Tourismus in Bocholt hat sich zahlenmäßig von der Coronadelle erholt



Der Tourismus in und nach Bocholt zeigt sich – zumindest rein statistisch – von der Coronawelle erholt. Die Zahl der Übernachtungen hat sich seit 2021 fast verdoppelt und mit 101.502 im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Gleichwohl entspricht das bei insgesamt 721 Betten lediglich einer Auslastungsquote von 33,5 Prozent. Das geht aus neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hervor. Im Durchschnitt blieben die Gäste 2,1 Tage in Bocholt. 83,3 Prozent von ihnen kamen dabei aus dem Inland.

Besser als bei den Hotels sieht die Auslastung der 58 Betten bei den Betreibern von Ferienhäusern und Ferienwohnungen aus. Hier war 2023 zwar insgesamt ein leichter Rückgang in der Nachfrage zu verspüren, der Auslastungsgrad aber lag mit 55,8 Prozent etwas höher als in den zwölf Monaten zuvor.

Erstmals hat IT.NRW auch die Daten auf den Campingplätzen in Bocholt erfasst. Hier wurden in einem Betrieb am Aa-See 8.167 Gäste und 16.334 Übernachtungen registriert. Das entspricht einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von zwei Tagen. Mit 81,2 Prozent ist der Anteil von Gästen aus dem Inland leicht niedriger als in den Hotels.

Als problematisch sieht trotz oder gar wegen der steigenden Zahlen die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die personalle Ausstattung in den Betrieben. Während der Corona-Pandemie seien die Beschäftigtenzahlen im Gastgewerbe im Kreis Borken deutlich zurückgegangen. Immer öffter würden Aushilfen eingesetzt. „Mehr Arbeit wird aktuell von weniger Köchinnen, Kellnern und Rezeptionistinnen geschultert. Das geht auf Dauer nicht gut“, so NGG-Geschäftsführer Adolphs.

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