Stadtwerke-Fusion soll in einem Jahr vollzogen werden



Die Fusion der Stadtwerke von Bocholt und Rhede hat ausschließlich Vorteile. Das zumindest versicherten heute die Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzenden beider Unternehmen im Verlauf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Ob die positiven Auswirkungen allerdings direkt auch auf die zusammen dann 43.000 Kunden ausstrahlen –  zum Beispiel durch Weitergabe der zu erwartenden Synergieeffekte in Form von günstigeren Strom-und Gaspreisen – blieb unklar. Für die Kunden werde sich nichts ändern, hieß es lediglich.

Die Fusion soll das gemeinsame Unternehmen, für das im übrigen noch ein Name gesucht wird, größer und damit wettbewerbsfähiger machen. Personal kann flexibler eingesetzt werden. Das soll Arbeitsplätze sichern. Zudem ist das gemeinsame Eigenkapital  größer und erlaubt dadurch günstigere Investitionen.

Die Fusion sei „keine Notlösung“, traten die Verantwortlichen Gerüchten entgegen, dass es zumindest den Rheder Stadtwerken finanziell nicht gut gehen soll. Trotz der unterschiedlichen Größen und Voraussetzungen sei es ein Zusammenschluss „auf Augenhöhe“, heiß es weiter Das sehen einige Politiker im Bocholter Rat allerdings anders. Sie haben im Vorfeld festgestellt, dass Rhede aus ihrer Sicht besser verhandelt hätte.

Ziel beider Seiten ist es, die Fusion bis zum 31. August 2025 in trockene Tücher zu bringen. Dann könnte sie rückwirkend zum 1. Januar des Jahres gelten. Operativ wird es aber wohl noch zwei, drei Jahre dauern, bis die Stadtwerke  tatsächlich zusammengewachsen sind.

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