„Stoppt das Millionengrab Bocholter Rathaus“ – Soziale Liste übergibt 2350 Unterschriften

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Eine Delegation der Wählergemeinschaft Soziale Liste Bocholt hat jetzt 2.450 Unterschriften als Bürgerantrag „Stoppt das Millionengrab Bocholter Rathaus“ an Bürgermeister Thomas Kerkhoffü berreicht. „Vor sechs Jahren sind die Beschäftigten aus dem Rathaus am Berliner Platz ausgezogen. Seitdem bewegt sich dort kaum was. Und seit fast einem Jahr bewegt sich dort gar nicht mehr. Hingegen steigen die Kosten ins Unendliche“, so Stadtverordnete Bärbel Sauer. Nachdem bekannt wurde, dass die Stadt mit den Baumaßnahmen erst im Jahr 2026 wieder starten kann rechnet die Wählergemeinschaft mit der Fertigstellung frühestens im Jahr 2030.
Das Ziel der Initiatoren mit dem Bürgerantrag ist eine direkte Bürgerbeteiligung über die Zukunft des Millionenprojekts Rathaus, was vom Stadtrat eingefordert wird. Besonders im Mittelpunkt steht der Vorschlag, den Theatersaal im Rathaus für deutlich geringere Kosten zu sanieren und auf die geplante Aufstockung des Gebäudes zu verzichten. Stattdessen soll ein Veranstaltungssaal im Rathaus eingerichtet werden, der in Bocholt dringend fehle. Zudem schlägt die Soziale Liste Bocholt vor, das Stadtarchiv und das Stadtmuseum ebenfalls im Rathaus unterzubringen. Wir sind aber auch offen für andere Ideen.
Eine wesentliche Änderung der bisherigen Pläne ist die Forderung, die städtischen Angestellten dauerhaft im Gigaset-Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße unterzubringen. Dieses Gebäude, das sich bereits im Besitz der Stadt Bocholt befindet, könne langfristig als neuer Verwaltungsstandort dienen. Auf diese Weise könnten die hohen Sanierungskosten im Rathaus gesenkt werden.
„Der Zeitpunkt dafür ist gut. Denn gerade jetzt, wo ein neuer Architekt mit der Rathaussanierung beauftragt wurde, würde sich dies hervorragend realisieren lassen. Architektenpläne lassen sich jederzeit ändern. Und es ist nicht viel im Rathaus am Berliner Platz passiert. Auch in diese Jahr ruhen die Bauarbeiten. Daher muss nun endlich was geschehen, denn nichts bewegt sich und die Kosten laufen davon. Es gilt die Steuergeldverschwendung zu stoppen. Münster macht es uns vor. Dort wird sogar ein neues Verwaltungsgebäude für 1000 Beschäftigte in nur drei Jahren fertiggestellt.
Foto von links: Anita Lohberg, Rudi Weber, Rainer Sauer, Thomas Kerkhoff, Bärbel Sauer, Veronika Essing
