Stadt fördert Bocholt-Gutschein “letztmalig” mit 300.000 Euro

Stadt fördert Bocholt-Gutschein “letztmalig” mit 300.000 Euro
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Von BERTHOLD BLESENKEMPER

Die Stadt Bocholt stellt noch einmal 300.000 Euro für eine weitere Gutschein-Aktion bereit. Insgesamt wird so ein Bonus von 20 Prozent von den dann zur Ausschüttung stehenden 1,5 Millionen Euro finanziert. Das beschloss heute Abend der Rat. Zusätzlich soll den BEW-Kunden ermöglicht werden, ihren Jahresbonus in Bocholt-Gutscheine umzuwandeln. Das kann noch einmal weitere 575.000 Euro in die Kassen von Handel und Gastronomie spülen.

Das Gutschein-Modell wird angepasst, indem der Maximalbetrag der Gutscheine auf 100 Euro reduziert und künftig nur noch ein Gutschein pro Einkaufsvorgang einlösbar sein wird. Wer dagegen verstößt, wird von der Teilnahme am Gutscheinsystem ausgeschlossen.

Weiter wurde die Verwaltung beauftragt, mit den Vertretern der Gastronomie und des
Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Gastronomie zu besprechen. Dabei soll unter anderem überlegt werden, wie über Veranstaltungen des Stadtmarketings geeignete Einnahmen für die
Gastronomie erzielt werden können.

In der heutigen Diskussion ging es weniger um diesen bereits vorher unter den Fraktionen ausgehandelte Kompromiss, sondern einzig um die Frage, ob der städtische Zuschuss „letztmalig“ gezahlt wird oder nicht. Frank Büning bezweifelte, dass zum jetzigen Zeitpunkt bereits definitiv beurteilt werden könne, ob noch ein weiterer Zuschuss notwendig werde oder nicht. CDU-Fraktionschef Burkhard Weber sah das anders: Angesichts knapper Kassen könne man den Handel „nicht dauerhaft mit 20 Prozent unterstützen“, meinte er. Burkhard Henneken (FDP) und Monika Ludwig (Die Grünen) sahen das ähnlich. Die SPD, die Stadtpartei und die Soziale Liste standen eher auf Seiten der Linken.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff sprach derweil von einem typischen „Pendelbeschluss“. Man könne so entscheiden und den Beschluss später jederzeit auch wieder revidieren. Am Ende blieb das umstrittene Wort „letztmalig“ bestehen.

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