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Handwerk trifft Design – 25 Jahre Malerbetrieb und Manufaktur FRESCOLORI®

Bocholt. Von der Garagenfirma zum weltweit operierenden Unternehmen – manchmal funktioniert so etwas auch in Deutschland. Ein Beispiel dafür ist die Frescolori.de GmbH aus Bocholt. Vor 25 Jahren von Frank Ewering als Ein-Mann-Gesellschaft in einem Unterstellplatz an der Roonstraße in Bocholt gegründet, präsentiert sie sich heute als 27-köpfiger Malerbetrieb und mehrfach preisgekrönte Manufaktur. „Auch wenn wir inzwischen jährlich tausende Tonnen hochwertigen Marmorputz produzieren und auf vielen Kontinenten der Welt verkaufen, bleiben wir doch Handwerker. Das ist die Basis, die wir und von der wir leben“, erklärt Firmenchef Frank Ewering seine Philosophie. Grund genug für ihn, zum Jubiläum zunächst viele Kolleginnen und Kollegen aus den deutschen Partnerbetrieben und dann am Sonntag, den 14. Oktober, ganz Bocholtzu einem Tag der offenen Tür in die Firmenzentrale an der Ferdinand-Braun-Straße 2 in Holtwick einzuladen undEwering wuchs in Groß Reken mit Farben, Formen und Strukturen auf. Er war ältester Sohn eines Malers und eigentlich prädestiniert, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Doch der Junior hatte andere Pläne. Diesen und auch seinem Herzen folgend, zog er nach Bocholt und baute dort mit bescheidensten Mitteln einen eigenen Betrieb auf. Während eines Messebesuches in München lernte der Maler erstmals italienischen Putz kennen und fand auch schnell einen Kunden dafür. Das Ergebnis war ein Desaster. „Als ich auf die Baustelle zurückkam, hatte die Hausherrin 400 Schadstellen mit gelben Klebezetteln markiert“, erinnert sich Ewering. Ursache war fehlerhaftes Material.”Desaster” als Geburtsstunde der MarkeWas ihm damals viel Schweiß und Geld kostete, war im Nachhinein ein Glücksfall und die Geburtsstunde von FRESCOLORI®. „Das muss doch besser gehen“, dachte sich der Bocholter und entwickelte in jahrelanger, manchmal nächtelanger Arbeit einen eigenen Putz. Dazu kauft er sich zunächst in einem Fachgeschäft für Bäckereibedarf eine große Rührmaschine und experimentierte herum. Ewering verwendet ausschließlich natürliche, emissionsfreie Rohstoffe. Dazu gehören und anderem Kalk und geriebener Marmor. Beides wurde mit Bindemitteln und Wasser sowie weitere Zutaten vermischt. Eine Sisyphusarbeit. Denn mal klumpte das Endergebnis, weil von dem einen oder anderem zu viel beigemengt war, mal band es nicht sauber ab, weil eine andere Zutat zu spät oder früh hinzugegeben wurde. Kein Wunder, dass Frank Ewering das Geheimnis der genauen Zusammensetzung und des exakten Produktionsprozesses bis heute hütet wie seinen Augapfel. Das Rezeptbuch liegt sicher verwahrt in einem Tresor.Das erste verkaufsfähige Produkt nannte der Gründer wegen des hohen Anteils Carrara-Marmors aus Italien CARAMOR®. Es wurde erstmals erfolgreich im Bocholter Kinodrom eingesetzt. Ewerings Unternehmen war in der Zwischenzeit in eine Halle an der Vardingholter Straße in Barlo umgezogen. 1998 gründete er dort die Produktionsgesellschaft Frescolori.de GmbH und experimentierte weiter.  Die Qualität der Ergebnisse sprach sich herum. Es folgten Großaufträge von Banken, Hotels und Reedereien, die die Innenwände ihrer Kreuzfahrtschiffe mit und von FRESCOLORI® veredeln ließen.Mehrer Designpreise für die Produkte made in BocholtAuch die Produktpalette vergrößerte sich. Zu CARAMOR® gesellten sich MARANZO® (für den Boden) PURAMENTE® (für die Dusche) und vor allem FRESCOTON®, eine Spachtelmasse, die Leichtbauwänden und Holzplatten eine wie echt wirkende Betonoptik verleiht. Die Erfindung war derart revolutionär, dass die Bocholter Firma gleich mit mehreren Design-Preisen ausgezeichnet wurde – unter anderem mit dem reddot award, dem German Design Award und dem Plus X Award.Erneut wurde es zu eng. Frank Ewering ließ eine neue Betriebsstätte in Holtwick bauen, die man 2011 bezog, die 2017 aber noch einmal erweitert wurde und auch jetzt schon wieder neu überplant wird. In der Zentrale fand auch ein Schulungszentrum Platz. „Um die einzigartige, von den Kunden gewünschte Optik zu bekommen, müssen selbst erfahrene Maler den Umgang mit unseren Produkten zunächst einmal erlernen“, erklärt der Inhaber und Chef. Ein Grund mehr für ihn, ein Partnerprogramm zu entwickeln und den Kolleginnen und Kollegen zu helfen.Strategische Allianz mit der Premium-Einrichtungsmarke WK Wohnen2018 dann ein weiterer Meilenstein: Die Bocholter Manufaktur schloss eine strategische Allianz mit der traditionsreichen Premium-Einrichtungsmarke WK Wohnen in Rheda-Wiedenbrück. Die vertreibt nun weltweit exklusiv entwickelte Wandpaneele und eine Tischkollektion in den aktuell angesagten Steinoptiken made in Bocholt. Frank Ewering hatte es zuvor geschafft, die vertraute Optik und Haptik des CARAMOR® auf MDF-, HDF-, Siebdruck- oder Aluminiumverbundplatten zu bringen.Inzwischen ist mit seinem Sohn Maximilian Ewering die nächste Generation als Auszubildender ins Unternehmen eingestiegen. Anders als sein Vater Frank, der staatlich geprüfter technischer Fachwirt Farbe und Malermeister ist, schlägt der Junior zunächst den kaufmännischen Berufsweg ein. Und wie geht es weiter? „Wir setzten unsere Doppelstrategie fort“, meint Frank Ewering. Demnach bleibt die Frescolori.de GmbH eine Manufaktur, ohne ihre Wurzeln als Malerbetrieb aufzugeben. Und doch hegt der Gründer, Inhaber und Chef einen Traum. Einen Showroom in London, dem internationalen Zentrum für Design, Architektur und Projektmanagement, würde er noch gerne eröffnen.Tag der offenen Tür am SonntagDie Frescolori.de GmbH lädt am Sonntag, den 14. Oktober 2018, von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür an die Ferdinand-Braun-Straße in Bocholt-Holtwick ein. Auf die Besucher warten Werksführungen, Zauberei und Ballonkunst, Kinderschminken, eine Hüpfburg und ein Food-Trailer mit Getränkestand, Um 16:30 Uhr verlost das Unternehmen Material für ein 30 Quadratmeter großes, fugenloses Bad inklusive fugenloser Dusche. Mehr dazu unter verlosung.frescolori.com […]

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Bocholter Wimmelbuch überzeugt mit viel Liebe zum Detail

Bocholt (PID). Vor dem Historischen Rathaus ist viel los: Ein Pärchen heiratet, vom Fenster regnen Blumen herab. Gleichzeitig verliert ein Junge im Kinderwagen am Gemüsestand seinen Schnuller, was dem Rosenverkäufer, der sich gerade bückt, auffällt. Ein verliebtes Pärchen schleckt derweil Rücken an Rücken genussvoll ein Eis, während über Bocholt ein Heißluftballon mit dem Stadtwappen schwebt. Und es passiert noch viel mehr, überall wuselt es, je länger man die liebevoll gezeichnete Momentaufnahme betrachtet.Sie ist Teil eines Wimmelbuchs über Bocholt, das jetzt erschienen ist.Wimmelbücher sind Bilderbücher, die sich durch ihren Detailreichtum auszeichnen. Das Auge entdeckt immer wieder neue, kleine Einzelheiten und sogar Geschichten, die sich über mehrere Seiten hinweg spannen. In der Bocholter Ausgabe ist auf jedem Bild eine schwangere Frau zu sehen, die am Ende mit Vater und Kind am Rodelberg spielt. Wimmelbücher begeistern Kinder wie Erwachsene. Es macht Spaß, in ihnen zu stöbern und auf die Suche zu gehen: “Ich sehe was, was du nicht siehst…”Acht Motive mit LokalkoloritJetzt also gibt es ein Wimmelbuch mit Bocholter Lokalkolorit. Acht Motive sind zu sehen. Neben der Marktszene vor dem Rathaus sind es Orte wie das Textilmuseum, der Aasee-Badestrand, der Stadtwald, die Musikschule und der Rodelberg. Hinzu kommen mit dem Martinszug und der Kirmes zwei kulturelle Veranstaltungen, die Bocholts Jahreskalender prägen.Fotografien als VorlageHerausgegeben wird das Buch vom Bocholter Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport. Von dort stammt auch die Idee. Eva-Maria Storm, Mitarbeiterin im Bereich soziale Dienste, gab den Anstoß. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung dauerte es zwei Jahre. Die Zeichnungen mit der Liebe zum Detail stammen von der Bielefelder Illustratorin Carmen Hochmann. Für die Covergestaltung und den Satz zeichnet sich Vanessa Kretschmer vom städtischen Presse- und Informationsdienst verantwortlich.Übrigens: Zeichnerin Hochmann selbst war nicht in Bocholt vor Ort. Fotografien dienten ihr als Vorlage. Genauigkeit war bei der Umsetzung dennoch Trumpf. So musste etwa die Anzahl der Stufen am historischen Rathaus überprüft werden und exakt der Wirklichkeit entsprechen, denn gerade Kinder zählen nach und merken, wenn etwas nicht übereinstimmt.Zur Sprachförderung geeignetFür Ingo Borgers, Leiter der sozialen Dienste, erfüllt das Wimmelbuch viele Funktionen: “Eltern beschäftigen sich gemeinsam mit ihren Kindern, wenn sie das Buch zur Hand nehmen.” Das Buch solle den Familien Lust machen, die Orte und Veranstaltungen, die abgebildet sind, “live zu besuchen”. Auch zur Sprachförderung sei es hervorragend geeignet, ergänzt Eva-Maria Storm.Hier gibt es das WimmelbuchErschienen ist das Wimmelbuch in einer Auflage von zunächst 1.800 Stück, finanziell gefördert von der Bundestiftung “Frühe Hilfen”. Die Wimmelbücher werden vom Jugendamt Bocholt im Rahmen von Willkommensbesuchen frisch gebackenen Eltern als Geschenk überreicht.Erwerben kann man das Bocholter Wimmelbuch zum Preis von 3 Euro ab Mittwoch, 10. Oktober, beim Kinderschutzbund Bocholt (Ebertstraße 17). […]

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Trinkwasserverordnung verschärft: Künftig deutlich größerer Kontrollaufwand bei Eigenversorgung

Kreis Borken. Anfang des Jahres hat die Bundesrepublik Deutschland die europäische Trinkwasserrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Damit werden die Bestimmungen der Trinkwasserverordnung deutlich verschärft – die Folge: Der Kontrollaufwand für die Eigenwasserversorgungsanlagen wird erheblich größer. Zudem gibt das Land NRW künftig einen ganz engen Rahmen vor, in dem die Nichteinhaltung von Grenzwerten geduldet werden darf. Betroffen von den Neuregelungen sind insbesondere die Betreiber von Eigenwasserversorgungsanlagen. Wirksam werden die Veränderungen im Kreis Borken allerdings erst ab 2019, da der aktuelle Untersuchungsdurchgang des Kreisgesundheitsamtes für alle Formen der Wasserversorgungsanlagen noch bis Ende 2018 läuft. Die Betreiber der Eigenversorgungsanlagen werden voraussichtlich im 1. Quartal 2019, also vor Beginn des neuen Untersuchungsdurchgangs, schriftlich über die Neuregelung und das weitere Vorgehen informiert. Aufgrund der hohen Zahl der betroffen Wasserversorgungsanlagen beabsichtigt das Gesundheitsamt, zeitversetzt ortsbezogen entsprechende Informationen herauszugeben.Im Kreisgebiet sind rund 7.000 Wasserversorgungsanlagen verschiedener Größe bekannt. Hinzu kommen rund 1.000 Hausinstallationen, die prüfpflichtig sind. Meldepflichtig sind alle Anlagen, mit denen Menschen mit Trinkwasser versorgt werden.Die Trinkwasserverordnung unterscheidet Wasserversorgungsanlagen nach Menge des gelieferten Trinkwassers, nach Zahl der Personen, die beliefert werden und nach eventuellen Vermietungen:A-Anlagen sind die elf zentralen Wasserwerke im Kreisgebiet. Für diese gibt es keine wesentlichen Änderungen des Untersuchungsumfangs.B-Anlagen sind Eigenwasserversorgungen, bei denen im Rahmen von Vermietung und Verpachtung andere Menschen mitversorgt werden – diese Anlagen werden also gewerblich oder öffentlich betrieben. Aktenkundig sind beim Kreis 283 Anlagen. Bisher konnte das Gesundheitsamt hier auf der Basis einer Risikoabschätzung den Umfang der Untersuchungen festlegen. Mit der Änderung der Trinkwasserverordnung ist eine Reduzierung ohne externe kostenpflichtige Risikoabschätzung nun jedoch nicht mehr möglich.Ab 2019 muss Trinkwasser aus diesen Anlagen alle drei Jahre hinsichtlich 60 verschiedener Parameter untersucht werden. Bei den Parametern, die Pflanzenschutzmittel betreffen, wird noch eine Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer erfolgen, um die Anzahl möglichst auf die hier in der Region tatsächlich eingesetzten Mittel zu begrenzen. Die von den Anlagen-Betreibern zu tragenden Untersuchungskosten werden alle drei Jahre bei rund 950 Euro liegen. Dazu kommen jährliche mikrobiologische Untersuchungen mit fünf bis sechs Parametern, die etwa 72 Euro kosten werden.C-Anlagen sind die Eigenwasserversorgungsanlagen, die nur dem Eigenbedarf dienen. Auch diese Anlagen sind melde- und damit untersuchungspflichtig. Beim Kreisgesundheitsamt sind mehr als 6.700 bekannt. Bisher hatte der Kreis alle drei Jahre diese Anlagen im Rahmen eines vorgegebenen Rasters an Parametern untersuchen lassen. Dies wird ab 2019 ebenfalls nicht mehr möglich sein, denn künftig ist eine jährliche mikrobiologische Untersuchung verpflichtend. Aufgrund der Untersuchungen der Vergangenheit beabsichtigt das Gesundheitsamt, jährlich vier empfohlene chemische und Indikator-Parameter (Elektrische Leitfähigkeit, Nitrat, Nitrit, pH-Wert) zu erheben. Damit bleibt der Kostenumfang für den Betreiber überschaubar.Der Aufwand für den Kreis wird sich allerdings insgesamt deutlich erhöhen. Die neuen Vorgaben sehen eine kostenpflichtige Besichtigung der Brunnen alle fünf Jahre vor. Dies spielt insbesondere bei Grenzwertüberschreitungen eine Rolle. Die kann das Gesundheitsamt ggf. unter Festlegung von Wert und Zeitraum dulden. Allerdings bedarf es hierzu aber in jedem Einzelfall der Zustimmung des Landesgesundheitsministeriums. Im Blickpunkt steht dann vor allem die Nitratbelastung, denn bei bis zu 18 Prozent der Eigenwasserversorgungen im Kreis Borken gibt es derzeit erhöhte Werte. Bisher bereits werden in diesen Fällen die Anlagen-Betreiber dann gezielt beraten – vor allem mit Blick auf eine mögliche Gefährdung für Säuglinge und Kleinkinder. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass eine zeitlich begrenzte Duldung erhöhter Nitratwerte nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen kann. Dabei geht es in jedem Einzelfall insbesondere um die jährliche Messung des Nitratwertes und die Frage, ob Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind. Außerdem ist zu prüfen, ob ein Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung möglich ist. Wenn ja, wird es nach bisheriger Kenntnis des Kreisgesundheitsamtes voraussichtlich keine Duldung geben. Alternativ käme der Einbau einer Nitratreduzierungsanlage in Betracht. Diese gilt jedoch als wartungsintensiv und führt nicht selten zu bakteriologischen Verunreinigungen.E-Anlagen sind die Hausinstallationen der Wasserverteilung mit öffentlicher oder gewerblicher Abgabe an Verbraucher. Im Kreis Borken sind 962 bekannt. Hier ist in der Regel eine jährliche Untersuchung auf Legionellen verpflichtend.Insgesamt rechnet das Kreisgesundheitsamt Borken mit einem erheblichen Mehraufwand an Untersuchungen und Datenverarbeitung: Auffällige Werten müssen bearbeitet, bewertet, nachverfolgt werden. Die Zahl der Ortstermine und Beratungen wird deutlich steigen. Hinzu kommt: Die Abgabe von ungeeignetem Wasser ist als Ordnungswidrigkeit oder gar als Straftat zu bewerten und damit auch ordnungs- bzw. strafrechtlich zu verfolgen. Klar ist überdies: Für die Betreiber der Anlagen werden die Kosten durch den veränderten und erweiterten Untersuchungsumfang steigen. […]

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TaxiBus-Linie T11 wird ab Mittwoch umgeleitet

Bocholt. Ab Mittwoch, 10.10.2018, 08.00 Uhr wird der Hemdener Weg nördlich des Bahia Bades aufgrund von Bauarbeiten voll gesperrt werden.Hiervon betroffen ist auch die TaxiBus-Linie T11, die für die Dauer der Sperrung eine Umleitung über die Alffstraße, Moddenborgstr, Finkenberg und Morshüttenstegge fahren wird. Grundsätzlich werden trotz der Sperrung sämtliche Haltestellen des Linienweges angefahren.Ausnahme: Eine Fahrt an Schultagen verkehrt abweichend!Hiervon gibt es jedoch eine Ausnahme ausschließlich bei der Fahrt morgens an Schultagen um 07.25 Uhr ab Hemden, Zollamt. Da diese Fahrt aufgrund der großen Anzahl an Schülern mit einem Solobus erbracht wird und dieser eine gewichtsbeschränkte Brücke (max. 12 Tonnen) auf der Straße Finkenberg nicht befahren darf, gilt ab Donnerstag, 11.10.2018 hier eine besondere Umleitung (nur für diese Fahrt in Schultagen):Bei der gesonderten Umleitung werden zwischen Hemden, Zollamt und Hemdener Kapelle alle Haltestel-len auf dem Linienweg stadteinwärts bedient. Aufgrund der Umleitung entfallen dann alle weiteren Hal-testellen bis Bustreff (Bahia Bad, Alffstr., Up de Welle, Domizil, Europahaus und St. Georg) bei dieser einen Fahrt stadteinwärts. Zum Ausstieg der Schülerinnen und Schüler in der Innenstadt wird außerplan-mäßig die Haltestelle Benölkenplatz (auf der Herzogstraße) und wie gewohnt die Haltestelle Bustreff be-dient werden.Die erforderliche telefonische Anmeldung eines Fahrtwunsches für die Taxi-Bus-Linie T11 mindestens 30 Minuten vor Abfahrtszeit unter 0800-2191920 ist weiterhin unverändert erforderlich.Für Fragen oder weitergehende Infos stehen bei Bedarf die Mitarbeiter im StadtBusCenter am Bustreff (Europaplatz 20) montags bis freitags zwischen 09-18 Uhr und samstags zwischen 09 und 14 Uhr oder unter Tel. 02871-219190 zu den o.g. Uhrzeiten zur Verfügung. […]

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Polizei will Zweiradfahrer in Bocholt ansprechen

Bocholt (ots) – Die Radfahrer und dabei insbesondere die Fahrer von Pedelecs stehen am Mittwoch, 10. Oktober, in Bocholt für die Polizei im Mittelpunkt: Sie setzt im Rahmen ihrer Schwerpunktaktionen auf Vorbeugung und Kontrolle, um ein Umdenken zu bewirken. Denn die Unfallzahlen geben Anlass zur Sorge: Allein von Januar bis August sind im Kreis Borken 112 Pedelecfahrer an Unfällen beteiligt gewesen – gut ein Drittel mehr als im Vorjahr. Verkehrssicherheitsberater stehen deshalb von 13 bis 16 Uhr auf dem St.-Georg-Platz bereit, um mit den Zweiradfahrern ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus finden in der Bocholter Innenstadt zusätzliche Radfahrer-Kontrollen statt. […]

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Mit Drogen im Blut und Mobiltelefon in der Hand am Steuer

Bocholt (ots) – Weil er während der Fahrt sein Mobiltelefon verbotswidrig bediente, wurde am Montag ein 21-jähriger Autofahrer aus Bocholt durch Polizeibeamte angehalten und kontrolliert. Die Kontrolle fand gegen 14.50 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Ring stand. Bei der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit stellte sich anhand eines Drogentests heraus, dass der 21-Jährige unter Amphetamineinfluss stand. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt und brachten beide Verstöße zur Anzeige. Ein Arzt entnahm dem Mann eine Blutprobe, um den Drogenkonsum exakt nachweisen zu können. […]

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“Bonjour Bocholt”!

Bocholt (PID) . Bocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen empfing am Montag, 8. Oktober 2018, Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums und seiner französischen Partnerschule, dem Collège Charlemagne aus Bruyères. Mit 30 Schülerinnen und Schüler besuchten die betreuenden Lehrerinnen das Bocholter Rathaus.Im Rahmen des Empfangs berichtete Elisabeth Kroesen den Gästen von den Besonderheiten der Stadt Bocholt. Sie erzählte von der in der Vergangenheit prägenden Textilindustrie. Heute sei Bocholt weit über die Landesgrenzen hinaus als Fahrradstadt bekannt mit einer besonderen Nähe zu den Niederlanden.Im Anschluss an den Empfang trugen sich die Schülerinnen und Schüler in das Gästebuch der Stadt Bocholt ein und bekamen Begrüßungstaschen der Stadt. Danach wünschte Kroesen den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen und erfreulichen Aufenthalt in Bocholt.Ausflüge nach Münster und Oberhausen geplantSeit Samstag sind die Austauschschülerinnen und -schüler in Bocholt zu Gast. Bis zum 12. Oktober leben die Gäste aus Bruyères in ihren Gastfamilien. Neben gemeinsamen Unterrichtsstunden und einer Stadtrallye in Bocholt sind Tagesausflüge nach Münster und Oberhausen geplant.Im März werden die Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums ihre Austauschschüler in Frankreich besuchen. […]

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Bocholter Aasee wieder freigegeben

Bocholt (PID). Nach Auskunft des Fachbereichs Öffentliche Ordnung hat die Blaualgenkonzentration im Bocholter Aasee stark abgenommen. Daher wird der Aasee wieder freigegeben. Schlierenbildung von Algen am Ufer (sogenannte Aufrahmungen) sollten weiterhin gemieden werden.Aufgrund der jüngsten Messergebnisse werden die Warnschilder entfernt. Je nach Windrichtung kann es noch zu Schlierenbildung von Algen am Gewässerufer kommen. Diese Ansammlungen sollten weiterhin gemieden werden. Auch Hundebesitzer sollten an diesen Stellen auf ihre Tiere aufpassen.Die Stadt hatte den See am 24. August sperren lassen. Grund ist der Befall mit Blaualgen, die Gesundheitsgefahren hervorrufen können. Ursache dafür ist die sehr warme Witterung und der geringe Wasserzufluss der vergangenen Monate. […]

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Innenstadtentwicklung, Kubaai und Gewerbeflächen – Bocholt präsentiert sich auf der EXPO REAL in München

Bocholt (PID). Als Region „Münster.Land“ präsentieren sich Münster und das Umland wieder vom 08. bis 10. Oktober 2018 auf der größten Messe für Gewerbeimmobilien in Europa, der Expo Real in München. Neben Münster als Metropole und Bocholt als drittgrößter Stadt der Region sind unter den insgesamt 30 Partnern auch die Wirtschaftsförderer der Kreise Borken, Steinfurt, Coesfeld und Warendorf sowie der Münsterland e.V. am „Münster.Land“-Stand beteiligt.Neben den klassischen Vermarktungsthemen im Hinblick auf Gewerbeimmobilien und die Gewerbe­gebiete Bocholts, welche die Wirtschaftsförderung Bocholt und die Stadt Bocholt auf der Messe führten, lag der Fokus in diesem Jahr auf den Entwicklungsflächen für Bocholt, u.a. das Städtebauprojekt Kubaai (“Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße”) sowie auch der Innenstadt.Kubaai: Wohnen, arbeiten, Kunst & KulturIn einer Talkrunde am “Münster.Land”-Stand diskutierte Stadtbaurat Daniel Zöhler mit Klaus Ehling, Geschäftsführer Münsterland e.V., Heinz Öhmann, Bürgermeister der Stadt Cosefeld und Dietmar Bergmann, Bürgermeister der Gemeinde Nordkirchen über das Thema Urbanes Wohnen im ländlichen Raum. Hierbei stellte der Stadtbaurat die Besonderheit Kubaais heraus. “Das Projekt Kubaai hat qualitativ eine völlig neue Dimension in Bocholt mit überegionaler Attraktivität und Ausstrahlung. Dort sollen Menschen wohnen, arbeiten, Kunst und Kultur erleben und ihre Freizeit verleben können”, so Zöhler.Innenstadtexposé vorgestelltEs dominierten in diesem siebten Jahr der Bocholter Messebeteiligung konkrete Gespräche zu aktuellen Projekten des Einzelhandels, der Immobiliensituation in der Innenstadt von Bocholt und den sich wandelnden Kundenbedürfnissen (Stichworte: e-commerce / Präsenzhandel). In diesem Zusammenhang wurde auch das neue Innenstadtexposé vorgestellt, welches das Stadtmarketing Bocholt, Standortentwicklung Neufeld und die Stadt Bocholt entwickelt haben. Das Innenstadtexposé ist Teil des Projekts Flächenmanagement 2.0 und dient als Vermarkungsinstrument für die Bocholter Innenstadt. “Die Expo Real ist somit der perfekte Ort, um Expansionsmanager auf Bocholt aufmerksam zu machen”, so Ludger Dieckhues.Begeistert vom Engagement der Wirtschaftsförderung Bocholt auf der Messe zeigte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bocholter Wirtschaftsförderung, Rudolf Schmeing, der ebenfalls am “Münster.Land”-Stand mit aktiv war. “Die Expo Real ist ein Muss für alle Akteure im Immobilienbereich”, so Schmeing. Er unterstrich damit die Bedeutung für die Stadt Bocholt. “Hier kann sich die Stadt selbst präsentieren und Fragen zu konkreten Projekten mit allen wichtigen Partnern besprechen”, so Rudolf Schmeing weiter.Weitere Themen, wie die Neuentwicklung von Gewerbeflächen, die flächendeckende Breitbandversorgung und die Digitalisierung der Wirtschaftsförderung diskutierten der Wirtschaftsförderer Ludger Dieckhues, die Wirtschaftsförderin Vanessa Hullermann und Stadtbaurat Daniel Zöhler mit Projektentwicklern, Investoren, Expansionsleitern, Beratern und Kollegen von anderen Wirtschaftsförderungen bzw. von NRW.Invest, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes NRW.Bauministerin besucht Messestand “Münster.Land”Der Messestand des Münsterlandes verzeichnete zudem ministerialen Besuch: Bauministerin Ina Scharrenbach suchte bei dem Besuch am “Münster.Land”-Stand den Kontakt zu den kommunalen Partnern. Am zweiten Messetag kommt zudem noch NRW-Staatssekretär Christoph Dammermann zu besuch.Die Expo Real ist die wichtigste internationale Messe für Immobilien und Investitionen, welche seit 1998 immer im Oktober stattfindet. In diesem Jahr verzeichnet die Messe 2.042 Aussteller aus über 30 Ländern. Die Resonanz der Messebesucher war positiv, was eine weiterhin umfangreiche Investitionstätigkeit im Bereich von Gewerbe- und Wohnimmobilien in Deutschland nach sich ziehen wird. […]

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Kerstin Raulfs-Bollhöfer 25 Jahre bei der Musikschule Bocholt-Isselburg

Bocholt (PID). Kerstin Raulfs-Bollhöfer feiert jetzt ihr 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Musikschule Bocholt-Isselburg.Seit 1993 arbeitet Kerstin Raulfs-Bollhöfer als Musiklehrerin bei der Stadt Bocholt. Sie unterrichtet im Fach Fagott am Standort Bocholt und auch in der Isselburger Zweigstelle. Seit Jahren begleitet sie ihre Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Wettbewerbe “Jugend musiziert” und bereitet sie auf das Mitwirken in den Musikschulorchestern vor. Neben der Musikschularbeit in Bocholt unterrichtet sie auch an anderen Musikschulen und tritt selbst als Künstlerin auf. […]

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Zweifel am Studium? – Informationsveranstaltungen zur Neuorientierung

Gelsenkirchen/Bocholt/Recklinghausen. Ob finanzielle oder private Hürden, nicht bestandene Prüfungen oder das Gefühl, nicht den für sich passenden Studiengang gewählt zu haben – die Gründe für den Zweifel am eigenen Studium sind oft vielfältig.Gemeinsam mit der „Zentralen Studienberatung“ der Westfälischen Hochschule nehmen die Handwerkskammer Münster (HWK), die Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen (IHK) sowie die Agenturen für Arbeit in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Coesfeld das Thema „Studienzweifel“ in den Blick. An allen Hochschulstandorten gibt es dazu Informationsveranstaltungen, die die verschiedenen Aspekte des Zweifelns beleuchten und darauf aufbauend verschiedene Lösungswege für Studierende aufzeigen, die über einen Studienfachwechsel oder alternative Karrierewege nachdenken. Ergänzend zu diesem Angebot gehören regelmäßige Sprechstunden der „Zentralen Studienberatung“, der Kammern, der Arbeitsagenturen sowie hochschulinterne Workshops, in denen gemeinsam Strategien zur Überwindung der Zweifel und zur Neuausrichtung erarbeitet werden.Alternativen zum Studium bietet das von HWK und IHK aufgelegte Format „Kantine statt Mensa“. Hier können Studierende an den Hochschulstandorten im Austausch mit Ausbildungs- und Personalverantwortlichen sowie Beraterinnen und Beratern erfahren, welche Chancen und Karrieremöglichkeiten beispielsweise eine betriebliche Ausbildung bietet. Weitere Informationen gibt es im Web unter www. w-hs.de/kantine-statt-mensa .Die Informationsveranstaltungen zur Neuorientierung finden auf dem Campus in Gelsenkirchen-Buer am Mittwoch, 17.10.2018, im großen Saal in der Neidenburger Straße 43, auf dem Campus in Recklinghausen am Mittwoch, 24.10.2018, in Raum B1.2.111, August-Schmidt-Ring 10, sowie auf dem Campus Bocholt am Mittwoch, 31.10.2018, in Raum A1.2.02 in der Münsterstraße 265 statt. Die Veranstaltungen sind jeweils von 16:00 bis 18:00 Uhr.Eine Übersicht aller Termine sowie weitere Informationen sind unter www.w-hs.de/zweifel-am-studium abrufbar. Die Angebote der Westfälischen Hochschule für Studienzweiflerinnen und Studienzweifler sind Angebote im Rahmen der Landesinitiative „Next Career“, die von dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Weitere Informationen stehen unter www.nextcareer.de im Internet.Bildinhalt:Martin Tagoe (r.), Mitarbeiter der „Zentralen Studienberatung“ der Westfälischen Hochschule, berät Studienzweiflerinnen und -zweifler, damit sie für sich Strategien zur Überwindung durch Neuausrichtung finden. Im Oktober gibt es an allen drei Hochschulstandorten zu diesem Thema spezielle Informationsveranstaltungen gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster (HWK), der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen (IHK) sowie den Agenturen für Arbeit in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Coesfeld. Foto: WH/Philipp Heubgen; Abdruck honorarfrei im Zusammenhang mit Westfälischer Hochschule […]

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Magdalena Bandrowska qualifiziert sich für Norddeutsche Meisterschaft

Die Tanzsportgarde des TSV Bocholt ist in die Turniersession des karnevalistischen Tanzsports gestartet. Am vergangenen Wochenende fand das 51. Siegward-Dreyer-Turnier in Kassel statt.Das Solomariechen der Tanzsportgarde des TSV Bocholt, Magdalena Bandrowska, nahm als einzige Bocholterin an diesem Wettkampf teil – und das mit großem Erfolg!In der Kategorie “Jugend Tanzmariechen” (Altersgruppe 6-10 Jahre) sicherte sich die 9-jährige Tänzerin mit 428 Punkten den zweiten Platz in einem starken Teilnehmerfeld von insgesamt 24 Starterinnen. Damit holte sie sich zudem die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft am 23./24. März 2019 in Baunatal.Das Trainergespann um Jolien und Lea-Sophie Bucher und Monika Bandrowska war sichtlich stolz: “Wir haben mit der neuen Choreographie viel gewagt und wissen mit dem Start heute, dass wir mit Magdalena auf dem richtigen Weg nach oben sind. Dass wir so gut in die neue Session starten freut uns riesig!”Für Magdalena Bandrowska geht es in zwei Wochen zum Wettkampf nach Ettlingen, die Tanzgarden des TSV starten Ende Oktober bzw. Mitte November mit den Qualifikationsturnieren. […]

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WestfalenBus bedient Haltestellen Bustreff und Ostwall während der Kirmes nicht

Die WestfalenBus GmbH (WB) hat mitgeteilt, dass während der Bocholter Kirmes (19.-22.10.2018) die Linie R51 (Bocholt-Coesfeld) die Haltestellen Bustreff und Ostwall nicht bedient. Dies gilt von Freitag, 19.10.2018, 16 Uhr bis Montag, 22.10.2018, Betriebsschluss. Letzte Fahrt ab Bustreff in Richtung Rhede/Borken/Coesfeld wäre somit planmäßig um 15.22 Uhr ab Bocholt, Bustreff, danach während der Kirmestage startend und endend ab/bis Bocholt, Bahnhof.Der Nachtbus der Linie N20 zwischen Bocholt und Legden (verkehrend in den Nächten von Samstag auf Sonntag, ebenfalls von der WB betrieben) bedient am Kirmeswochenende ebenfalls nicht die Haltestelle Bustreff, sondern startet und endet an der Haltestelle Bocholt, Bahnhof. […]

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Falscher Alarm durch Shisha-Rauch

Bocholt (ots) – Überlaute Musik und ein stark rauchende Shisha waren der Grund für einen Polizei- und Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag auf der Hitzestraße in Bocholt. Gegen 16.20 Uhr meldete ein Anwohner über den Polizeinotruf eine starke Rauchentwicklung an einem Dachfenster. Auf Klingeln hatte ihm dort niemand geöffnet. Die in der Wohnung befindlichen 24- und 29-jährigen Männern konnten das Klingeln auch nicht hören, denn in ihrer Wohnung lief bereits seit Stunden überlaute Musik. Als Polizei und auch Feuerwehr eingetroffen waren, stellte sich heraus, dass die beiden Bocholter lediglich eine Shisha geraucht hatten. Einen Brand gab es nicht. Die beiden Bocholter müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. […]

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Pufpaff bedankt sich für NRW-Kleinkunstpreis mit satirischem Trommelfeuer

Von BERTHOLD BLESENKEMPER (Text und Fotos)Alle zwei Jahre wird Bocholt zum Mekka für deutsche Kabarettisten. Christa und Klaus Hoffs sei Dank, wie Bürgermeister Peter Nebelo bei der Verleihung des NRW-Kleinkunstpreises im städtischen Bühnenhaus betonte. Der mit 15.000 Euro dotierte Titel lockt selbst die Großen der Branche an die Aa.  Dieses Jahr folgte Sebastian Pufpaff dem Ruf und  bedankte sich für die Auszeichnung mit einem einstündigen satirischen Feuerwerk bei der Bühne Pepperoni und ihren Zuschauern.Den Ehrenpreis der Stadt Bocholt hatte zuvor Heinrich del Core erhalten. Der Schwabe mit italienischen Wurzeln ist ein Meister des Sprachwitzes. Das wurde spätestens bei seiner zum Abschluss vorgetragenen modernen Version der Weihnachtsgeschichte deutlich. Maria und Josef finden hier als Patchwork-Familie („denn er ist ja nicht der Vater des Kindes“) nur schwer bezahlbaren Wohnraum in Bethlehem. „Aber wenigstens haben sie einen Krippenplatz bekommen“, stellte del Core fest und hatte die Lacher auf seiner Seite.Dann kam Frank Lüdecke an der Reihe. Der Wahl-Berliner begann sein Programm geschickt mit einer auf die Hauptstadtverhältnisse  umgemünzten Version des Simon&Garfunkel-Liedes „The Boxer“. Den Refrain „Lie la lie, lie la la la lie lie“ konnte der Publik mitsingen, was prompt die Stimmung hob. In der Folge gewährte der Kabarettist einen Blick ins Seelenleben zivilisationsgestresster Mitteleuropäer.Letztere stellte Sebastian Pufpaff später gleich in mehreren, ganz offensichtlich überwiegend hirnlosen Varianten vor. Der frisch gebackene Inhaber des NRW-Kleinkunstpreises Bocholter Pepperoni zog stakkatoartig einfach über alles und jeden her. Manchmal war das Publikum angesichts eines derartigen Tempos fast schon überfordert. In einem Moment machte sich Pufpaff über Frauen mit aufgespritzten Lippen lustig, im anderen nahm er Frauen gegen die Ausbeutung im Job in Schutz. Allen schlecht bezahlten Frauen in sozialen Berufen empfahl er: „Schmeißen sie einfach hin. Kündigen Sie!“ Denn: Erst wenn das System zusammenbräche, ändere sich etwas.Vor allem, als Pufpaff in einem blitzschnellen Rollenwechsel vom AfD-Kritiker zu einem lupenreinen Neu-Nazi wechselte und im Habitus wie auch in der Wortwahl durch nichts mehr von dem brauen Mob zu unterscheiden war, musst so mancher im Zuschauerraum erst einmal schlucken. Das „Wie meint er das denn jetzt“ stand ihnen ins Gesicht geschrieben.Auch sonst war Pufpaff alles anders als zimperlich. Sein teilweise vor Zynismus nur so triefender Wortwitz prasselte auf die Zuschauer nieder. „Ich kenne ihn schon sehr lange, aber ich weiß immer noch nicht, was er uns eigentlich sagen will“, hatte Laudator Christian Ehring, der Kleinkunstpreis-Gewinner von 2016,  zuvor in seiner Laudatio verraten. Spätestens nach diesmal Abend sollte es ihm aber klar sein. Pufpaffs Botschaft  lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Nutzt Euer Gehirn! […]

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