Niederländische Coffeeshops besorgt: Bleiben jetzt die deutschen Kunden weg



Der Besitz und der Konsum von Cannabis in Deutschland ist jetzt legal. Die Regierung will so bekanntlich den illegalen Handel bekämpfen und die Qualität der weichen Droge überwachen. Werden die Deutschen noch Stammkunden in den Coffeeshops in der Grenzregion sein, wenn bald auch spezielle Cannabis Social Clubs ihre Türen öffnen werden?

Coffeeshops in der Achterhoek könnten Kunden verlieren, wenn die neuen Clubs im Juli eröffnen. Das jetzt geschlossene Café ‚t Rotterdammertje in Doetinchem beispielsweise hatte eine große Gruppe von Kunden von jenseits der Grenze. „Etwa 20 Prozent kamen aus Deutschland“, sagt der ehemalige Coffeeshop-Besitzer Jan van der Heijden. Er rechnet damit, dass der Anteil der Deutschen, die in den Niederlanden Gras kaufen, drastisch sinken wird: „Ich denke, man wird bald einen Punkt erreichen, an dem nur noch fünf Prozent der Kundschaft aus Deutschen besteht.“

Der jetzige Besitzer des Coffeeshops in Ulft, Scorpio, glaubt nicht, dass es so weit kommen wird. „Es gibt jetzt keinen Grund zur Panik“, sagt der Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte. Er geht davon aus, dass er seine Kunden behalten wird. Auf die Frage, wie viel Prozent seiner Kunden Deutsche sind, wollte er nicht antworten: „Aber es sind viele.“

Die deutschen Besucher des Coffeeshops Scorpio in Ulft sind noch nicht sehr begeistert von den Cannabisclubs in ihrem Heimatland. „In Deutschland müssen sie es sich immer so schwer machen“, seufzt ein deutscher Cannabis-Enthusiast über die Legalisierung. „Irgendwie wird es wegen der strengen Regeln auch nicht wieder legalisiert.“ Ein anderer Gast sagt, er werde vorerst weiter in den Niederlanden kiffen: „Ich wohne gleich hinter der Grenze, für mich ist es einfacher, in einen niederländischen Coffeeshop zu gehen.“

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