Sportstätten am Hünting: Neugestaltung würde wohl mindestens 24 Millionen Euro kosten

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Die Sportstätten am Hünting sollen grundlegend umgebaut werden. Ein Planungsbüro hat der Öffentlichkeit heute ein einen ersten Rahmenplan vorgestellt, das einen zentralen Platz als Herzstück vorsieht. Die Kosten: mindestens 24 Millionen Euro. Das gesamte Konzept können Sie hier downloaden
Das Kölner Büro für Architektur und Städtebau De Zwarte Hond hat gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten von Kortemeier Brokmann ein Konzept für den Um- und Ausbau der Sportstätten am Hünting vorgelegt. Kernidee ist ein großer zentraler Platz in der Mitte des Geländes. Um ihn herum sollen die Sportplätze neu geordnet, zusätzliche Parkplätze und Kiss-and-Ride-Zonen geschaffen werden. Dafür müssten allerdings die Parkplätze am Eingang und das Clubheim des 1. FC Bocholt weichen.
Im Nordwesten empfehlen die Planer eine Erweiterung auf das bisherige Gelände des TuS Stenern und des 1. FC Bocholt. Dort könnten dann drei Plätze untergebracht werden. Allerdings müsste dafür ein Weg verlegt werden. Zudem rückt das Gelände durch die Erweiterung näher an die angrenzende Wohnbebauung heran — was zusätzliche Schallschutzmaßnahmen erforderlich machen würde.
Im Süden, im Bereich des bisherigen Tennenplatzes des TSV Bocholt, schlagen die Experten vor, die Fläche in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln und leicht zu drehen. Dafür müsste der Verein auf zwei Tennisplätze verzichten, Das aber würde Raum für vier neue Kleinspielfelder schaffen, die den Nutzungsdruck auf die übrigen Plätze verringern sollen. „Aber: Diese Plätze sind dann für alle Vereine“, betonten die Planer. Vor allem Jugendmannschaften könnten von dem Angebot profitieren.
Neue Stellplätze sind überwiegend nördlich der Alffstraße geplant. Zusätzlich könnte auf dem derzeit ungenutzten Parkplatz am Hünting ein Parkhaus in Standardbauweise errichtet werden.
Einen Blick warfen die Architekten auch auf das Gelände hinter dem Bahia. Dort wäre nach ihrer Einschätzung ein großer Campingplatz denkbar. Diese Idee ist jedoch Zukunftsmusik — und in den veranschlagten 24 Millionen Euro noch nicht enthalten.


Steuerzahler says:
In einem Bocholter Dorfblatt stand kürzlich noch: „Kämmerin schlägt Alarm, Bocholt hat ein Finanzproblem.“ Und nun präsentiert der Rat schon wieder ein neues Prestigeprojekt? Die richtige Überschrift müsste lauten: „Bürger schlagen Alarm: der Bocholter Rat betreibt Haushaltsvernichtung.“
Die Damen und Herren scheinen völlig den Bezug zur Realität verloren zu haben. Alle paar Tage wird über die Köpfe der Bürger hinweg ein weiteres teures Prestigevorhaben geplant, finanziert mit steigenden Grundsteuern à la Robin Hood, nur dass hier die Mittel verschleudert statt sozial gerecht verteilt werden.
Friedel says:
In den 24 Millionen sind viele Baumaßnahmen noch gar nicht mit einbezogen. Einfach eine Schande unsere Politik. Vor zwei Jahren haben 62 Ratsmitglieder dem 1.FC Bocholt fast 3 Millionen Euro für Baumaßnahmen zugesprochen, die vielleicht nie gebraucht werden. Der 1.FC Bocholt und Olympia Bocholt haben den Hünting in den letzten Jahrzehnten verkommen lassen und jetzt soll der Steuerzahler zum wiederholten Male dafür büßen. Die Stadt Bocholt hat schon bei der Gestaltung der Sportanlagen der Tus Stenern und dem TSV Bocholt gravierende Fehler gemacht und jetzt soll der Hünting komplett umgekrempelt werden. Dieses Bauvorhaben wird mit der Stadt Bocholt als Bauherr, dass nächste Millionengrab werden!!
Kay says:
Steuergeldverschwendung! 24 Millionen für ein protziges Spaßprojekt, das 98 % der Bocholter kaltlässt und wieder unsere Steuerzahler die Zeche zahlen. Besonders dreist ist, dass diejenigen, die am wenigsten profitieren, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind und dringendere Unterstützung brauchen.