SPD hält an Bahnstrecke nach Münster fest

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Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bocholts spricht sich erneut dafür aus, die für die Rettung des Klimas dringend notwendige Verkehrswende mit Weitsicht und raschem Handeln anzugehen. „Wir haben auch auf lokaler wie regionaler Ebene Mittel dazu“, betont der Fraktionsvorsitzend Martin Schmidt. Eine Bahnverbindung nach Münster ist nach Meinung der Sozialdemokraten ebenso unverzichtbar wie die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und gut ausgebaute Velo-Routen. Es geht um die Schaffung sicherer und attraktiver Mobilitätsoptionen für alle, die Reduzierung der Umweltbelastungen und eine deutliche Reduzierung der Kfz-Verkehre.
Nach Meinung der SPD sind zwei Schritte dringend geboten: Der Rat muss sich deutlich für eine erneute Prüfung der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke nach Münster aussprechen, anschließend muss die Umsetzung vorangetrieben werden. „Wir dürfen uns hier nicht die Pistole auf die Brust setzten lassen“, so Schmidt. „Die jüngst verabschiedeten Klimaschutzgesetze der EU und Deutschlands werden den Weg ebnen. Wir brauchen keine ICE-Strecke, sondern eine Bahn, die die Menschen in der Region via Schiene verbindet!“ „Bereits in der letzten Machbarkeitsstudie des NWL von 2019 ist eine Wirtschaftlichkeit der Strecke zwischen Bocholt und Rhede festgestellt worden“, ergänzt Hermann Altenbeck. Diese Strecke könnte auf dem Industriestammgleises zwischen dem Bahnhof Bocholt und dem I-Park Bocholt weitergeführt werden. Ratsfrau Nina Andrieshen betont: „Wir haben viele Details durchgespielt und sind überzeugt, eine Zugverbindung nach Münster ließe sich viel schneller realisieren als das bisher immer wieder diskutiert wurde. Es ist eine Frage der baulichen Details, so müsste beispielsweise eine solche Bahnstrecke nicht kreuzungsfrei sein.“
Für Velo-Routen bedeutet eine solche Verbindung kein „Aus“, so die Sozialdemokraten. Schon bei der Antragstellung für die Strecke nach Coesfeld vor gut vier Jahren waren alternative Trassen im Gespräch und wurden bewertet. Wie im Mobilitätskonzept der Stadt Bocholt vermerkt, müssen sogenannte „bauliche Radwege“ in zwei Richtungen auch nicht 7,0m sondern nur eine Mindestbreite von 3,0 m haben.

