„Experiment gelungen!“ – Bocholt-Shop stößt auf große Resonanz

„Experiment gelungen!“ So lautet die Zwischenbilanz von Berthold Blesenkemper nach vier Wochen Bocholt-Shop. Elf Händler und Dienstleister aus der City machen bereits mit. Rund 50 Bestellungen gingen bislang ein. „Damit bleiben 1700 Euro Umsatz zunächst einmal in der Stadt“, berichtet der Gründer des Onlineportals Made in Bocholt.Ziel von Bocholt-Shop ist es, dem Einzelhandel in der Stadt schrittweise erste einfache digitale Vermarktungsmöglichkeiten  zu eröffnen. „Es gibt bereits einige, online durchaus erfolgreiche Shops in Bocholt. Aber die meisten Händlerinnen und Händler trauen sich noch nicht so recht, weil sie den Aufwand scheuen oder schlichtweg keine Zeit und nicht das notwendige Know-how haben“, erklärt Berthold Blesenkemper. Hier setzt seine Idee einer gemeinsamen digitalen Informations- und Vermittlungsplattform an. Blesenkemper stellt Artikel aus den Bocholter Geschäften in Bocholt-Shop ein. Die Kunden können diese dann dort reservieren und schließlich unter Vorlage der Reservierungsbestätigung real im Geschäft des anbietenden Händlers abholen und bezahlen.  Attraktiv wird das Angebot durch Rabatte oder Sonderaktionen.Berlinerin bestellt bei Bocholt-Shop einen GrillAm besten gehen nach Auskunft des Gründers erwartungsgemäß Produkte mit lokalem Bezug. „In den ersten Tagen haben wir mehr als 30 Bocholter Stollen von Gildhuis, zwei Bocholt-Fußmatten und fünf Frühstücksmesser der Firma Hungerkamp sowie einen StadtRing von Hermeier vermittelt“, berichtet Berthold Blesenkemper. „Die Idee ist genial. Unser Bocholt-Ring wurde nachmittags eingestellt und bereits am Folgetag konnte der erste über das Portal verkauft werden. Tolle Sache“, kommentiert Gabi Bollwerk vom Juweliergeschäft Hermeier.Überrascht wurden die Macher von Bocholt-Shop vor allem von zwei Bestellungen des Edelstahl-Oberhitzegrills „Bitcher“ der Stahlburschen GmbH. „Dank Made in Bocholt und dem Bocholt-Shop gehen unsere Produkte nicht nur in der Region an die Kunden, auch die Hauptstadt wird auf uns aufmerksam“, freut sich Geschäftsführer Philip Schlatt  über eine Bestellung aus Berlin. „Das zeigt, dass man mit einem Onlineshop gefunden wird und so seine Präsenz und Reichweite verbessern kann“, ergänzt Berthold Blesenkemper.Bocholt-Map ergänzt das Angebot für den HandelBesonders wichtig ist für den Gründer von Made in Bocholt und Eigentümer der Digitalmarketingagentur M hoch 3 die Verknüpfung von Marken und Orten. „Die Kunden, vor allem die von außerhalb, würden meiner Einschätzung nach viel öfter nach Bocholt kommen, wenn sie verlässlich wüssten, welche Produkte es hier zu kaufen gibt oder welche Marken geführt werden und Angebote aktuell sind. Aber wenn sie auf Google suchen, finden sie in Verbindung mit dem Stichwort Bocholt leider kaum etwas Relevantes. Stattdessen wird meist Amazon und Ebay ganz oben angezeigt. Und dann kauft der Kunde eben lieber online statt in die Stadt zu fahren, mühsam einen Parkplatz zu suchen, mehrere Geschäfte zu durchstreifen und am Ende eventuell mit nicht mehr als einem Knöllchen wieder nach Hause zu fahren“, meint der gelernte Journalist.Blesenkemper hat reagiert und neben Bocholt-Shop ein Online-Händlerverzeichnis Bocholt-Map für die Stadt aufgebaut. In dem können Ladenbesitzer ihr Geschäft in Text und Bild, mit Öffnungszeiten und Kontaktdaten sowie mit einer Liste sämtlicher Marken und Hersteller vorstellen. „Wenn dann ein Kunde beispielsweise nach der dem Stichwort Nike und Bocholt sucht, werden ihm alle Läden angezeigt, die diese Marken führen“, so der 58-Jährige.Made in Bocholt mit mehr als 15.000 AbonnentenVerknüpft werden Bocholt-Shop und Bocholt-Map mit dem umfangreichen Nachrichtenangebot der Plattform „Made in Bocholt“ und ihren mehr als 15.000 Abonnenten auf Facebook, Instagram und im Newsletter. Diese Kombination soll die Attraktivität und damit die Reichweite steigern. „Ein virtueller Marktplatz funktioniert schließlich auch nicht anders als ein realer. Die Menschen wollen Neues erfahren. Und sie wollen da sein, wo etwas los ist“,  meint Berthold Blesenkemper.Kontakt:Berthold BlesenkemperMade in BocholtE-Mail: info@madeinbocholt.deTelefon: +49 151 511 43 524 […]

Kämmerer warnt vor Verdreifachung der Pensionszahlungen

Haushaltsrede des Stadtkämmerers Kai Elsweier zur Einbringung des Haushaltes 2019 in die Stadtverordnetenversammlung im WortlautMeine Damen und Herren,lassen Sie sich mitnehmen auf eine kleine Reise durch unseren Haushaltsentwurf 2019. Erfahren Sie einige Daten, einige Hintergründe, einige Intentionen… erkennen Sie Chancen, aber auch Risiken. Im Anschluss erhalten Sie von uns dieses Exemplar. Es enthält den Vorbericht und damit komprimiert die wichtigsten Informationen. Der komplette Haushalt steht Ihnen später über den Sitzungsdienst und über das Internet zum Download zur Verfügung.Der Haushaltsplan ist Grundlage, er ist zentrales Instrument der städtischen Haushaltswirtschaft. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fachbereich Finanzen, die in den letzten Wochen und Monaten in intensiver Arbeit die notwendigen Grundlagen zusammengetragen und dieses Werk erstellt haben. Ich danke auch den Leitungen der Fachbereiche und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Maß an Kooperation.Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren! Was ist Zuversicht? Zuversicht ist das feste Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft. Was ist Mut? Mut ist die Fähigkeit, etwas zu tun, was man für richtig hält, auch wenn es möglicherweise Nachteile hat. Sie werden sich vielleicht fragen, was das mit dem Haushalt zu tun haben könnte. Nun, der Haushaltsentwurf, den wir Ihnen heute vorlegen werden, ist gekennzeichnet von Zuversicht und Mut. Er beinhaltet die Zuversicht auf eine anhaltend gute Konjunktur und allgemeine Wirtschaftslage, er beinhaltet die Zuversicht auf eine weiterhin stringente und mit Augenmaß geführte Budgetbewirtschaftung, er beinhaltet die Zuversicht auf den Willen eines gemeinschaftlichen Handelns von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft für die Zukunft unserer Stadt und er beinhaltet den Mut, mit progressiven Einnahme- und mit vorsichtigen Ausgabeansätzen in das Haushaltsjahr 2019 zu gehen. Der Haushaltsentwurf 2019 hat ein Ertragsvolumen von insgesamt 199,6 Mio. €. Hiervon entfallen allein auf die Gewerbesteuer 51 Mio. € und auf die Einkommensteueranteile 35,7 Mio. €. In der Summe sind dies 43 % unserer Gesamteinnahmen. Bei der Gewerbesteuer sind wir ganz bewusst mit diesem sehr ambitionierten Ansatz ins Rennen gegangen. Die Konjunktur in Deutschland läuft auf Hochtouren und die Einnahmen aller staatlichen Ebenen sind auf Rekordniveau. Die Entwicklung der Steuerkraft in Bocholt war im letzten Jahr im Landesvergleich überdurchschnittlich. Es zeigt sich hier die Leistungsfähigkeit und die Stärke der Bocholter Wirtschaftsunternehmen – und es zeigt sich  ebenso, dass Bocholt auch in den nächsten Jahren intensiv die Karte als starker Wirtschaftsstandort in der Region spielen muss.In Bezug auf die Einkommensteueranteile spielt auch eine hohe Attraktivität als Wohnstandort im Bereich der Mittelschicht eine Schlüsselrolle. Eine angemessene Wohnqualität, das Vorhandensein von bezahlbarem Wohnraum und eine attraktive Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität sind Anziehungspunkte. Im Hinblick auf die Herausforderung des zunehmenden Fachkräftemangels wirkt ein attraktiver Wohnstandort wiederum auf die Wirtschaft, und im Hinblick auf eine lebendige Stadt wirkt er auf Bocholt selbst. Im Aufwandsvolumen des Haushaltes sind rd. 199,4 Mio. € abzubilden. Der Gesamtpersonalaufwand schlägt dabei mit 45,5 Mio. € und die Kreisumlage mit 26,7 Mio. € zu Buche; zusammen also rund ein Drittel der Aufwendungen allein durch diese zwei Positionen. Beim Personalaufwand ist zu berücksichtigen, dass weitere Kosten indirekt über Verrechnungen mit dem ESB und die GWB in den Haushalt einfließen. Seit 2014 beläuft sich der Personalzuwachs verwaltungsweit auf rd. 47 Stellen, die Aufwendungen sind von 41 Mio. € auf geplant 45,5 Mio. € gestiegen.Eine angemessene Personalausstattung ist wichtig und für eine umfassende Aufgabenerfüllung erforderlich, allerdings sollte auch hier eine Langfristbetrachtung vorgenommen werden. Personalmehrungen binden auf einen sehr langen Zeitraum finanzielle Ressourcen und engen Handlungsspielräume ein, daher sollte unbedingt in jedem Einzelfall die organisatorische Unabdingbarkeit, auch unter Abwägung von Alternativen, geprüft werden. Wo wir gerade beim Thema Personalkosten sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf eins der wesentlichen Haushaltsrisiken eingehen. Wir haben derzeit rd. 113 Mio. € für zukünftige Pensions- und Beihilferückstellungen bilanziert. Hieraus werden sich zukünftig erhebliche Zahlungsverpflichtungen für die laufenden Haushalte ergeben. Um diesen Zahlungsverpflichtungen etwas entgegenzutreten, haben wir seit 2010 mit der Ansammlung eines Pensionsfonds begonnen, dieser hat derzeit einen Bestand von rd. 18,5 Mio. €. Nach aktuellsten Berechnungen werden sich die Pensionsauszahlungen in den nächsten 30 Jahren von rd. 4 auf dann 12 Mio. € jährlich verdreifachen, während die Aufwendungen sich im gleichen Zeitraum ‚nur‘ verdoppeln werden. Im Umkehrschluss heißt dies aber nichts anderes, als dass die Zahlungen dann aus der vorhandenen Substanz geleistet werden müssen. Auch in der Rückbetrachtung kann diese Aussage belegt werden – seit 2009 bleibt die Summe aller Personalauszahlungen einschließlich Pensionsfonds um 15 Mio. € hinter den Personalaufwendungen zurück. Dies sind Mittel, die zukünftig noch benötigt werden und die wir heute insbesondere im Kassenbestand sehen, insofern ist hier eine weitere Vorsorge dringend erforderlich, um nicht auf Kosten der Substanz und der folgenden Generation zu leben.Meine Damen und Herren, der aktuelle Haushaltsentwurf schließt mit einer schwarzen Null, einem Überschuss von rd. 300 Tsd. € ab. Wir wollten bei allen damit verbundenen Unsicherheiten ein positives Zeichen setzen. Und wir sind uns bewusst, dass wir die Entwicklung in den Budgets und der wesentlichen Steuerpositionen in den nächsten Monaten sehr eng beobachten müssen. Ein Blick auf den Finanzplanungszeitraum zeigt dort Überschüsse in relevanter Größenordnung. Neben den schon angesprochenen Effekten bei der Einkommensteuer liegt dies im Wesentlichen an dem Auslaufen der Umlagen für den Fonds Deutsche Einheit. Seit Einführung im Jahre 1991 hat Bocholt netto rd. 55 Mio. € über erhöhte Gewerbesteuerumlagen zur Finanzierung dieses Fonds geleistet. Jeglichen Gedanken einer Neuauflage erhöhter Gewerbesteuerumlagen ist schon im Keim mit Vehemenz entgegenzutreten, da die Mittel zum Erhalt der eigenen Infrastruktur dringend benötigt werden. Ich möchte Sie daher bitten, auf allen politischen Ebenen sensibilisiert zu sein und mit Ihren Vertretern dort entsprechend zu agieren.Meine sehr geehrten Damen und Herren, über den vorgelegten Haushaltsentwurf werden in den kommenden Jahren allein im Kernhaushalt fast 74 Mio. € für Investitionen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind Weiterleitungsdarlehen von über 30 Mio. € für Investitionen der EWIBO vorgesehen. Weitere Investitionen in zweistelliger Millionengröße werden durch ESB und GWB getätigt, deren Wirtschaftspläne derzeit noch erstellt werden. Maßnahmen wie das Projekt KuBAaI mit 6,4 Mio. €, das integrierte Handlungskonzept Fildeken-Rosenberg mit 3,9 Mio. €, die Erweiterung des IP Mussum mit 6 Mio. € und der Breitbandausbau in den Außenbereichen mit 16,7 Mio. € sind exemplarisch zu nennen. Das alles darf die Augen jedoch nicht davor verschließen, dass in den nächsten Jahren noch eine große Anzahl weiterer Investitionsmaßnahmen zur Entscheidung ansteht, die sich in der Summe nach derzeitiger Kenntnis etwa auf mindestens 100 Mio. € beziffern; angefangen von der umfassenden Rathaussanierung über den Nordring und Baumaßnahmen im Schulbereich bis hin zur Trauerhalle des Friedhofes. All diese Maßnahmen sind unter Einhaltung des derzeitigen Schuldendeckels nicht finanzierbar.Bereits in der Vorlage zum Grundsatzbeschluss „Rathaussanierung“ hatte ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Maßnahme innerhalb des bestehenden Schuldendeckels nicht darstellbar ist. Trotz Ausnutzung aller Möglichkeiten können 25 Mio. € aus dem derzeit absehbaren Investitionsvolumen nicht veranschlagt werden. Will man das Gesamtprojekt nicht gefährden, muss in absehbarer Zeit die Gesamtfinanzierung sichergestellt werden. Ist ein Konsens in diesem Punkt nicht zu erzielen, und damit im Ergebnis die Finanzierung nicht gesichert, wäre die Fortführung der Maßnahme meines Erachtens nicht verantwortbar.Meine Damen und Herren, der Schuldendeckel ist ein Steuerungs- und Hilfsinstrument des Rates. In der ein oder anderen Ausprägung besteht er schon seit Anfang der 2000er und ich denke es besteht Konsens, dass es auch zukünftig ein wirksames Instrument zur Schuldensteuerung geben soll, welches insbesondere die Leistungsfähigkeit des Haushaltes berücksichtigt.  Als Steuerungsinstrument des Rates und als Leitplanke für die Verwaltung kann der Schuldendeckel helfen, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten, denn Investitionen können durch Schuldendienst und Bewirtschaftungskosten die folgenden Haushalte erheblich belasten. Richtig ist, dass durch Investitionen Werte geschaffen werden; aber geschaffene Werte müssen unterhalten und erhalten werden und verursachen entsprechenden Aufwand. Insofern greift diese Argumentation viel zu kurz. Auch die Möglichkeit einer sich verschlechternden Haushaltslage ist zu berücksichtigen – eine dauernd steigende Konjunktur wird es nicht geben. Daher sind Prioritätensetzungen von wesentlicher Bedeutung – die Entscheidung dazu, eine Maßnahme umzusetzen, aber auch die Entscheidung dazu, die ein oder andere Maßnahme anders, später oder gar nicht zu machen. Bei der Prioritätensetzung sollten Nachhaltigkeit, Wirksamkeit für den Standort Bocholt und Folgekosten eine zentrale Rolle spielen.Ein angemessener Schuldendeckel und vorausschauende Prioritätensetzungen sollten sich sinnvoll ergänzen. Ein Schuldendeckel, der die zukunftsfähige Entwicklung der Stadt durch breit getragene Investitionen verhindert – und damit meine ich durchaus breit getragen in Politik und Bevölkerung – ist ungeeignet.  Im August hat Bocholt sich für die dritte Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030+ beworben. Den örtlichen Schwerpunkt haben wir dabei auf den Bereich Altstadt mit Ravardiviertel gelegt. Hier gibt es einige zentrale Anknüpfungspunkte an die beiden vorangegangenen Phasen und besondere thematische Herausforderungen. Wichtig ist dabei, dass Zukunftsstadt ausdrücklich nicht in Konkurrenz zu bereits laufenden Prozessen wie z. B. Flächenmanagement stehen soll, sondern sinnvoll ergänzend wirkt. Auf die Bedeutung der Innenstadt für den Standort Bocholt bin ich vorhin bereits kurz eingegangen.Thematisch liegt ein Schwerpunkt im wissenschaftlichen Teil in der Governance und Partizipation. Hier geht es zentral um eine wirksame und neue Kommunikation zwischen Politik/Verwaltung, Bürgerschaft und Unternehmen. Die positiven Erfahrungen aus den Planungszellen und Zukunftsräten sollen weitergeführt und ein Zukunftsbüro als operative Einheit zur Umsetzung und Koordination von Aktivitäten unterschiedlicher Akteure aufgebaut werden. An dieser Stelle nochmal ganz deutlich: Es geht hier ausschließlich um informelle Beteiligungsprozesse. Das zweite Standbein der dritten Phase steht unter den Schlagworten Sichtbarkeit und Wirksamkeit. Zukunftsstadt III soll sich nicht auf die reine Partizipation und Ideensammlung beschränken, sondern soll durch Umsetzung Ergebnisse in der Stadt erlebbar und sichtbar machen. Wollen wir Zukunftsstadt als Chance für Bocholt begreifen und nutzen, kommt es entscheidend darauf an, dass alle beteiligten Akteure hier konstruktiv, offen und zielorientiert zusammenarbeiten. Der Bürgermeister, meine Damen und Herren, hat sich klar zu dem Prozess bekannt und unter anderem bei der Übergabe des Bürgergutachtens im März klargemacht, dass Bocholt den eingeschlagenen Weg der Partizipation weitergehen will.Wir erwarten in den nächsten Wochen die Entscheidung darüber, ob Bocholt als eine von voraussichtlich 8 verbliebenen Städten weiterhin am Wettbewerb Zukunftsstadt teilnehmen kann. Sobald ich hierzu Neuigkeiten habe, werde ich Sie gerne unterrichten, und selbstverständlich führen wir auch die politische Begleitgruppe fort. Meine sehr geehrten Damen und Herren, positive Bilanzkennzahlen, eine gute Konjunktur und damit Steuererträge auf Rekordniveau, positive Haushaltszahlen im Finanzplanungszeitraum, eine optimistische Grundstimmung und die Identifikation von Bürgern und Unternehmen mit unserer Stadt – das sind wesentliche Chancen. Steigende Aufwendungen, die Ungewissheit, wie lange die Konjunktur noch in dem Maße hält, der Liquiditätsbedarf der Pensionslasten und erhebliche Investitionsbedarfe – das sind wesentliche Risiken. In diesem Umfeld haben wir den Haushaltsentwurf 2019 aufgestellt. Er beinhaltet in der Aufstellung Zuversicht und Mut gleichermaßen. Und es wird bei Beschlussfassung und Ausführung Zuversicht und Mut dazugehören – auch um Prioritäten zu setzen und vielleicht dann unliebsame Entscheidungen zu treffen, oder auch ‚Nein‘ zu sagen, selbst wenn es an der ein oder anderen Stelle einmal weh tut. Der französische Schriftsteller Victor Hugo sagte: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ […]

Bürgermeister Nebelo fordert Diskussion um Schuldendeckel

Nachfolgend die Haushaltsrede von Bürgermeister Peter Nebelo im Wortlaut:Meine sehr geehrten Damen und Herren,der Kämmerer wird Ihnen gleich – wie gewohnt – im Detail die wichtigsten Positionen und Kennzahlen zum Haushalt 2019 erläutern. Vorab möchte ich gerne auf die Haushaltssituation in Bocholt und auf einige Schwerpunktthemen, die mir sehr wichtig sind, eingehen.Zunächst möchte ich ausdrücklich betonen, dass die Stadt Bocholt – im Vergleich zu anderen Städten in NRW – finanziell gut aufgestellt ist. Der Haushaltsentwurf 2019 schließt mit einer schwarzen Null, also mit einem leichten Plus ab. Außerdem kommen wir auch in diesem Jahr ohne Kassenkredite aus. Diese Tatsache wird bei den politischen Diskussionen oftmals vernachlässigt.Auf der anderen Seite steht der hohe Investitionsbedarf der Stadt.Wir haben in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang Investitionen getätigt. In die Sanierung und Erweiterung von Schulen waren es beispielsweise etwa 45 Mio. €, davon für die Gesamtschule allein 10,8 Mio €.Ein weiteres Beispiel ist die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete, insbesondere für Mussum und Holtwick. Dort haben wir eine wesentliche Summe für Grunderwerb, Straßen- und Kanalbau bereitgestellt, und Millionen sind auch für die Sanierung der beiden Parkhäuser in der Innenstadt fest eingeplant. Weitere Investitionen stehen im Kubaai-Projekt und im Breitbandausbau an, um weitere Beispiele zu nennen.Ein Blick in die Zukunft zeigt uns aber, dass noch wichtige Investitionen ins Haus stehen, worauf der Kämmerer gleich detaillierter eingeht. Und da muss ich feststellen, dass wir an unsere Grenzen stoßen.Aufgrund des derzeit gültigen Schuldendeckels ist die Stadt Bocholt im Haushaltsjahr 2019 gezwungen, länger geplante Maßnahmen zu streichen bzw. zurückzustellen.Ich sage ganz klar: Eine grenzenlose Verschuldung kann nicht unser Ziel sein, denn sie nimmt uns und den Kindern die Handlungsfähigkeit in der Zukunft.Dennoch bin ich der Meinung, dass ein Schuldendeckel, der wichtige und sinnvolle Investitionen verhindert, schlecht für Bocholt ist.Beispielsweise ist für mich die fortlaufende Investition in die Erweiterung unserer großen Gewerbegebiete alternativlos, denn sie ist die Grundlage für Bocholt als attraktiven und florierenden Wirtschaftsstandort.Dies trifft ebenso auf Bocholt als Bildungsstandort zu. Insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels wird es umso wichtiger sein, unseren Kindern gut ausgestattete Schulen mit modernen Medien bereitzustellen, um sie gezielt und gut gerüstet auf Studium oder Beruf vorzubereiten.Hinzu kommen weitere wichtige anstehende Maßnahmen, wie beispielsweise die Rathaussanierung, auf die ich später detaillierter eingehen werde.In Anbetracht des hohen Investitionsbedarfs ist eine sachlich geführte Diskussion um den Schuldendeckel erforderlich. Wir müssen einen Weg finden, wie wir die anstehenden Investitionen priorisieren und – ggf. über einen Zeitraum verteilt – realisieren, damit wir unserer folgenden Generation Handlungsräume offenhalten und ihnen gleichzeitig eine lebendige und lebenswerte Stadt übergeben.Wie auch immer ein eventueller politischer Beschluss zu dieser Diskussion aussieht: Er wird die Zukunftsfähigkeit Bocholts in den nächsten Jahren erheblich beeinflussen. Die Ergebnisse entscheiden darüber, ob Bocholt als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort erhalten bleibt und sich zukunftsträchtig weiterentwickeln kann. Herr Zöhler und Herr Dieckhues kommen gerade von der ExpoReal München, der bedeutendsten Immobilienmesse. Ihre Botschaft: andere Städte geben Gas, investieren kräftig. Bocholt muss aufpassen, nicht ins Hintertreffen zu gelangen, weil wir zu lange auf der Investitionsbremse stehen.Meine Damen und Herren,bereits seit Jahren sprechen wir darüber, dass Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger sich an neue Wege des Dialogs – jenseits formeller Beteiligungsformate – herantasten müssen. Den ersten Schritt haben wir im November letzten Jahres gemacht: Ich spreche von den durchgeführten Planungszellen im Rahmen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt Bocholt 2030+“.Als mir im März das Bürgergutachten übergeben wurde, und ich die Leidenschaft und Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesehen habe, sich für unsere Stadt zu engagieren, war mir klar, dass wir diesen Weg neuer Beteiligungsformen weitergehen müssen.In der Feststunde habe ich gesagt, dass das Gutachten nicht unbeachtet in einer unserer vielen Schubladen verschwinden wird. Und dabei bleibe ich.Wir haben uns ganz bewusst für eine Bewerbung zur dritten Phase des Wettbewerbs entschieden. Zentral wird dabei sein, die Wege der crossmedialen – also offline und online – Partizipation weiter zu gehen und sukzessive Projekte aus dem Beteiligungsprozess in unserer Stadt umzusetzen und sichtbar zu machen – auch wenn klar sein muss, dass nicht alle Wünsche der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden können.Meine Bitte geht daher in Richtung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen und Organisationen – bitte beteiligen Sie sich weiterhin: Bringen Sie Ihre Ideen, Kenntnisse und Vorschläge in den Prozess „Zukunftsstadt“ mit ein.Die Attraktivität der Innenstadt, meine Damen und Herren, ist mir ein weiteres wichtiges Anliegen.Die Innenstadt darf nicht nur als Einzelhandelsstandort betrachtet werden, sie muss ganzheitlich ein multifunktionales Lebens-, Freizeit-, Arbeits- und Wirtschaftszentrum darstellen. Seit Jahren sind in der Bocholter Innenstadt deutliche Frequenz- und Umsatzverluste zu verzeichnen. Diese stellen für die ansässigen Unternehmen zunehmend eine wirtschaftliche Belastung dar; der Branchenmix in der gesamten Innenstadt und ihren Randlagen ändert sich.Um diesen Abwärtstrend entgegen zu wirken, können wir gleich einen weiteren Schritt machen: Wir können das Basiskonzept zur „Entwicklung eines zukunftsorientierten Flächenmanagements 2.0“ beschließen, welches vom Citymanagement der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt gemeinsam mit den externen Gutachterbüros „Standortentwicklung Neufeld“ aus Bochum bzw. „Stadt + Handel“ aus Dortmund das Konzept erarbeitet wurde.Das Konzept ist als Beteiligungskonzept konzipiert; Es soll ein Zielsystem für ein nachhaltiges Flächenmanagement 2.0, eine interaktive und kreative Entwicklung von Instrumenten zur Zielerreichung sowie eine Abstimmung über die Maßnahmen für das Flächenmanagement entwickelt werden.Parallel zu diesen Arbeiten wurde das Einzelhandelskonzept, welches ebenfalls in der heutigen Sitzung von Ihnen beschlossen werden soll, fortgeschrieben. Anfang des Jahres wurde dazu das Büro Dr. Lademann und Partner beauftragt.Auch hier hatten wir Aktualisierungsbedarf. Das fortgeschriebene Einzelhandelskonzept gibt der Verwaltung einen rechtssicheren Handlungsrahmen und stellt die Entwicklungsperspektiven für den Einzelhandel in Bocholt dar. Mir war es besonders wichtig, viele Spielräume für Ansiedlungen aufzuzeigen und der Innenstadt und den zentralen Versorgungsbereichen in den Stadtteilen attraktive Entwicklungschancen zu bieten.Der Prozess war streng getaktet; Es wurden bei einer telefonischen Umfrage umfassend Daten erhoben und der Einzelhandelsbestand analysiert. Nach vielen Abstimmungsgesprächen erfolgte im Juni die Offenlegung mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung. Die dabei aufgekommenen Belange und nötigen Anpassungen wurden hinsichtlich einer endgültigen Fassung des Einzelhandelskonzeptes 2018 aufgearbeitet und zusammengetragen. Entsprechend gehen nun aus dem Einzelhandelskonzept viele Entwicklungsempfehlungen hervor:Beispielsweise sollten Angebote auf die räumlich abgegrenzten sieben Nahversorgungszentren Bocholts konzentriert werden, um die zentralen Versorgungsbereiche zu stärken und vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auszurichten.Eine weitere Empfehlung ist, dass im Bereich der Innenstadt identifizierten Stärken und Potenziale – beispielsweise die hohe Nutzungsvielfalt oder auch das (Zitat) „reizvolle Ambiente der gewachsenen Stadt“ – gesichert und stetig fortentwickelt werden.Außerdem wurde die Sortimentsliste der Stadt Bocholt aktualisiert, um den Einzelhandel räumlich zu steuern.Ich möchte betonen, dass die Verwaltung mit hoher Transparenz an der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes gearbeitet hat. Hierfür haben wir neben einer Bürger- und Behördenbeteiligung auch zahlreiche Institutionen und sonstige Akteure aus dem Bereich des Einzelhandels miteinbezogen. Außerdem haben wir ein besonderes Augenmerk auf die enge Verzahnung mit dem eben angesprochenen Konzept „Flächenmanagement 2.0“ gelegt.Das nächste Schwerpunktthema ist quasi schon ein Dauerbrenner in meinen Reden. Und auch in den Folgejahren wird es uns, meine Damen und Herren, begleiten. Ich rede vom Kubaai-Projekt.Nach den langen Jahren der Planung und Diskussion freut es mich persönlich natürlich sehr, dass jetzt das neue Kulturquartier endlich sichtbar wird. Auf dem ehemaligen Ibena-Gelände hat nach dem Abriss der Lagerhallen die konstruktive Bauphase begonnen. Gestartet sind wir mit dem Landschaftsbau – wir erkennen vor Ort schon die neuen Aa-Inseln, den Museumspark auf der Spinnereiseite und die neuen Wege für Fußgänger und Radfahrer.Die Podiumsbrücke wird gerade zusammengesetzt und in wenigen Tagen in ihre geplante Lage über die Bocholter Aa gehoben. Wenn das Wetter mitspielt, dann können wir die Podiumsbrücke im November einweihen. Mit der Podiumsbrücke lösen wir gegenüber dem Landschaftsverband Westfalen- Lippe ein altes Versprechen ein, die beiden Musemsstandorte rechts und links der Bocholter Aa miteinander zu verbinden und so den Raum für neue Kulturformate zu öffnen.Betonen möchte ich hier die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband. Im nächsten Jahr wird der Landschaftsverband seine Museumsplätze im Sinne des Kubaai- Gestaltungshandbuchs, unter – auch finanzieller – Beteiligung der Stadt Bocholt, neu bauen. Die Museumsplätze werden dann nicht mehr durch Zäune vom städtischen Freiraum getrennt. Für die Bocholterinnen und Bocholter aber auch für Touristen entsteht ein großer Freiraum aus Parkanlage, Aa-Aue, Museumsplätzen und gemeinsamen Spielpunkten.Zudem läuft derzeit der Wettbewerb zur Veräußerung von vier Baufeldern auf dem ehemaligen Ibena-Grundstück. Am 8. November wird sich eine Jury mit den eingegangenen Entwürfen beschäftigen und anhand festgelegter Kriterien, wie Preis oder Nutzungsmix, die besten Arbeiten aussuchen. Diese Auswahl wird anschließend Grundlage für die Verkaufsverhandlungen mit den Investoren. Bereits bald folgen also auf den öffentlichen Anschubinvestitionen und den Investitionen des Landschaftsverbands die ersten Privatinvestitionen.Während der erste Bauabschnitt des Kulturquartiers in den kommenden beiden Jahren bereits gebaut wird, müssen wir uns parallel mit dem zweiten Abschnitt befassen. Für den Bau des LernWerks werden wir jetzt einen neuen Förderantrag stellen – denn im Jahr 2021 möchten wir gerne unser neues städtisches Bildungshaus einweihen. Auch hier stehen weitere städtische Baufelder zur Vermarktung zur Verfügung, wofür wir private Investoren suchen werden, um die öffentliche Rendite mit dem Kubaai-Projekt zu erhöhen und Leben in das neue, urbane Quartier zu holen.Ich habe es bereits gesagt: Das Kubaai-Projekt wird uns auch die nächsten Jahre begleiten. Hier mussten wir bereits und müssen auch zukünftig Flexibilität beweisen.Wir haben uns mit dem festgelegten städtischen Eigenanteil von 12,7 Millionen Euro einen festen Rahmen geschaffen. Bei einem Stadtentwicklungsprojekt von solcher Größe und solcher Laufzeit ändern sich die Projektinhalte. Dies ist auch richtig so, denn nur, wenn man neue gesellschaftliche Entwicklungen aufnimmt, wird es am Ende auch erfolgreich. So haben sich auch im Kubaai-Projekt bereits Maßnahmen geändert, wurden zurückgestellt und wieder neu aufgegriffen. Das wird auch so bleiben.Nach wie vor bin ich mir sicher, dass der Entschluss in das Kubaai-Projekt einzusteigen, die absolut richtige Entscheidung war und für Bocholt einen erheblichen Mehrwert mit sich bringen wird. Wir werden ein starkes, neues Quartier erhalten, welches vielen unterschiedlichen Menschen die Möglichkeit zu wohnen, zu arbeiten und Kultur und Freizeit zu genießen, bietet.Meine Damen und Herren,last but not least möchte ich noch auf dieses Gebäude eingehen, in dem wir gerade tagen. Das „neue Rathaus“ der Stadt Bocholt ist ein Bürgerzentrum mitten in der Stadt, welches seit über 40 Jahren in Betrieb ist.Am 14. März dieses Jahres wurde der Grundsatzbeschluss für die Rathaussanierung gefasst. Das denkmalgeschützte Gebäude soll nun umfassend für 44,5 Mio. Euro saniert werden.Ein wesentliches Ziel ist es, zukünftig sowohl die Betriebskosten als auch den CO-2 Ausstoß des Rathauses deutlich zu senken. Konkret heißt das, dass ca. 70 % des bisherigen Primärenergiebedarfs eingespart und der CO-2 Ausstoß um 80 % auf unter 100 Tonnen pro Jahr gesenkt werden soll. So wird auch das Rathaus künftig dem Bocholts Titel als „Klimakommune“ gerecht.Wie bei allen großen Projekten mit hohem Investitionsbedarf werden wir uns auch bei der Rathaussanierung Gedanken über die Priorisierung machen müssen. Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden unsere Ressourcen möglichst große Effekte für die Zukunftsfähigkeit erzielen.Stand heute ist in den Planungen zur Rathaussanierung auch die Aufstockung des Gebäudes um ein weiteres Geschoss enthalten. Diese ist, meiner Meinung nach, zwingend notwendig. Wir haben uns entschlossen, das Rathaus grundlegend zu sanieren. Folgerichtig muss es meiner Meinung nach unser Ziel sein, die Sanierung langfristig und zukunftsorientiert zu planen. Und dazu gehört auch die Sicherstellung des langfristigen Platzbedarfes des Rathauses.Insbesondere der derzeit fehlende Platz für Besprechungen und Diskretionsbereiche sowie zeitgemäße Platzansprüche an moderne Arbeitswelten wären mit der Aufstockung abbildbar. Außerdem ist es Ziel, die Verwaltung – wenn möglich – so ganzheitlich wie möglich „unter einem Dach“ abzubilden. Das Stadtarchiv, die EDV und das Rechtsreferat sollen wieder im Rathaus einziehen – dies ist eine der Planungsaufgaben.Aufgrund der baulichen Struktur hängt die Sanierung der Haustechnik des Stadttheaters unmittelbar mit der Rathaussanierung zusammen. Die Kosten für die Haustechniksanierung sowie der Sanierung der Umkleiden und Duschen sind im Gesamtpaket enthalten. Eine Erneuerung der veralteten Bühnentechnik des Stadttheaters oder auch die Bestuhlung, über die auch ich immer wieder Beschwerden höre, ist dagegen nicht Bestandteil der Rathaussanierung.Um als lebendiger Kulturstandort weiter wahrgenommen zu werden, müssen wir uns auch hier priorisieren und uns im Zuge einer ganzheitlichen Betrachtung überlegen, die Modernisierung des Theaters – wie der erste Stadtrat sagte – „in einem Rutsch“ abzuarbeiten.Auch beim Projekt „Rathaussanierung“ haben wir einen straffen Zeitplan. Derzeit befindet sich es in der Projektvorbereitungsphase. Bis Ende des Jahres soll das Planungsteam ausgewählt und beauftragt sein. Die Unterzeichnung des Architektenvertrages hat bereits am 6. September 2018 stattgefunden. Die Auswahlverfahren für die Fachplaner sind vorbereitet und folgen.Da Kosten-, Termin- und Qualitätssicherung des Projektes „Sanierung Rathaus mit Kulturzentrum“ von enormer Bedeutung sind, soll die Projektleitung durch eine externe Projektsteuerung unterstützt werden. Das EU-weite Auswahlverfahren dafür wird Mitte November mit der Beauftragung der Projektsteuerung abgeschlossen sein.Unser Oberstes Ziel ist es, die Rathaussanierung im gesteckten Kosten- und Terminrahmen umzusetzen. Ende 2021 soll die Sanierung des Rathauses abgeschlossen sein.Sehr geehrte Damen und Herren,Sie sehen: Der Haushaltsentwurf 2019 enthält viele wichtige Investitionen der Stadt und bietet Ihnen für Ihre Haushaltsberatungen eine gute Grundlage für Diskussionen.Ich möchte mich an dieser Stelle beim Kämmerer und seinem Team für die geleistete Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten zur Erstellung dieses Haushaltsentwurfs bedanken. Dieser Dank gilt ausdrücklich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Fachbereichen für die Erarbeitung der Grundlagendaten und die Erstellung der Beihefte. Ich bedanke mich auch bei den Geschäftsführern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Eigenbetriebe und Gesellschaften für deren Arbeit in diesem Jahr.Abschließend wünsche ich Ihnen angenehme, sachliche und zielgerichtete Beratungen in Ihren Fraktionen und in den Ausschüssen und hoffe, in der Ratssitzung am 19. Dezember dieses Jahres ihre Zustimmung zum vorliegenden Entwurf zu erhalten.Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! […]

Landesanstalt für Medien und Stiftung für Lokaljournalismus fördern Projekt „Made in Bocholt“

BOCHOLT/DÜSSELDORF. Die Landeanstalt für Medien fördert gemeinsam mit der Stiftung für Lokaljournalismus Vor Ort NRW vielversprechende Projekte und innovative Ideen in Nordrhein-Westfalen. Als solches schätzen die beiden Organisationen auch die Bocholter Online- und Social-Media-Plattform „Made in Bocholt“ ein. Grund genug, dem Gründer Berthold Blesenkemper jetzt einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro zu gewähren. Das Geld ist zweckgebunden und muss zur Finanzierung von Beratungs- und Coaching-Leistungen ausgegeben werden. „Und damit kommt es gerade recht“, freut sich der Bocholter Journalist und Digitalexperte. Er plant, das Portal mit seinen mehr als 13.000 Abonnenten weiter auszubauen und zu professionalisieren. Bereits im vergangenen November war Made in Bocholt als „beste neue Stimme im Lokalen“ mit dem mit 2.500 Euro dotierten „Vor Ort NRW-Preis 2017“ ausgezeichnet worden.Für Berthold Blesenkemper gilt es, in Zukunft zwei wichtige Fragen zu beantworten. Welche Rolle sollen Portale wie Made in Bocholt in der Bürgerinformation spielen? Und wie lässt sich deren Arbeit dauerhaft und nachhaltig finanzieren? „Der Bedarf an dieser neuen Form des Journalismus ist auf jeden Fall vorhanden“, so der 57-Jährige. Denn insbesondere lokalpolitische Berichte und Kommentare würden mehr und mehr hinter vergleichsweise teuren Abo- und Bezahlschranken, so genannten Paywalls, verschwinden. Somit seien aber oft mehr als die Hälfte der Bürger – und hier vor allem Jüngere – von wichtigen Informationen ihres Lebensalltags so gut wie abgeschnitten. Zudem fehlten in vielen Kommunen Alternativen zu den klassischen Medien, meint Blesenkemper.Auf der anderen Seite scheitern zahlreiche journalistische StartUps immer wieder an der Finanzierung. „Entweder die Gründer kümmern sich ums Geldverdienen, dann haben sie keine Zeit für Berichterstattung und die Portale werden unattraktiv, oder es ist genau umgekehrt“, erläutert der Bocholter. Auch Made in Bocholt steht vor diesem Dilemma. „Wir könnten deutlich mehr eigene Beiträge, Wirtschaftsreportagen, Fotodokumentationen oder Videointerviews produzieren. Genau die werden nämlich mit Abstand am häufigsten abgerufen. Aber leider fehlt uns trotz einiger treuer Werbekunden einfach Geld, um Mitarbeiter einzustellen und somit noch mehr zu leisten“, berichtet der Made-in-Bocholt-Chef.Die Förderung der LfM und der Stiftung vor Ort NRW will er nun dafür einsetzen, nach neuen Formen der Finanzierung zu suchen und den Vertrieb sowie das Eigenmarketing auszubauen. „Am liebsten würde ich die Umsetzung als studentisches Projekt mit einer Fachhochschule oder Uni umsetzen“, so der 57-Jährige weiter. Erste Versuche, passende Partner zu finden, sind bislang allerdings gescheitert. […]

Mofafahrer unversichert und auf Drogen unterwegs

Bocholt (ots) – (mh) Am Samstag fiel Polizeibeamten auf der Osterstraße ein 34-jähriger Mofafahrer aus Bocholt mit einem schwarzen Versicherungskennzeichen auf. Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass der Versicherungsschutz abgelaufen war. Zudem bestätigte ein Drogenvortest den Verdacht der Beamten, dass der Mann unter dem Einfluss von Drogen stand. Sie untersagten die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren ein. Ein Arzt entnahm dem 34-Jährigeneine Blutprobe. […]

Bocholter Jusos akzeptieren SPD-MItgliederentscheid

Die Bocholter Jungsozialisten (Jusos) bedauern und akzeptieren gleichzeitig den SPD-MItgliederentscheid zur neuerlichen Großen Koalition in Berlin. In einer Pressemitteilung heißt es: “Mit der heutigen Bekanntgabe des Ausgangs des Mitgliedervotums über den Eintritt in eine erneute große Koalition findet die seit dem 24. September letzten Jahres andauernde Regierungsbildung einen Schlusspunkt, auch wenn nun noch das Prozedere zur Amtsübernahme der neuen Regierung aus SPD und den Unionsparteien aussteht.Wir hätten uns, wie die meisten anderen Jusos auch, natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht, aber werden die Situation akzeptieren und das Beste aus unseren Möglichkeiten die sich daraus ergeben machen.Positiv möchten wir die Entwicklungen in den vergangenen Wochen hervorheben, in der sich sowohl innerhalb der Jusos, aber auch zwischen den Mitgliedern der gesamten SPD eine rege Debattenkultur zeigte, welche sich zumeist mit der inhaltlichen Ebene befasste.Zudem hat unser Bundesvorsitzender Kevin Kühnert mit seiner Standhaftigkeit vom Wahlabend bis heute sowohl in der Öffentlichkeit, als auch innerhalb des Verbandes viel Zustimmung erhalten und damit auch einen Gegenpol zum Parteivorstand gebildet.Auch wenn wir als Jusos Bocholt-Rhede-Isselburg den Koalitionsvertrag mehrheitlich als nicht weitgehend genug ansehen, so ist doch festzuhalten, dass die sozialen Inhalte, die zweifelsohne enthalten sind auch durch das starke Auftreten und die bundesweite Kampagne die unser Verband in der letzten Zeit durchführte zustande kamen.Für die Zukunft unserer Partei und damit auch die Aufrechterhaltung und die Ausweitung der sozialen Teilhabe und Gerechtigkeit in unserem Land ist es entscheidend, dass trotz der kommenden Fortführung der bisherigen Regierungskoalition der Weg der Erneuerung weiter und in ausreichendem Maße beschritten wird. Dabei kann auf der zuvor genannten Debattenkultur an der Basis aufgebaut werden und dafür sind auch beim anstehendem Bundesparteitag im April entsprechende Maßnahmen auf den Weg zu bringen.Wir erhoffen uns deshalb dass auch die Parteiführung lernfähig zeigt und zukünftig die Bedenken und Ideen der einfachen Mitglieder ernst nimmt.” […]

7-jährige Schülerin angefahren und geflüchtet

Bocholt (ots) – (mh) Am Freitag kam es gegen 07:40 Uhr auf der Rebenstaße zu einem Schulwegunfall bei dem sich ein 7-jähriges Mädchen aus Bocholt auf dem Weg zur Schule leicht verletzte. In Höhe der Schule streifte ein in Richtung Nordstraße fahrender, etwa 18 bis19 Jahre alter Radfahrer die Schülerin. Der bisher unbekannte Radfahrer entfernt sich, ohne seinen Pflichten nachgekommen zu sein. Die Polizei bittet Zeugen, sich beim Verkehrskommissariat in Bocholt (Telefon 02871 / 299-0) zu melden. […]

Umweltgift jetzt auch in der IVM – Konzentrationen nur knapp unter der Risikogrenze

Von BERTHOLD BLESENKEMPERZweiter Naphtalin-Fund in Bocholt. Auch im Altbau der Israhel-van-Meckenem-Realschule (IvM) ist jetzt das Umweltgift nachgewiesen worden, das in Verdacht steht Krebs zu erregen Die so genannten bicyclischen Kohlenwasserstoffe stammen aus einem teerhaltigen Parkettkleber, der bei nach dem Krieg errichteten Gebäuden bis in die siebziger Jahre hinein verwendet wurde und offenbar erst jetzt ausdünstet. Die an der Münsterstraße nachgewiesenen Konzentrationen liegen nach Auskunft der Stadtverwaltung auf Anfrage von Made in Bocholt bei bis zu 28,1 Mikrogramm pro Quadratmeter Raumluft und damit nur denkbar knapp unter der Risikogrenze von 30 Mikrogramm. Bei deren Erreichen oder Überschreiten empfiehlt das Umweltbundesamt unverzügliches Handeln.Die Stadt lässt – anders als im ähnlich gelagerten Fall der Melanchthon-Hauptschule – innerhalb der nächsten Wochen sieben Klassen der IVM in einen nahezu fertig gestellten Neubau umziehen. Weitere fünf Klassen werden in Container ausgelagert, die auf dem Schulgelände neu aufgestellt werden. Bis dahin seien die verseuchten Räume “durch einen erhöhten Reinigungsstandard“ wie regelmäßiges feuchtes Wischen und Lüften weiterhin nutzbar, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Eine Sanierung sei sogar erst innerhalb der nächsten ein bis zwar Jahre notwendig, so die Behörde.Das sehen Experten wie der Bundesvorsitzende der Umweltmediziner, Dr. Frank Bartram, anders. Er geht bei solchen und auch schon weitaus niedrigeren Konzentration von einer „gesundheitlichen Gefährdung für die Kinder“ aus. Das hatte er in einem WDR-Beitrag zum Fall Melanchthonschule erklärt. Bei dieser Schule hatte sich die Verwaltung erst nach anhaltenden, zum Teil massiven Protesten der Eltern und Schüler zu einer Auslagerung entschlossen.Wie berichtet, hatten die Kinder an der Melanchthonschule über zum Teil anhaltende gesundheitliche Beeinträchtigungen geklagt. Es kam immer wieder zu Atemwegserkrankungen und Hautausschlägen. Mehrfach mussten Schüler mit dem Rettungswagen aus dem Unterricht geholt und ins Krankenhaus gebracht werden. Erst als Monate später die kontaminierten Räume geschlossen und alle Klassen in Container ausgelagert wurden, ließen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen schlagartig nach. Verwaltung und Politik hatte die Symptome nicht ernst genommen. Der ehemalige Kämmerer Ludger Triphaus hatte sie öffentlich in einer Ratssitzung als „Befindlichkeiten“ bezeichnet. […]

Serie 36,5 Grad: Hans-Jürgen Dickmann – Begegnung in Afrika

Von BERTHOLD BLESENKEMPER (Text und Foto)Es begann diesseits von Afrika. Hans-Jürgen Dickmann bekam Weihnachten ein Buch geschenkt. „Mandela: Mein Gefangener, mein Freund“ erzählte die berührende Geschichte einer außergewöhnlichen Beziehung zwischen dem wohl berühmtesten politischen Gefangenen der Welt und seinem Gefängniswärter Christo Brand. Weil der Bocholter die fesselnde Erzählung nicht zu Ende lesen konnte, nahm er sie Ende Januar mit in den Urlaub. Und wie der Zufall so will: Dort in Kapstadt traf er prompt Christo Brand, den Autor, der Nelson Mandela so lange beaufsichtigt hatte und dessen Buch Dickmann in Händen hielt. Man kam ins Gespräch, traf sich später noch einmal zum Abendessen und tauschte sich aus. „Sehr beeindruckend“, berichtet Dickmann.Die Geschichte hinter der Geschichte ist bekannt. Sie handelt von Nelson Mandela, dem Sohn eines schwarzen Stammesführers und Kämpfer gegen die Rassentrennung in Südafrika. Ihm gegenüber steht Christo Brand, ein einfacher weißer Bauernsohn aus der Provinz. Die beiden so unterschiedlichen Menschen begegnen sich im Gefängnis auf Robben Island. Mandela ist lebenslänglich inhaftierter Freiheitskämpfer, Brand ein – als Alternative zum Wehrdienst – vom Staat rekrutierter Aufseher. Und dann geschieht das Ungewöhnliche. Zwischem dem 60-jährigen Gefangenen und dem 19-jährigen Wärter entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft.Brand verschafft Mandela immer wieder ein paar kleine, gegen die Vorschriften verstoßende Vorteile. Einmal bringt er ihm und anderen Inhaftieren des ANC zu Weihnachten einen von seiner Frau gebackenen Rosinenkuchen mit. Ein anderes Mal verlängert er eigenmächtig die Besuchzeiten von Verwandten oder ermöglicht Gespräche mit anderen Gefangenen. Im Gegenzug betrachtet der junge Wärter den Widerstandskämpfer mit der Zeit als eine Art väterlichen Freund. Diese Verbindung halten beide Männer selbst nach Mandelas Freilassung aufrecht.Christo Brand berichtet in seinen von der Journalistin Barbara Jones erzählten Buch davon. Und Hans-Jürgen Dickmann war von Beginn an gefesselt. „Diese immer wieder auftauchenden Beispiele von zivilem Ungehorsam haben mich stark beeindruckt“, meint der 65-Jährige. Als so genannter Alt-68er, der früher gegen die Eltern-Generation revoltierte, ist ihm solches Aufbegehren nicht fremd. Vielleicht war es das, was beim ersten Aufeindertreffen des Lesers mit dem Autorem eine Art Brücke schlug.Dickmann war zuvor mit seiner Frau Susanne sowie seiner Schwägerin und seinem Schwager nach Südfarika gereist. Dort wurde das Quartett von der Ex-Bocholterin Anne Möllmann und ihrem Mann Manfred durchs Land geführt. Anne Möllmann kannte als professionelle Reiseführerin Christo Brand von ihren Ausflügen nach Robben Island, wo der ehemalige Gefängniswärter heute Touristen ein Stück Weltgeschichte hautnah vermittelt. Sie war es auch, die per Telefon einen ersten, zunächst nur rund 15-minütigen Kontakt in Kapstadt herstellte. Christo Brand signierte brav das Buch Dickmanns. Man plauderte – und schon schien alles vorbei.Umso überraschter waren die Bocholter, als Estelle Brand, die Frau des Südfarikaners, am nächsten Tag anrief und ein neuerliches Treffen vorschlug. Ihrem Mann habe die Visite tags zuvor sehr bemerkenswert gefunden, berichtetet sie. Man verabredete sich erneut – diesmal zum Abendessen – und plauderte bei Spaghetti Bolognese, Salat und südfarikanischem Rotwein über Gott und die Welt. „Ich war überrascht, wie einfach, zuvorkommend, ja normal das Ehepaar war“, erklärt Hans-Jürgen Dickmann. Man verabschiedete sich mit einer Zusage. „Wenn Christo Brand mal wieder zu einer Lesung oder einem TV-Interview in die Nähe von Deutschland kommt, ist er bei uns zu Hause in Bocholt eingeladen“, erklärt Hans-Jürgen Dickmann. Versprochen!Lesen Sie diesen Bericht auch im Bocholter Stadtmagazin PAN […]

Erstes deutsch-niederländisches Business-Speed-Dating

Bocholt. Rund 40 deutsche und niederländische Unternehmen trafen sich am gestrigen Donnerstag auf Einladung des Internationalen Netzwerkbüros – dieses wird von der Wirtschaftsförderung Bocholt und der Gemeinde Oude IJsselstreek unterhalten – sowie des Business Clubs Kleve zu einem sogenannten Deutsch-Niederländischen Business Speed-Dating im Hotel Residenz.In diesem neuen Format fanden insgesamt fünf Gesprächsrunden mit jeweils ein oder zwei Referenten zu den Themen Sprache & Kultur, Marketing & Vertrieb, Recht, Steuern und grenzüberschreitende Personalvermittlung/Arbeitnehmerüberlassung statt. Das Treffen richtete sich an niederländische und deutsche Unternehmer, die an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit interessiert sind, grenzüberschreitend aktiv werden wollen und in dem Zusammenhang konkrete Fragestellungen zu o.g. Themenbereichen hatten. So sollte Information und Diskussion in Gruppen mit erfahrenen Experten zu den Themen stattfinden.Die Idee ist aufgegangen. Unter der charmanten Moderation von José de Baan vom Niederländisch-Deutschen Businessclub Kleve und Ronald Cieraad, der als sogenannter matchmaker für das Internationale Netzwerkbüro tätig ist, kamen die Teilnehmer in fünf Gesprächsrunden zu jeweils 20 Minuten in einen intensiven Austausch. Die Gelegenheit wurde genutzt, um detaillierte und konkrete Fragen zu stellen und diese von folgenden Experten beantwortet zu bekommen: Dr. Johannes Reef, dnl contact (Sprache & Kultur), Frank Wöbbeking, mediamixx (Marketing), Ton Heebing, Wiggers/Ross und Alexander Crämer, STRICK – Rechtsanwälte & Steuerberater (Recht), Ingmar Pondes, Bonsen Reuling und Felix Büdding, Büdding & Weiss Wirtschaftsprüfer & Steuerberater (Steuern), Jürgen van Aalst, JAWS B.V. und Anees Butt, Euregio Personaldienstleistungen (Personal).Nach der offiziellen Begrüßung durch die Projektpartner Jos Sluiter, Wethouder der Gemeente Oude IJsselstreek und Wendelin Knuf, Wirtschaftsförderung Bocholt interviewten José de Baan und Ronald Cieraad nicht nur Wendelin Knuf und Myriam Bergervoet zu dem Projekt „Internationales Netzwerkbüro“, sondern sprachen auch mit zwei Unternehmern über ihre Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Werner Langfeld, Tepasse Fenster und Mathias Theil, Beukenhorst Kaffee GmbH ließen die Teilnehmer ihrer anschließendenGesprächsrunde ebenfalls an ihren Erfahrungen teilhaben.Dass dieses neue Format des grenzüberschreitenden Business Speed-Dating wiederholenswert ist, zeigten auch die im Anschluss an die Veranstaltung mittels Smileys abgegebenenpositiven Bewertungen der Teilnehmer. Die Moderatoren und Vertreter des Internationalen Netzwerkbüros, Myriam Bergervoet, Ronald Cieraad und Wendelin Knuf sowie vom Niederländisch-Deutschen Business Club Kleve, José de Baan, zeigten sich angetan von dem regen Austausch zwischen den Fachleuten und den anwesenden Unternehmen.Wendelin Knuf wies im Weiteren auf die nächste Veranstaltung am 19. April 2018 hin: Es findet bei Dorset in Aalten ein Unternehmerfrühstück statt. Eine gesonderte Einladung erfolgt in Kürze.Weitere Infos zu den Dienstleistungen und Aktivitäten sowie Veranstaltungen des Netzwerkbüro siehe: www.internationales-netzwerkbuero.de […]

Autofahrerin wird von herabfallender Eisplatte getroffen und schwer verletzt

Raesfeld (ots) – Am 01.03.2018, gegen 16:05 Uhr, befuhr eine 54-jährige PKW-Fahrerin aus Raesfeld zusammen mit ihrer 55-jährigen Schwester als Beifahrerin die Borkener Straße von Borken in Richtung Raesfeld, als ihr in einer leichten Linkskurve ein LKW mit Sattelanhänger entgegen kam, sich von diesem Eisplatten vom Anhängerdach lösten und in die Fahrspur der Raesfelderin fielen. Eine Eisplatte durchschlug die Windschutzscheibe und traf die Raesfelderin am Kopf, wodurch diese schwer verletzt wurde und in der Folge mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum in Münster geflogen werden musste. Es besteht keine Lebensgefahr. Die Schwester erlitt einen Schock. Der LKW-Fahrer setzte seine Fahrt fort. Eine Zeugin fuhr hinter dem LKW her und konnte so sachdienliche Hinweise zu dem Fahrzeug geben. Die Ermittlungen zu dem LKW-Fahrer dauern an. Die Polizei bittet Zeugen die Angaben zum Unfallgeschehen und zumLkw machen können, insbesondere eine bisher namentlich nicht bekanntejunge Frau mit einem smartähnlichen Fahrzeug mit Weseler Kennzeichen,sich mit dem Verkehrskommissariat in Borken (Telefon 02861 / 900-0)in Verbindung zu setzen. […]

Neutorplatz: P&C zieht sich als Investor zurück und mietet neue Filiale

Von BERTHOLD BLESENKEMPERGemeinsam wollten sie am Neutorplatz neu bauen – die Stadtsparkasse im vorderen Bereich einen Hauptgeschäftsstelle, Peek & Cloppenburg im südlichen Teil des Grundstückes eine große Filiale. Jetzt hat es sich die Bekleidungshauskette anders überlegt. Sie bekennt sich zwar weiterhin ausdrücklich zum Standort, zieht sich aber als Investor zurück und wird künftig nur noch als Mieter für die jetzt von der Stadtsparkasse allein zu entwickelnden Einzelhandelsflächen auftreten. „Die für die Realisierung des Bauprojektes erforderliche Baugenehmigung wurde seitens der zuständigen Genehmigungsbehörde an Bedingungen geknüpft, die für Peek & Cloppenburg nicht annehmbar waren“, erklärte Ernst-Albrecht von Hake, Leiter der Unternehmenskommunikation des Unternehmens, zur Begründung.Zum Hintergrund: Ursprünglich hatten beide Partner wohl separate Tiefgaragen bauen wollen. Dann aber stellten sie fest, dass eine große gemeinsame Anlage weitaus günstiger ist. Die geänderten Pläne stießen allerdings auf den Widerstand der Stadt Bocholt. Die Baugenehmigungsbehörde bestand nach Informationen von Made in Bocholt auf eine so genannte Vereinigungsbaulast. Mit einer solchen Regelung werden zwei Grundstücke baurechtlich zusammengefasst. Der Vorteil: Hindernisse wie zum Beispiel Abstandsflächen an den gemeinsamen Grundstücksgrenzen oder auch einzeln betrachtet begrenzte Überbauungsgrößen werden ausgeräumt. Im Gegenzug wird die Vereinigungsbaulast im Grundbuch eingetragen. Das macht eventuell einen späteren Verkauf erklärungsbedürftig und wirkt sich dadurch in einigen Fällen sogar wertmindernd aus.Offenbar sperrte sich P&C entschieden gegen diese Lösung. Das hatte zuletzt zu Verzögerungen des Projektes geführt, die wiederum wildeste Spekulationen auslösten. Die Stadtsparkasse, die gestern keine Stellung nahm, muss nun die Investition allein stemmen, bekommt dafür im Gegenzug langfristig Miete. Damit sind aber auch die Hürden für einen Baubeginn ausgeräumt. Wie berichtet, soll es kommende Woche am Neutorplatz mit der Einrichtung der Baustelle weitergehen (siehe eigener Bericht).Rendering: Kleihues + Kleihues, Dülmen […]

Baustart am Neutorplatz – nächste Woche geht es weiter

„Ein zeitgemäßer und zentraler Standort im Herzen Bocholts“ – dieses Ziel war von Beginn an für die Stadtsparkasse Bocholt eindeutig formuliert. Insgesamt fast 10.000 Quadratmeter umfasst das Grundstück in unmittelbarer Nähe zu den Bocholter Arkaden sowie dem Einkaufscenter am Neutorplatz. Dabei wird die Stadtsparkasse Bocholt den Teil des Grundstücks im Eigentum behalten, der für die Errichtung ihrer neuen Hauptstelle und des großen Einzelhandelsgebäudes erforderlich ist. Langfristiger Mieter dieses Geschäftsgebäudes wird das Düsseldorfer Unternehmen Peek & Cloppenburg, welches bereits seit 1977 in Bocholt vertreten ist.Mit einer deutlichen Vergrößerung der Verkaufsfläche ist dieses ein klares Statement von Peek & Cloppenburg zum Standort Bocholt. Der weiter östlich gelegene Grundstückteil ist für die Bebauung mit zwei Wohngebäuden durch einen Investor vorgesehen. Der Abriss des bisherigen Karstadt-/Hertiegebäudes wurde im Sommer letzten Jahres beendet und das gesamte Gelände ist für den Baustart vorbereitet. Das Grundstück muss dabei vor Baubeginn einer Kampfmittelprüfung unterzogen werden. Hierzu erfolgten bereits im Herbst erste Probebohrungen. Die endgültige Überprüfung erfolgt mit dem Start der Ausschachtungsarbeiten. Diese starten in der kommenden Woche ) mit der Einrichtung der Baustelle. Als Unternehmen für den Bau der Tiefgarage und auch den Rohbau der Hauptstelle der Stadtsparkasse Bocholt und des Geschäftsgebäudes wurde das renommierte Unternehmen Oevermann aus Münster ausgewählt.Aus städtebaulicher Sicht hat das Neubauvorhaben am Neutorplatz einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der südlichen Innenstadt. Durch den langen Leerstand des ehemaligen Hertie-Gebäudes kann die neue Nutzung des Grundstückes diesem traditionsreichen Standort der Innenstadt an der Schnittstelle der Fußgängerzone und der Bocholter Aa wieder neue Impulse geben. Die Fertigstellung der neuen Hauptstelle und des Geschäftsgebäudes ist für das Frühjahr 2020 geplant.Quelle: Stadtsparkasse Bocholt […]

Bus-Umleitungen wegen Straßensperrungen „Am Kreuzberg“ und „Auf dem Dannenkamp“

Bocholt. Ab Montag, 05.03. 08.00 Uhr müssen für die Linien C3 (Hochfeld) und C4 (Biemenhorst) Umleitungen aufgrund von Straßensperrungen eingerichtet werden. Diese sind mit kleinen Einschränkungen bei der Haltestel-lenbedienung verbunden.Umleitung C3:Die Linie C3 (Hochfeld) fährt vom 05.03.2018, 8.00 Uhr für mehrere Wochen nicht über die Straße „Am Kreuz-berg“. Daher entfällt die reguläre Bedienung der Haltestelle „Am Kreuzberg“ in Fahrtrichtung stadtauswärts. Statt-dessen wird für die Dauer der Umleitung die ca. 30m entfernt liegende Haltestelle auf der Münsterstraße, die nor-malerweise nur von der Regionalbus-Linie R51 bedient wird, genutzt. Stadteinwärts wird die Haltestelle regulär bedient. Trotz der Umleitung gelten die normalen Abfahrts- und Ankunftszeiten.Umleitung C4:Die Linie C4 (Biemenhorst) fährt vom 05.03.2018, 08.00 Uhr bis ca. zum 16.03.2018, 17.00 Uhr im Bereich der Straße „Auf dem Dannenkamp“ eine Umleitung. Daher entfällt die reguläre Bedienung der Haltestelle „Dannen-kamp“. Stattdessen wird für die Dauer der Umleitung in ca. 30m Entfernung südlich von der regulären Haltestelle eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Trotz der Umleitung gelten die normalen Abfahrts- und Ankunftszeiten.Wir bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Für Fragen oder weitergehende Infos stehen bei Bedarf die Mitarbeiter im StadtBusCenter am Bustreff (Europaplatz 20) montags bis freitags zwischen 09-18 Uhr und sams-tags zwischen 09 und 14 Uhr oder unter Tel. 02871-219190 zu den o.g. Uhrzeiten zur Verfügung. […]

Der Wert einer starken Marke Münsterland

Bocholt. Etwa 70 Vertreter der Bocholter Wirtschaft besuchten am Mittwochmorgen das Unternehmerfrühstück im Hotel Residenz, um sich über den aktuellen Status Quo zum Markenbildungsprozess des Münsterlandes zu informieren.Was ist der Markenkern des Münsterlandes? Was ist bei uns anders, als bei allen anderen Regionen? Was ist die Spezifik des Münsterlandes? Zu diesem Thema referierte der ehemalige Bürgermeister der Stadt Bocholt und Vorstand des Münsterlandes e.V. Klaus Ehling.Im Rahmen eines Strategieprozesses hat das Münsterland seine Positionierung im Wettbewerb der Regionen festgelegt. Jetzt geht es darum konsequent auf diese Positionierung hinzuarbeiten. „Eine Marke zu bilden, das geht nicht alleine. Kammern, Unternehmen, Verbände, Kommunen usw. sind in diesen Prozess mit eingebunden“, sagte Herr Ehling.Als vorläufiges Ergebnis des Markenbildungsprozesses kann festgehalten werden, dass das Münsterland eine Mischung aus Land und Urbanität ist. „Wenn man das gesamte Münsterland in einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es souverän“, mit diesem Wort soll das Münsterland künftig assoziiert werden, so das Ziel des Vorstands des Münsterland e.V.Im Sommer diesen Jahres wird der Münsterland e.V. das gesamte Konzept zur Markenbildung und –positionierung des Münsterlandes vorstellen.Im Anschluss an den Hauptvortrag von Klaus Ehling stellte Herr Eder von der Jungen Uni Bocholt in einem fünf minütigen Impulsvortrag diese vor. Die Junge Uni richtet sich an Bocholter Kinder und Jugendliche im Alter von 8-18 Jahren. „Jedes Kind hat eine Persönlichkeit und die Junge Uni ist dafür geeignet, dass jedes Kind diese auch entfalten kann“, schilderte der Redner. Er warb dafür, dass die Bocholter Unternehmer mit ihrer Expertise das Konzept unterstützen, da die Kinder von heute die Fachkräfte von morgen sind, die in der Region gebraucht werden. Um den Bogen zum ersten Vortrag zu spannen, folgerte Herr Eder, dass auch die Junge Uni – genau wie das Münsterland – eine Marke sei, die wichtig zu definieren ist.Weitere Infos und die Ansprechpartner finden Sie hier: www.bocholt.de/wirtschaftDas regelmäßig stattfindende Business Break wurde auch dieses Mal wieder durch den Unternehmerverband und die Wirtschaftsförderung Bocholt ausgerichtet.Das nächste Business Break findet am 23. Mai 2018 statt. […]