Oude IJsselstreek behält das Vertrauen in DRU trotz Abwesenheit von Van der Wal

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Trotz der krankheitsbedingten, längeren Abwesenheit von Geschäftsführer Gerk van der Wal hält die Gemeinde Oude IJsselstreek weiterhin an ihrem Vertrauen in die Stiftung DRU Industriepark fest. Die Organisation muss bis spätestens 15. Januar kommenden Jahres ein Geschäfts- und Entwicklungskonzept vorlegen, als Reaktion auf das Angebot, welches die Gemeinde Ende Oktober unterbreitet hatte.
Stadträtin Janine Kock wurde vom Aufsichtsrat über die momentane Situation bezüglich Van der Wal informiert. Kock betonte, dass die Vorgaben, Fristen und Bedingungen für die Stiftung DRU Industriepark, wie sie der Gemeinderat festgelegt hat, in vollem Umfang bestehen bleiben. Somit gilt auch weiterhin der Termin Mitte Januar. Die laufenden Geschäfte der Stiftung übernimmt nun der übrige Vorstand.
Kock erklärte nach einem Gespräch mit dem Aufsichtsrat, dass man darauf vertraue, dass dieser die gestellten Aufgaben weiterhin verantwortungsvoll und im Sinne der bestehenden Absprachen erfüllen werde.
Zu den ersten Maßnahmen, mit denen sich die Stiftung langfristig sichern möchte, zählt eine umfassende Restrukturierung. Acht Arbeitsplätze werden hierbei abgebaut, weitere acht Beschäftigte wechseln in andere Positionen. Geschäftsführer Van der Wal beschrieb diese Entscheidungen als „äußerst schmerzhaft, aber erforderlich“. Darüber hinaus wurde eine Weiterentwicklung des Programms zunächst auf Eis gelegt. Die Stiftung konzentriert sich nun auf das laufende Kulturangebot; sämtliche geplanten Veranstaltungen, Konzerte und Shows finden wie vorgesehen statt. Auch das Schaftlokaal sowie das Ouhrlokaal bleiben für Besucher geöffnet.
Das Rettungspaket für die Stiftung setzt sich aus Krediten, Fördergeldern und dem Erwerb einer Immobilie zusammen. Die Mietschulden für die Jahre 2024 und 2025 in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro bleiben als Forderung bestehen. Darüber hinaus hat die Gemeinde eine dreijährige Förderung in Höhe von jährlich mehr als einer Million Euro zugesagt. Für das Ouhrlokaal zahlt die Kommune einen Kaufpreis von 300.000 Euro und gewährt zusätzlich ein Überbrückungsdarlehen von 100.000 Euro.
Quelle: Regio8
