Informationen für die Versorgung im Alter

Deutsche Bürgerinnen und Bürger meinen oft, dass der starke Zusammenhalt in Familien aus anderen Kulturen dafür sorgt, dass die Familienmitglieder auch im Alter versorgt sind. Aber auch in jenen Familien ändern sich die Strukturen, auch sie sind vom demografischen Wandel der Gesellschaft betroffen. Wenn sie hier leben, müssen sie immer häufiger das deutsche System der […]

Meine schöne leuchtende Rübe und mein großer Hunger

Wenn in Bocholt die Kinder zum St. Martinstag durch die Straßen ziehen, leuchten ihre Laternen. Manche Laternen sind aus Papier, aber es gibt hier auch andere, ganz besondere Lichter: Laternen, die aus Rüben entstanden sind. Rüben waren früher ein Gemüse, das nicht teuer war und das vor allem für arme Leute ein häufiges Nahrungsmittel war. Und daraus ließen sich auch billige Laternen machen. Die Rüben, auch „Runkel“ genannt, wurden durchgeschnitten und „ausgehöhlt“. Das Innere wurde entfernt, sodass nur noch eine etwas dickere äußere Schicht übrigblieb. Diese wurde mit einem Messer mit verschiedenen Motiven verziert, wie man auf den Fotos sehen kann. Auch heute wird dies traditionell noch so gemacht. Beim großen Martinsumzug am Mittwoch kann man viele solcher Rübenlaternen bewundern. Bianca vom Orbis-Team erinnert sich an einen solchen Umzug, bei dem sie als Kind großen Hunger bekam und dann … (lest mal weiter!)Hoffentlich, dachte ich, sind wir bald am Rathaus, wo St. Martin dargestellt wird und auf einem Schimmel sitzt. Mühsam setzte ich einen Fuß vor den anderen. Der lange Weg im Martinsumzug durch die Stadt strengte mich an. Meine Rüben-Laterne war schwer. Warum hatte ich ausgerechnet die größte und schwerste Rübe ausgewählt und meine Laterne daraus hergestellt? Nun, sie hatte eine größere Fläche zum Verzieren: Einen Baum, kleine Häuser, eine Kirche, einen Mond und viele Sterne hatte ich mit viel Liebe in die Rübe geschnitzt. Die Kerze im Inneren meiner Rübe ließ all diese Schnitzereien schön hell erstrahlen, und ich war sehr stolz auf meine hübsche „Runkel“.Aber jetzt, als ich mit meiner Schulklasse auf dem Weg zum Rathaus war, war die schöne Rübe plötzlich nur schwer. Ich hatte große Mühe, sie hochzuhalten, damit sie alle sehen konnten. Meine Arme schmerzten bei jedem Schritt mehr. Du darfst nicht weinen, Bianca, die anderen Kinder könnten dich auslachen, dachte ich. Mein Magen knurrte, denn ich hatte großen Hunger. Ich musste mich zusammenreißen. Da kam mir eine Idee: Ich ging ganz am Rand des Umzuges, so dass die Zuschauer nur eine Seite meiner Laterne sahen. Die andere Seite, die sie nicht sehen konnten, konnte ich doch einfach essen. Dann wäre meine Martins-Rübe nur noch halb so schwer, und ich müsste keinen Hunger mehr haben.Also fing ich an zu knabbern. Ganz vorsichtig, Stück für Stück. Bis nur noch etwa die Hälfte der Rübe übrig war. Nun ging es mir besser. Wir kamen ans Ziel am historischen Rathaus, und ich freute mich auf all die leckeren Sachen, die am Ende des Umzuges verteilt wurden, auf die Tüte mit Apfel, Apfelsine und Spekulatius-Gebäck. Auf einmal hörte ich die Stimme meiner Lehrerin: „Du hast ja nur noch eine halbe Martinsrübe, wo ist denn die andere Hälfte? Ist deine Rübe heruntergefallen?“ „Nein“, antworte ich ehrlich. „Ich hatte Hunger, und außerdem war sie zu schwer.“ Da lachte meine Lehrerin sehr und sagte: „Na, du bist ja wirklich eine ganz Clevere.“ Sie zwinkerte mir freundlich zu und gab mir meine Martinstüte. Wie gerne hätte ich jetzt Spekulatius gegessen, auf den ich mich so sehr gefreut hatte. Aber es ging nicht. Mein Magen war voll, ich war noch satt von meiner Rübe.Da habe ich mir vorgenommen, im nächsten Jahr für den Martinsumzug eine kleinere und leichtere Rübe als Laterne zu verwenden und, wenn ich hungrig werde, lieber den Inhalt meiner Martinstüte zu genießen. […]

Ich bin Orbis: Bianca Mümken

Ich heiße Bianca Mümken, wurde in Bocholt geboren und bin 49 Jahre alt.Meine Nationalität: Mensch.Die Welt ist kunterbunt, und ich bin es auch. Aus diesem Grund habe ich mich auch immer ehrenamtlich engagiert, ob als Wahlhelferin, rechtliche Betreuerin oder nun bei Orbis.Nach langjähriger Tätigkeit als Kauffrau für Bürokommunikation, Schwerpunkt EDV, besuchte ich das Weiterbildungskolleg Westmünsterland, um dort das Abitur zu erwerben.Nach erfolgreichem Abschluss studierte ich dann Sozialpädagogik in Nimwegen, NL. Heute übe ich eine journalistische Tätigkeit bei „Made in Bocholt“ aus und gehe in der Freizeit meinen Hobbies nach: Fotografie, Reisen, Tanzen und Kunst.Orbis ist mir wichtig, da ich so meine sozialen Kompetenzen erweitern, Brücken zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bauen und – den Fokus auf Menschen aller Nationalitäten gerichtet – bei der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten oder Freizeitbeschäftigungen behilflich sein kann. […]

“Gemütlichkeit” ist am schönsten

Welches deutsche Wort ist am schönsten? Ein Sprachmagazin mit dem Namen „Deutsch perfekt“ hat diese Frage gestellt. Eine Jury aus Lesern weltweit stellte hatte eine Liste mit Vorschlägen zusammen. Diese Liste wurden Personen vorgelegt, die Deutsch lernen. Sie kamen aus 46 verschiedenen Ländern. Das schönste Wort der deutschen Sprache, so meinten die Befragten, ist „Gemütlichkeit“. […]

Bilder einer Flucht

Am 7.10.2019 findet dazu von 18:30 bis 20:30 eine Begleitveranstaltung in den Räumlichkeiten der Stadtsparkasse Bocholt, Markt 8. statt. Ausstellungs-Initiatorin Gerburgis Sommer aus Haltern wird über Fluchtgeschichten und ehrenamtliches Engagement referieren und durch die Ausstellung führen. Außerdem wird Suleiman Saado aus dem Irak von seiner Fluchtgeschichte erzählen und so der Flucht nicht nur ein Gesicht […]

Ich bin Orbis: Emamahmad Azimi

„Ich bin Emamahmad Azimi. Unterschiedliche Kulturen lassen uns die Welt unterschiedlich ordnen und geben die Möglichkeit, anders auf die Welt zu schauen. Mit jeder neu gelernten Kultur erwirbt man eine neue Seele. Das ist es, was mich motiviert, bei Orbis mitzumachen.“

Sommerfest und Klimaschutz

Alle reden vom Klima. Die Naturschützer des Naturschutzbundes (NABU) machen den Klimaschutz zum zentralen Thema bei ihrem Sommerfest am Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr. Bei diesem Fest auf der Festwiese am Aasee gibt es viele Informationen, Kaffee, Kuchen, Getränke und gesundes Essen – auch vegetarisch und vegan. Für Kinder gibt es unter […]

Teatime in Bocholt – und Shelia Fischer liest

Kleine Geschichten habe sie schon als Kind geschrieben, erinnerte sichShelia Fischer, die am Sonntag in der Galerie June Art eine Lesung gab.Vorgestellt wurden zwei ihrer Bücher. „Der andere Kunsthändler“ ist einKrimi, bei dem es um unseriösen Kunsthandel geht. Der Kunsthändler hält sichbei der Beschaffung nicht an legale Wege und organisiert für seineanspruchsvollen Kunstliebhaber teure Exponate, wie z.B. chinesische Vasenaus dem 16. Jahrhundert. Hierbei zieht er sich einige Blessuren zu. DerUmgang mit Auftraggebern und Verkäufern ist von Spannung, Abenteuer undVerfolgung durch die Polizei geprägt. Natürlich kommt auch die „Liebe“ nichtzu kurz und man kann es sich vorstellen, alles ist sehr kompliziert.Resümee: Krimis können auch romantisch sein. Bei der „Hochzeit auf denHamptons“ überwiegt die Romantik. Eine leichte und kurzweilige Lektüre, diein die Welt der „Reichen und Schönen“ einlädt und wohl auch eine tragischeGeschichte verbirgt, die ihre Aufklärung wohl noch findet. Shelia Fischermit bürgerlichem Namen, Silke Fischer lebt ihre Leidenschaft fürs Schreibenund freute sich sehr, eine Teatime in der Galerie von June Erkelenz, erlebenzu dürfen. Jeweils am 1. Sonntag im Monat findet dort eine Veranstaltungstatt. […]

Aquarellmalen in der VHS

Aquarellmalerei macht nicht nur Spaß – sie bringt auch immer wieder Überraschungen. Und die sind meistens positiv, denn das unkontrollierte  Spiel der Farben mit dem Wasser bringt oft die schönsten Bilder hervor.Trotzdem sind die Ergebnisse nicht zufällig, denn durch geübte Technik und schnelle Entscheidungen erhält das Aquarell seine charakteristische Wirkung.Gerade das möchten wir in den […]

Eröffnung Ausstellung

Das Bocholter Rathaus stellt den Bundestag vor Am 26.08.2019 eröffnete eine Ausstellung im Bocholter Rathaus zum Bundestag. Frau Schulte ist Mitglied im Bundestag und sie stellt ihre Arbeit vor. Wer auch wissen möchte, wie der Bundestag funktioniert, geht diese Woche einfach mal ins Stadthaus. Man kann super viel erfahren. In ihrer Ansprache machte sie deutlich, […]

Interkulturelle Wochen mit großem Programm

Am Sonntag, 1. September, beginnen die interkulturellen Wochen in Bocholt. Sie dauern bis zum 30. November. In dieser Zeit gibt es viele interessante Veranstaltungen mit Themen aus verschiedenen Kulturen. Dabei kann man Kultur auf ganz verschiedene Weise erleben, Neues kennenlernen, vielen Menschen begegnen und sich mit ihnen austauschen. Fast immer ist die Teilnahme kostenfrei. Orbis […]

Neubürger lernen Bocholt kennen

Eine gute Gelegenheit, Bocholt kennenzulernen, gibt es am Sonntag, 25. August, um 11 Uhr. Dann beginnt eine Führung durch die Innenstadt mit der Stadtführerin Julia Holtkamp-Schlatt. Die Tourist-Info lädt dazu vor allem Menschen ein, die neu in Bocholt sind. In 90 Minuten werden sie mehrere Sehenswürdigkeiten kennenlernen und auch einzelne gute Tipps erhalten. Die Führung beginnt am historischen Rathaus am Marktplatz. Sie kostet drei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder. Neubürger brauchen nichts zu zahlen. Anmelden muss man sich nicht. […]

Multikulturelles Sommerfest

Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. August, findet das dritte multikulturelle Sommerfest am „Vogelhaus“ in Bocholt statt. Dieses Veranstaltungslokal mit einem kleinen, gemütlichen Biergarten befindet sich stadtauswärts in Richtung Spork, an der Straße Zur Eisenhütte 4. Mitveranstalter ist der Verein „diesdas“. An beiden Tagen gibt es ein großes Angebot an Spielen, Speisen und Getränken. […]

Ich bin Orbis: Simon Weiß

Ich bin Simon Weiß, 31 Jahre alt und gebürtiger Bocholter. Ich nehme wahr, dass demokratiefeindliche Ideen und Rechtsradikalismus in erschreckender Weise zunehmen. Dem möchte ich entgegenwirken. Gemeinsam im Team mit anderen. Orbis trägt dazu bei – durch einen kommunikativen, kritischen Austausch zur Umsetzung konkreter Integration. Ich möchte kulturelle Gewohnheiten aufzeigen und auf Angebote und Hilfen […]

Sommer-Tipp: Aasee mit Baden und Live-Musik

Es ist Sommer. Man möchte nach draußen, an die frische Luft und in die Sonne. Welche schönen Orte gibt es in Bocholt, die dazu einladen?Ein Ort ist der Aasee. Er ist vor 36 Jahren aus einem großen Baggerloch entstanden. Der See ist 32 Hektar groß, fast so groß wie 45 Fußballfelder, und bis zu sechs Meter tief. Viele Leute gehen dort spazieren, oft auch mit ihren Hunden. Oder sie joggen. Es gibt einen Fahrradweg, und grillen kann man dort auch. Eine Runde um den See ist etwa drei Kilometer lang. Jetzt im Sommer macht es besonders viel Spaß, dort mit einem Tretboot zu fahren oder Standup-Paddeln zu buchen. Und man kann im Aasee auch baden. Dafür gibt es sogar einen Strand. Rettungsschwimmer der DLRG passen auf und sind im Einsatz, wenn beim Baden etwas passieren sollte. Der Zutritt ist kostenlos.Am Strand kann man sich auf einer Wiese in die Sonne legen. Dafür gibt es Liegestühle. Wer möchte, kann sich auch eine Decke oder Liege mitbringen. Es gibt Dusch- und Umkleideräume und eine Fotobox, mit der man sich auch als Gruppe fotografieren lassen kann. Man kann sich Getränke oder etwas zu essen kaufen: an der Strandbar oder auch in Trabers Bocholter Strandcafé, das bislang unter dem Namen Ottilie bekannt war. Hier kann man ausgiebig frühstücken, bei Kaffee und Kuchen plaudern oder auch andere Speisen und Getränke genießen. Geöffnet ist dienstags bis samstags von 9.30 bis 22 Uhr, sonntags von 9.30 bis 21 Uhr.In diesem Sommer gibt es im und am Strandcafé ein besonderes Angebot: An jedem zweiten Mittwoch im Monat beginnen hier in den frühen Abendstunden die „Aasee Sunsets“. Dann treten auf einer kleinen Bühne direkt am Wasser Sängerinnen und Sänger, Liedermacher und Musiker auf, die sich in Bocholt und Umgebung schon einen Namen gemacht haben oder aber als talentierte Nachwuchskünstler gelten. Am Ende erlebt das Publikum am Strand den wohl schönsten Sonnenuntergang weit und breit. Das alles bei freiem Eintritt.An jedem zweiten Donnerstag im Monat gibt es zu den „Afterbeats am See“ um die gleiche Abendzeit ebenfalls Musik, Getränke und Speisen. Auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist, kommen immer viele Gäste, und es herrscht gute Stimmung wie zuletzt beim Auftritt von Stefan Passerschröer, der Songs von Frank Sinatra sang.Der Aasee ist über die Uhlandstraße oder die Straße Im Königsesch erreichbar, Strand und Strandcafé auch über die Hohenhorster Straße – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto.Am Mittwoch, 24. Juli findet eine neue Folge der „Aasee Sunsets“ statt – mit Livegesang von „Zwiebel & den Mana Manas“. […]