Nordring-Gegner picknicken auf dem Grüngürtel



Die Sonne lachte, die Temperaturen waren hoch und man sprach beim von der BBI Fairkehr, den Parents for Future und Fridays for Future organisierten Picknick auf dem Grüngürtel darüber, ob der sogenannte Nordpark wirklich den Sägen zum Opfer fallen würde. Viele Bocholterinnen und Bocholter waren der Einladung gefolgt. Beim Spaziergang durch das Waldstück zwischen Adenauerallee und Hemdener Weg machte Rolf Souilljee (NABU) den Wert des Lebensraums Wald für Insekten und Vögel eindrucksvoll deutlich. Eindrucksvoll war auch die kühlende Wirkung des Walds.

In dem Waldstück gab es viel zu sehen, nicht nur Natur, sondern die Fotografien des Bocholter Fotografen Dieter Müller machten klar, welch fantastische Tierwelt auf dem Grüngürtel lebt und welche Naturschätze durch den geplanten Nordring verloren gehen. Die mächtigen, alten Bäume waren in einem Kunstprojekt mit zahlreichen Textaufschriften wie „Küss mich“, „Ich lebe für ein gutes Stadtklima“, „Umarm mich“, „Für Kinder ein Abenteuerspielplatz“  verziert, große Schilder, von den „Parents for future“ aufgestellt, wiesen auf den Wert des Waldstücks hin.

Vor wenigen Tagen hat die UNO verkündet, dass die nächsten fünf Jahre vermutlich die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden. „Wir befinden uns mitten in der Klimakrise. Deswegen müssen wir jetzt raus aus Kohle, Öl und Gas, brauchen eine echte Verkehrswende und einen Aufbruch auf allen Ebenen. Nie zuvor war es wichtiger als in diesem Jahr, dass Menschen weltweit für Klimaschutz aufstehen und zeigen, dass ehrliches, schnelles Handeln dringend notwendig ist“2; meint der“, meint die Bürgerinitiative Daher ruft sie gemeinsam mit den Parents for Future und Fridays for Future am 15. September zum nächsten Globalen Klimastreik auf. In Bocholt findet die Demonstration um 17:00 Uhr am Berliner Platz (Arkaden) statt.

  1. Elisabeth Meyermann says:

    Der Hintergrund des Berichts zeigt eindrucksvoll, wie rückwärtsgewand die Bocholter Stadtpolitik doch ist. Man versiegelt lieber eine der wenigen Stellen im inneren Stadtgebiet, die noch Schadstoffe filtert und die Temperaturen mildert als anzuerkennen, dass wir in einem der heißesten Zeitalter der Menschheitsgeschichte leben. Wir brauchen mehr Grünflächen in unserer Stadt als versiegelte Stellen. Lernt man denn nichts durch die Wetterereignisse, die wir beinah täglich im Fernsehen sehen!?

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