ihres ersten Praktikums. Die jungen Polizistinnen und Polizisten werden in den nächsten Wochen zum Bild auf unseren Straßen dazu gehören. Sie werden in den Polizeiwachen Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau eingesetzt und bilden grundsätzlich mit ihrer Tutorin/ihrem Tutor und einer weiteren Beamtin/einem weiteren Beamten ein Streifenteam. […]

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Einigung mit allen Beteiligten: Borgers-Restrukturierung kann wie geplant umgesetzt werden

Das zu Beginn dieses Jahres eingeleitete Programm zur Restrukturierung der Borgers-Gruppe kann wie geplant umgesetzt werden. Das teilte das Unternehmen jetzt in einer Presseerklärung mit. Das Management des Spezialisten für textile Autobauteile und Maschinenbau-Lösungen habe mit den finanzierenden Banken, Automobilherstellern (OEMs), Gesellschaftern und Teilen der Belegschaft eine umfassende Solidarlösung erreichen können. Damit sei die Finanzierung der Gruppe für die kommenden Jahre gesichert. Geplant sei, bereits Jahr 2021 wieder eine solide branchenübliche Profitabilität zu erwirtschaften, heiß es weiter.Die Übereinkunft sieht vor, dass die Banken die bestehenden Kreditlinien weiterführen und zudem zusätzliche Liquidität bereitstellen, um den Spitzenfinanzierungsbedarf von Borgers abzudecken. Die OEMs als wesentliche Kundengruppe leisten in unterschiedlicher Form Beiträge. Mit Vertretern der Belegschaft der Automotive-Sparte konnten – je nach Standort unterschiedliche – Zugeständnisse vereinbart werden. Zusammen bewegen sich die Beiträge aller drei Stakeholder im hohen zweistelligen Millionenbereich. Die darüber hinaus noch laufenden Verhandlungen über Beiträge der Beschäftigten in Bocholt zur langfristigen Sicherung des Standortes verlaufen konstruktiv und sind weit fortgeschritten.Ralf Schmitz, Vorstand und CRO der Holdinggesellschaft Borgers SE & Co. sowie Partner der Beratungsgesellschaft Schmitz & Partner, Düsseldorf: „Die Verhandlungen in den vergangenen Monaten waren ohne Zweifel schwierig, zeitintensiv und komplex. Doch das erreichte Ergebnis ist für Borgers nicht nur wirtschaftlich gut und tragfähig, es zeigt auch, dass die Unternehmensgruppe mit ihren Sparten Automotive und Maschinenbau unverändert als etablierter und langfristig relevanter Partner gesehen wird. Diese Einschätzung wird durch die erfreuliche operative Entwicklung des Automotive-Geschäfts in den ersten fünf Monaten dieses Jahres untermauert.“ In den ersten fünf Monaten 2019 (Januar bis Mai) lagen die Gesamtleistung und das operative Ergebnis der Gruppe trotz der allgemeinen Konjunktureintrübung über Plan. Auch die Auftragslage entwickelt sich bisher im Rahmen der Erwartungen.Werner Borgers, Vorstand und CEO der Borgers SE & Co. KGaA: „Ich bin erfreut und dankbar über das Verhandlungsergebnis. Alle Beteiligten haben in den vergangenen Monaten in konstruktiver und verantwortungsvoller Weise an dieser guten Lösung mitgearbeitet. Neben der konsequenten Umsetzung des Restrukturierungsprogramms werden wir in den kommenden Monaten weiter intensiv daran arbeiten, unsere Position als zuverlässiger und sehr innovativer Partner für unsere Kunden auszubauen. Dafür steht der Name Borgers seit mehr als 150 Jahren. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir auch künftig unseren Kunden bei textilen Automobilausstattungen Mehrwert in Sachen Akustik, Gewicht und Recycling bieten – und zwar unabhängig von der Antriebsart.“Die Automobilsparte der Borgers-Gruppe war 2018 insbesondere durch die mangelnde Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften bei gleichzeitig stark steigenden Lohnkosten in Osteuropa und in den USA in die Verlustzone geraten. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern führte zu deutlichen Effizienzeinbußen in den entsprechenden Werken und hohen Kosten für die Aufrechterhaltung der Lieferkette. Das Restrukturierungsprogramm umfasst im Wesentlichen drei Handlungsfelder:1. Aufgabe nicht-profitabler Standorte: Nach der bereits 2018 erfolgten Schließung des US-Standortes in Vance/Bundesstaat Alabama wird – wie bereits bekanntgegeben – das strukturell defizitäre Werk in Dingden nahe des Firmensitzes Bocholt Ende des Jahres 2020 geschlossen. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über einen Sozialplan und Interessenausgleich sollen in Kürze beendet werden.2. Effizienzsteigerungen: In der gesamten Gruppe mit ihren weltweit 25 Werken wird die Effizienz im operativen Geschäft durch eine Vielzahl von bereits definierten Einzelmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Logistik und Einkauf erhöht.3. Kostenabbau: Weitere Einsparungen werden durch die Reduktion der allgemeinen Kosten und durch die Verschlankung von Verwaltung und produktionsnahen Abteilungen erzielt.Auf Basis dieses Maßnahmenbündels sieht die Planung vor, dass die Borgers-Gruppe 2021 bei in etwa gleichem Umsatz wie 2018 (rund 900 Mio. Euro) eine erheblich verbesserte operative Rentabilität erwirtschaften wird. Dies setzt auch operative Verbesserungen und Einsparungen bei der deutlich kleineren Gruppensparte Maschinenbau (Firmengruppe Olbrich) voraus. […]

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