„Schaufenster Museum“: Präsentation des musealen Schaudepots im kult in Vreden

„Schaufenster Museum“: Präsentation des musealen Schaudepots im kult in Vreden
Regio

Kreis Borken / Vreden. Die Sammlung des Museums im kult hat eine lange Tradition. Zahlreiche Exponate aus dem Alltag, der Religion, von Handwerk oder kultureller Vielfalt der Menschen der Region Westmünsterland sind in den Magazinen archiviert. Mit dem neuen Schaudepot, das im historischen Gebäudeteil, dem sogenannten Armenhaus nun einen Platz gefunden hat, präsentiert das kult einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Sammlung. Eröffnet wird es am Sonntag, 24. Juni, dem “Tag der Architektur”, ab 11 Uhr. Im Laufe des Tages finden Führungen sowohl mit dem Team des kult als auch mit den Architekten statt.

“Das neue Schaudepot im kult ist eine optimale Ergänzung zur Dauerausstellung ‚Grenze‘, da hier die Kernaufgaben musealer Arbeit – das Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln – in den Vordergrund gerückt werden”, erläutert Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Durch das Austauschen von Exponaten im Laufe des Jahres ist dieser Ausstellungsbereich ein stets neuer Besuchermagnet. Zudem freut es das kult-Team besonders, dass im Zuge der Einrichtung des Schaudepots auch die bekannte Bildtapete “Die Reise des Telemach” in neuem restaurierten Glanz der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Kinderspielzeug aus der Zeit der Jahrhundertwende, historische Textilien, Öfen aus Gußeisen und persönliche Gegenstände aus dem Bereich der Volksfrömmigkeit zeigen einen Querschnitt des musealen Magazinbestands. Dass eine solche Objektsammlung jedoch nicht nur unter professionellen Aspekten, zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Region entstanden ist, belegt demgegenüber die umfangreiche Lampensammlung von Dr. Werner Touché. In einer mehr als 50-jährigen Sammlungstätigkeit hat er mehr als 3.200 Lampen aus den Zeiten vor der Erfindung der Elektrizität zusammengetragen. Seinen gesamten Bestand, sein Lebenswerk, hat er dem kult übergeben. “Ein Ausschnitt dieser ungeheuren Sammelleidenschaft wird nun in diesem Gebäudeteil ausgestellt”, sagt kult-Leiterin Corinna Endlich. Als besonderes Highlight kommt der Sammler selbst zu Wort – in einem Film berichtet er über die vielen Facetten seines “Hobbys”.

Der Eintritt in das Schaudepot im “Armenhaus” ist frei. Führungen durch diese Schausammlung werden regelmäßig angeboten. Am Sonntag, 24. Juni, führen kult-Leiterin Corinna Endlich und Dr. Annette Menke um 13 und um 15 Uhr in die Idee und Umsetzung des Schaudepots ein. Da an diesem Tag neben dem Armenhaus auch das kult mit seiner besonderen modernen Architektur, der Raumaufteilung und Fassadengestaltung im Vordergrund stehen soll, finden um 14 und um 16 Uhr Führungen durch die Architektin Isabella Leber aus München statt. Gemeinsam mit ihrem Büropartner Martin Pool hat sie das kult entworfen und mit dem Büro Bleckmann / Krys aus Münster realisiert.

Sowohl die Architekten als auch die kult-Verantwortlichen des Kreises und der Stadt Vreden freuen sich zudem, dass das Gebäude nun auch in der äußerst renommierten Bauzeitschrift “Bauwelt” thematisiert wird. Das kult hat es dort sogar auf die Titelseite geschafft.

Zudem bietet der “Tag der Architektur” die einmalige Gelegenheit, den Architekturentwurf zur Neugestaltung des historischen Pulverturms in Vreden kennenzulernen. In einer prämierten Arbeit hat die Studentin Aldis Pahl einen künstlerischen Entwurf vorgelegt, der dieses besondere Gebäude am Stadtgraben fast wie eine Skulptur erscheinen lässt. Aldis Pahl steht den Besucherinnen und Besuchern am 24. Juni gern für Fragen zur Verfügung. Der Pulverturm schließt baulich direkt an das kult, an das Armenhaus, an. In dem Raum, durch den beide Gebäude miteinander quasi verbunden sind, gibt eine Wand den unmittelbaren Blick auf das historische Mauerwerk frei. “Mit dem Schaudepot in dem denkmalgeschützten Gebäudeteil gehen Museum und Architektur eine ganz besondere Synergie ein. Konzept und Umsetzung unterstreichen das Leitbild des kult – ein Ort für Kultur und lebendige Tradition zu sein”, betont Corinna Endlich.

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