Trotz Förderzusage und Nachtragshaushalt – still ruht das Stadion



Still ruht das Stadion. Von der noch vor Monaten so dringlichen Sanierung des Hüntings ist sechs Wochen nach Abschluss der vergangenen Regionalliga-Saison kaum etwas zu sehen. Die alten Flutlichtmasten stehen noch, für die neue Stahlrohrtribüne in der Bahia-Kurve liegt noch immer keine Baugenehmigung vor und die Installation der Rasenheizung sowie weiterer Sitz- und Stehplätze wurde bereits vorher in den nächsten Sommer verschoben. Fraglich, ob bis zum Start der neuen Spielrunde alles fertig wird. 

„Katastrophe“, kommentierte unlängst ein Vorstandsmitglied des 1. FC gegenüber Made in Bocholt. Derweil fragt sich die Lokalpolitik, warum sie die Stadtverwaltung wegen der Freigabe eines Zuschuss in Höhe von 2,85 Millionen Euro überhaupt eigens mit einer zeit- und damit auch geldfressenden Erstellung eines Nachtragshaushaltes belasten musste.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Stadtbaurat Daniel Zöhler versuchten in der vergangenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zu beschwichtigen. Es gehe voran. Die Baugenehmigung komme demnächst, hieß es. Auch Kämmerin Jennifer Schlaghecken schien über die womöglich unnötige Erstellung eines Nachtragshaushaltes nicht böse zu sein. Denn dabei kam früher und völlig unerwartet heraus, dass die Stadt in 2023 – anders als prognostiziert – statt hoher Schulden Gewinne gemacht hat. Das lässt finanziellen Spielraum für die ordentliche Aufstellung des Haushaltes für das kommenden Jahr.

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