Politik spricht sich mehrheitlich für Ewibo-Rettung aus



Die Bocholter Politik will die Ewibo retten. Das wurde gerade im Rahmen der Haushaltsdebatte bekannt. Die CDU-Fraktion werde eine „deutliches Ja“ zur Ewibo sagen, meinte der Fraktionsvorsitzende Burkhard Weber. Die SPD hatte sich ähnlich schon vorher geäußert. Damit scheint klar, dass sich später in nichtöffentlicher Sitzung eine deutliche Mehrheit entweder eine „Patronatserklärung“ oder eine Liquiditätssicherungs- oder Verlustdeckungszusage gegeben wird.

Eine der beiden Varianten ist nach Ansicht der Bürgermeisters notwendig, um eine Insolvenz der Tochtergesellschaft zu verhindern, die nach einem gerichtlichen Arrestbeschluss in Höhe von etwas mehr als 7 Millionen Euro eine Liquditätslücke in der Bilanz 2020 droht. Dass sieht der fraktionslose Stadtverordnete Jürgen Knipping (CDU) anders. „Die Umstände der nunmehr vermeintlich zum Jahresende notwendigen Rettung der Ewibo erscheinen bei näherem Hinsehen zunehmend fragwürdig“, meint er. Nach seinen Berechnungen müsste das Eigenkapital der Ewibo Ende 2020 rund 5,3 Millionen Euro betragen haben. Das reiche für die notwendige Risikorvorsorge. Falls nicht, müsse man sich die Frage stellen, ob möglicherweise schon vorher ein Insolvenzantrag hätte gestellt werden müssen.

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