Oktober 20, 2021

Serie 36,5 Grad: Alexander Gerards – vom Textilunternehmer zum Tierfutterhersteller

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Von BERTHOLD BLESENKEMPER (Text und Fotos)

Lammragout, Geflügelpatee, Entenbrustfiletstreifen oder Hirsch mit Kartoffeln und dazu Heidelbeeren und Kürbis.  Was sich liest, wie die gediegene Karte eines gutbürgerlichen Restaurants, steht bei der Dr.Clauder solutions for pets GmbH in Hamminkeln auf dem täglichen Zutatenplan für Katzen- oder Hundefutter. Schon- und Diätkost, hochqualitätive Nahrungsergänzungsmittel  oder Snacks – das Portfolio des Herstellers ist äußerst vielfältig. „Liebe geht durch den Magen“ gilt eben auch für Tiere. Einer, der das frühzeitig erkannt hat, ist der gebürtige Bocholter Alexander Gerards. Als Spross einer bekannten Bocholter Textil-Familie wechselte der 48-Jährige Kaufmann und Diplom-Betriebswirt  2006 die Branche und stieg in das Geschäft der Dr.Clauder-Unternehmensgruppe aus Hamminkeln ein. In der Folge übernahm er gemeinsam mit Malte Hübers die  Geschäftsführung und Verantwortung der Firmengruppe.

Manchmal scheint Alexander Gerards selbst überrascht, wohin ihn sein beruflicher Weg verschlagen hat. Damit hatte niemand gerechnet, er selbst wohl am wenigsten. Dabei war die Karriere des Bocholters klar vorgezeichnet. Alexander wuchs als Sohn einer Unternehmerfamilie am Tannenweg in Bocholt auf. Er ging in Bocholt zur Schule. Es folgten eine Ausbildung zum Industriekaufmann und ein Betriebswirtschaftsstudium an der Fachhochschule Münster. Gerards suchte sich anschließend verschiedene Jobs im Ausland, u.a. in London und Kuala Lumpur. „Hörner abstoßen und Betankung von Internationaler Businesskultur und Führung“, nennt er das heute.

1999 kehrte er nach Bocholt zurück und trat in die Geschäftsleitung der Firma Heidemann ein. Die führte er in der Folge sechs Jahre lang zusammen mit seinem Cousin Dr. Georg Heidemann. Doch die Zeiten waren nicht leicht. Der Niedergang der Textilindustrie machte auch vor den Bekleidungsherstellern nicht Halt. Der Bocholter stieg in 2005 aus dem Unternehmen aus und sah sich nach neuen Aufgaben um und erkannte Chancen im Bereich der Herstellung von Tiernahrung in Lebensmittelqualität.

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„Hunde und Katzen waren früher eher „Nutztiere“. Heute sind sie in erster Linie ein Teil der Familie“, meint der Dr.Clauder-Chef. Entsprechend ausgeprägt ist die Bereitschaft von Herrchen oder Frauchen, für gutes Futter auch gutes Geld auszugeben.

Ebenfalls groß ist die Nachfrage nach Pflegeprodukten, Erziehungstipps oder Ernährungsberatung. Ein Grund mehr für das Hamminkelner Unternehmen, das Thema Tier ganzheitlich zu betrachten. „Nicht nur die Produkte  müssen qualitativ hochwertig sein, sondern auch die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden“, erklärt Gerards. Allein schon deshalb leisten sich die Hamminkelner eine Hotline und eine kleines TV-Studio, in dem Erklärvideos produziert werden. Mindestens ebenso aufwändig ist das Engagement des Unternehmens in den sozialen Medien.

Um den hohen Anspruch nach außen überzeugend darstellen zu können, führte die Firma schon sehr früh diverse Marken unter einer Dachmarke mit dem Namen Dr.Clauder’s zusammen. Der akademische Titel im Namen soll Vertrauen schaffen.  Gleiches gilt für den Leitspruch „Tierernährung aus Verantwortung“. Um dieser Devise gerecht zu werden, hat das Unternehmen die Produktion in Hamminkeln nach neuesten Standards errichtet und auf Herz und Nieren testen und anschließend zertifizieren lassen. Der Lohn ist ein seitdem stetiges Wachstum.

Und wie steht es mit einem eigenen Haustier? Alexander Gerards sieht sich bei dieser Frage zu einem Geständnis genötigt. „Ich selbst bin eigentlich erst sehr spät auf den Hund gekommen“, berichte der 48-Jährige. Job und die Familie, die er 1999 mit Ehefrau Petra gegründet hatte und die bis heute drei Kinder hervorbrachte, standen stets im Mittelpunkt. Die wenige freie Zeit widmete Alexander Gerads sportlichen Aktivtäten wie Joggen, Segeln oder dem Mountainbike-Fahren. Bis „Luna“ in sein Leben trat. Die Magyar-Vizsla-Hündin ist heute fester Bestandteil des Clans. Um das zu unterstreichen, greift der Firmenchef in sein Porte­mon­naie und zieht ein Foto des jungen Tieres hervor. Spätestens hier zeigt sich, wie sehr Alexander Gerards die Gefühle seiner Kundinnen und Kunden versteht.  Er ist längst selbst einer von ihnen…

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