Sanierung der IJsselbrücke A12 beginnt: Wochenlang längere Reisezeiten

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Am Dienstagabend, den 7. April, beginnt die niederländische Straßenbaubehörde Rijkswaterstaat um 21 Uhr mit umfangreichen Sanierungsarbeiten an der IJsselbrücke auf der A12 bei Arnhem. Pendler aus der Region Achterhoek, die regelmäßig die Strecke nach Arnhem nutzen, müssen sich auf erhebliche Staus einstellen. Die Fahrzeit kann sich durch die Bauarbeiten um bis zu eine Stunde verlängern.

Der Grund für die Instandsetzung liegt in der altersbedingten Abnutzung von Fahrbahn und Brückendeck. „Viele unserer Brücken und Straßen stammen aus den 1950er und 1960er Jahren. Seitdem ist die Bevölkerung gewachsen, der Verkehr intensiver geworden und die Fahrzeuge wurden schwerer. Es ist deshalb an der Zeit, größere Sanierungsmaßnahmen anzugehen, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Bauwerke weiterhin gewährleisten zu können“, betont Rijkswaterstaat gegenüber den Medien.

Im Rahmen der Erneuerung werden unter anderem Dehnungsfugen und Teile des Brückendecks ausgetauscht sowie Schäden am Beton behoben. Darüber hinaus erhält die Brücke eine neue Asphaltdecke. Auch die Markierungen werden erneuert, Wegweiser und elektronische Anzeigen angepasst. Zusätzlich modernisiert das Team die Entwässerung, bringt ein wasserdichtes Membran an und ersetzt Schutzplanken, Leitplanken sowie die Oberfläche des Fahrradwegs.

Die IJsselbrücke selbst besteht aus zwei Teilbauwerken: In Fahrtrichtung Arnhem und Utrecht gibt es eine Betonbrücke samt Radweg; in Richtung Deutschland führen zwei stählerne Brücken. Während der Bauarbeiten an der Betonbrücke wird der Fahrzeugverkehr in beiden Richtungen auf jeweils zwei Fahrspuren der Stahlbrücken geleitet. Die Anschlussstellen bleiben zugänglich, doch der Radweg ist während der Sanierung in beide Richtungen gesperrt. Für den Kfz-Verkehr ist eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern vorgeschrieben.

Die A12 mitsamt IJsselbrücke zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen in der Region. Insbesondere für Reisende aus der Achterhoek, die nach Arnhem fahren, führt kaum ein Weg an dieser Strecke vorbei. Rijkswaterstaat rechnet daher besonders auf diesen Abschnitten mit längeren Staus und rät den Autofahrern, die A12 möglichst zu meiden – entweder indem man von zuhause arbeitet, außerhalb der Stoßzeiten unterwegs ist oder andere Verkehrsmittel nutzt, etwa Bus und Bahn, Fahrgemeinschaften bildet oder aufs Fahrrad umsteigt.

Wer dennoch auf das Auto angewiesen ist, sollte möglichst nicht auf Nachbarstraßen ausweichen, mahnt Rijkswaterstaat. Die umliegenden Straßen sind dem Zusatzverkehr nicht gewachsen und sollen für den öffentlichen Nahverkehr und Einsatzfahrzeuge frei bleiben.

Quelle: Regio8

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